Schwarzenfeld
10.09.2026 - 12:45 Uhr

Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln hat neuen Pfarrvikar

Von Schlicht im Landkreis Amberg-Sulzbach nach Schwarzenfeld im Landkreis Schwandorf: Pater Jimmy Joseph übernimmt eine neue Aufgabe als Pfarrvikar. Er baut auf langjährige Erfahrung und starke Deutschkenntnisse.

Vor drei Jahren konnten die Pfarrangehörigen in Schwarzenfeld und Stulln Christian Ogu als neuen Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft begrüßen. Nun, zum 1. September 2026, übernimmt er die seelsorgerische Tätigkeit von Pater Jimmy Joseph in der Pfarreiengemeinschaft Vilseck-Schlicht. Quasi in einem Tausch, was die Ortschaften anbelangt. Seit sechs Jahren hat der aus dem Bundesstaat Kerala, Indien, stammende 49-jährige Ordensangehörige der Missionare des hl. Franz von Sales die Pfarrei dort mit betreut. Nun hat ihn der Diözesanbischof nach Schwarzenfeld, ebenfalls mit Dienstantritt zum September 2026 berufen.

Jüngstes von fünf Geschwistern

Bereits bei seiner Amtseinführung anlässlich des Festgottesdienstes in der alten Pfarrkirche in Gegenwart von Weihbischof Reinhard Pappenberger und der nachfolgenden Agape hatten die Pfarrangehörigen Gelegenheit, den sympathischen Geistlichen zu begrüßen und in ersten Gesprächen näheres über Lebenslauf und Werdegang zu erfahren.

Im Dezember 1976 als jüngstes von fünf Geschwistern geboren, gehört er seit 1992 der Ordensgemeinschaft an und wurde 2004 zum Priester geweiht. Über zwölf Jahre hinweg führte ihn seine Tätigkeit vom Pfarrvikar, Pfarrer und Dekan bis hin zum Rektor eines Priesterseminars auf die Philippinen. Seine Heimat in Kerala beschreibt Pater Jimmy als sehr katholisch geprägt und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu, dass nahezu aus jeder Familie dort ein Geistlicher kommt. „Priester haben wir dort fast im Überfluss, was dazu führt, dass Mitbrüder hierher nach Deutschland und weltweit entsandt werden können“, erklärt er die aktuelle Situation.

Viel Freude an den Oberpfälzern

Auffallend beim Gespräch mit dem Neuankömmling sind seine hervorragenden Deutschkenntnisse, die er am Goethe-Institut erlernte. Seit 2017 ist er in Deutschland, zunächst war er drei Jahre in Niederbayern, anschließend kam er nach Vilseck und Schlicht. Auf seine jüngste Vergangenheit angesprochen, meint er: „Es waren sehr schöne sechs Jahre in Schlicht und es war schwer für mich loszulassen.“ Überhaupt schwärmt er vom bayerischen und speziell oberpfälzischem Menschenschlag. „Das Kennenlernen, der Umgang und das Arbeiten mit den Menschen hier in der Region, in der neuen Pfarrei, es macht mir Freude“, beschreibt Pater Jimmy seinen Neuanfang. Dabei schließt er auch die Mitbrüder vom Miesbergkloster mit ein, was er mit einem „fruchtbringendem Miteinander“ beschreibt.

Das Thema der rückläufigen Kirchenbesuche streifend fügte er an, „dass jedes Austrittschreiben angesichts unzähliger guter und wichtiger Impulse seitens der Kirche, im Herzen weh tut.“ Neue Gesichter, Namen und Funktionen sind es, die auf den Geistlichen nun zukommen. Pater Jimmy sagt, er freue sich darauf.

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