14.04.2019 - 10:43 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Nicht nur die Molkerei baut

Die Milchwerke wachsen und wachsen. Jetzt wieder um Milchtanks, eine Stahlhalle und eine Rampe. Doch nicht nur die Molkerei baut.

Auf dem Gelände der Milchwerke wird viel gebaut. Der Bauausschuss hat unter anderem für drei weitere Milchtanks grünes Licht gegeben.
von Irma Held Kontakt Profil

Bei seiner Sitzung im Rathaus lehnte der Bauausschuss eine Bauvoranfrage mit 2:6 Stimmen ab. Auf einem Grundstück nähe Böttgerstraße/Buchtalweg sollten zwei Sechsfamilienhäuser mit zwei Carports entstehen. Laut Unterlagen waren für die dreigeschossigen Gebäude Pultdächer geplant. Bürgermeister Manfred Rodde wies auf die kleinvolumige Bauweise der Umgebung hin. Das Vorhaben füge sich nicht ein. Außerdem sei die Erschließung nicht gesichert.

Die Zufahrt erfolge derzeit über einen unbefestigten Weg. Dieser führe über ein Grundstück der Marktgemeinde. Er sei nicht für den öffentlichen Verkehr frei gegeben. Auch ein Anschluss an die öffentliche Wasser- und Abwasserversorgung bestehe nicht. Rodde empfahl das gemeindliche Einvernehmen nicht zu erteilen, was mit der Mehrheit der Stimmen geschah. "Mit drei Einfamilienhäusern hätte ich kein Problem", bemerkte Gabi Wittleben.

Zukaufmilch anliefern

Die Milchwerke wollen zwischen der Energiezentrale und dem Trafogebäude die vorhandenen Reinigungsspuren um Möglichkeiten zur Milchannahme erweitern. Hauptsächlich würden diese für Zukaufmilch gebraucht. Dabei handelt es sich um Milch oder auch Milchprodukte, die bereits in einer anderen Molkerei bearbeitet wurden. Des weiteren werden noch drei Milchtanks mit 23,29 Metern in den Himmel ragen. Eine neue Stahlhalle dient zum Unterbringen weiterer technischer Einrichtungen und Maschinen.

Von einer Zunahme des Lastenwagenverkehrs gehen die Milchwerke in ihrem Antrag ebenso wenig aus wie von einem erhöhten Stellplatzbedarf für Personal, weil keine zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt würden. Gabi Wittleben hakte nach "Ich schon was davon gebaut? Ist schon was fertig?" Der Bürgermeister sprach von "unnötigen Verdächtigungen". "Es wird dort laufend gebaut." Bernhard Vogel wollte wissen, ob der Wasserbedarf in den bisherigen Berechnungen bereits mit berücksichtigt sei. "Ich gehe davon aus, dass sich nichts ändert", antwortete Rodde.

Mit 2:6 wurde dieser Antrag genauso gebilligt wie ein zweiter der Milchwerke. Ein Materiallagerhalle soll eine weitere Rampe erhalten. Über diese hydraulische Plattform würden überwiegend Reinigungsmittel in Fässern oder Kanistern angeliefert. Ein Behinderten gerechter Bungalow mit drei Garagen wird auf den Grundstücken Weiherweg 7 und 9 errichtet. Überbaut werden dabei 61 Prozent der Grundstückflächen, vorgeschrieben sind dort 40. Der Ausschuss hat dennoch nichts dagegen.

Nachverdichtung

An der Feldstraße sollen drei Wohnungen statt der im Bebauungsplan festgesetzten zwei gebaut werden. Das Bauvorhaben trage zur Nachverdichtung bei. Rodde zufolge steht das Reihenhaus im Überschwemmungsgebiet. Der Nachweis der Retensionsflächen sei erbracht. Der Bauausschuss gab für diesen Neubau und einen weiteren am Lothradweg grünes Licht. Zwar bedürfe es einer Reihe von Befreiungen vom Bebauungsplan, aber dieser, erinnerte Rodde, sei schon einige Jahrzehnte alt, modernes Wohnen müsste ermöglicht werden. Ausnahmslos allen gefiel der Entwurf. "Das passt schön rein", ist sich Hans-Peter Hierl sicher.

Ja des Bürgermeisters

Anschließend gab der Bürgermeister noch bekannt, wozu er Ja gesagt habe: eine Hackschnitzelheizung samt Lager und Bunker in Pretzabruck, der Fristverlängerung zum Bau eines Bullenstalls und dem Umbau einer Werkstatt in einen Kälberstall in Sonnenried, eine Werbeanlage an der Hauptstraße 5, ein Einfamilienhaus an der Waldstraße in Traunricht, ein neuer Carport am Dammweg 4, eine Umwandlung einer Fahrschule in eine Ofenausstellung am Hammer 15 und das Überdachen eine Fahrsilos samt Nutzungsänderung als Unterstellhalle in Deiselkühn 3. Manfred Kurz interessierte noch der Zeitplan zum Bau der Naabbrücke. Nicht vor 2020/21 ist Rodde zufolge der letzte Sachstand.

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