25.02.2020 - 17:29 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Musikalisch um die Welt

Eine reizvolle musikalische Alternative zum Faschingstrubel bietet die „Bläserphilharmonie Regensburg“ in Schwarzenfeld. Gemäß dem Motto „Klassik und Original“ werden klassische Stücke für symphonische Blasmusik gespielt.

Immer wieder ein gerne gesehener Gast in Schwarzenfeld: Die Bläserphilharmonie Regensburg.
von Reinhold TietzProfil

Eine reizvolle musikalische Alternative zum Faschingstrubel bietet die "Bläserphilharmonie Regensburg". Gemäß dem Motto "Klassik und Original" werden klassische Stücke für symphonische Blasmusik gespielt.

Markant an dem Konzert in der gut gefüllten Sportparkhalle: Jedes gespielte Werk hat mit einem speziellen Land oder Kontinent der Erde zu tun. Der festliche Beginn von "Gandalf", komponiert von Johan de Meij, eröffnete die Konzertfolge. Das mystische Land Mittelerde des Romans "Der Herr der Ringe" stellt die Heimat des Zauberers dar. Zunächst erklingen ehrwürdige Tonfolgen, ihnen folgen rasche Tonsequenzen, die aber bald wieder getragen die vielfältigen Charakterzüge des Zauberers Gandalf nachvollziehen. Nach diesem Ausflug ins Überirdische wurden die geographischen Orte real. So in der "Suite Francaise" von Darius Milhaud. Die fünf Sätze verkörpern jeweils eine französische Landschaft. Sehr rhythmisch verläuft die Schilderung der Normandie, exakt von der Bläsergemeinschaft dargeboten. Feierlich beschwören die Holzbläser daraufhin die Bretagne. Ganz anders entwickelt sich die Darstellung der "Ile de France". Vorwärtstreibend in regen Melodiefolgen zeigte sich ungeheure Lebenslust. Die Provence vermittelt ein ausgesprochen lebenslustiges Gefühl. Sätze aus der Suite "Miticaventura" von Ferrer Ferran führten dann auf eine Reise durch den Mittelmeerraum. Mit "Iberia" wird es spanisch. Hymnisch folgt "Grecia" als Verehrung Griechenlands. Der letzte vorgetragene Satz stellt "Egipto" dar, das Land ganz früher Hochkultur und jahrtausendalter Pyramiden.

Nach der Pause erklingt die "Sinfonietta No.4" von Philip Sparke, ein Gefühle entwickelndes Werk - in diesem Fall für England, das der Komponist als Land der Brass Band charakterisierte. Die "Second Suite for Band" von Alfred Reed bietet südamerikanische Rhythmen. Kubanische Wurzeln hat der beschwingte Calypso-Tanz "Son Montuno". Verträumt dagegen der brasilianische "Tango". Rasch zieht das argentinische Trinklied "Guaracha" vorüber, bevor ein "Paso Doble" aus Mexiko den krönenden Abschluss bildet. Natürlich gibt es Zugaben, hinreißend gespielt vom Orchester und gekonnt vom Dirigenten Alejandro Vila geleitet.

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