12.04.2019 - 13:28 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Neue Quelle sprudelt bald

Schwarzenfeld will nicht auf dem Trockenen sitzen. Zur Sicherheit gibt es einen neuen Brunnen. Derzeit läuft die Probebohrung

Wasserversorgung Schwarzenefeld Brunnen Weiherhaus
von Irma Held Kontakt Profil

Der Bauausschuss lässt sich am Donnerstagabend an Ort und Stelle über den Stand der Dinge informieren. Die Bohrarbeiten geschehen in einem Waldgebiet auf Fensterbacher Gemeindegebiet. Wie Bürgermeister Manfred Rodde anmerkt, wurde das Grundstück von Buchtal erworben. Der Standort Weiherhaus gehört zur weiteren Zone des Wasserschutzgebietes für die Buchtaler Brunnen im Bereich der Freihölser Senke.

Seit 1. April sind Mitarbeiter der Firma Tafelmeier aus Taufkirchen mit der Pilotbohrung beschäftigt. Am Donnerstagabend geht sie bereits 106 Meter tief. Am Freitag erreicht sie die Endteufe von rund 120 Metern. In etwa eineinviertel Stunden dringen die Geräte sechs Meter in die Tiefe vor.

Für Klaus Mayer, Hydrogeologe beim Planungsbüro Anders und Raum aus Velden, brachte die Probebohrung bisher keine negativen Überraschungen. "Der Wasserstand ist da, wo wir ihn erwartet haben." Auch die Bodenbeschaffenheit weiche nicht von dem Erwarteten ab. Diese jetzige Aufwand soll vor allem dazu dienen, festzustellen, wo ist die Endstufe, wo ist es tonig, wie standhaft ist das Loch. Auskunft gebe sie auch über die genaue Absperrtiefe zum Schutz vor eindringendem Oberflächenwasser.

Der Fachmann rechnet mit dem Ergebnis der geophysikalischen Messung in der nächsten Woche. Dann startet die eigentliche Brunnenbohrung, wenige Meter neben dem jetzigen Bohrloch. Erst bei einem Pumpversuch könnten Aussagen über die Wasserergiebigkeit getroffen werden, beantwortet Mayer eine Frage von Bernhard Vogel. "Wir überwachen die umliegenden Pegel." Damit wird nach Mayers Aussagen überprüft, ob oder wie sich der Brunnen V Weiherhaus auf die anderen Brunnen auswirke. Mit Ergebnissen wird Mitte Juli gerechnet.

"Wird sind sehr zufrieden, wie es bisher läuft. Alles Weitere bleibt spannend", lässt Mayer die Ausschussmitglieder wissen. Die Pilotbohrung wird rückgebaut, was bedeutet. dass das Bohrloch mit einem Zement-Ton-Gemisch risssicher verpresst wird. Erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt der Bau des Betriebsgebäudes, der Einbau der Maschinen, der Elektro- und Steuerungstechnik sowie der Anschlussleitung. Die Planungen hierfür beginnen, wenn die hydrologischen Auswertungen von Anders und Raum vorliegen. Insgesamt sind für den Brunnenbau 600 000 Euro veranschlagt. Aufbereitet wirdedas Waaser aus diesem neuen Tiefbrunnen V wie aus allen anderen Brunnen im Wasserwerk. Zur Versorgung Schwarzenfelds tragen bereits zwei Tief- und zwei Flachbrunnen bei.

Wasserversorgung Schwarzenfeld, Brunnen Weiherhaus
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