07.01.2021 - 13:48 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Auch das Pfarrleben läuft im Krisenmodus

Seit Pandemiebeginn gestaltet sich das Leben in der Pfarrgemeinde anders als gewünscht. Pfarrer Heinrich Rosner blickt zurück.

Auf dem ehemaligen Spielplatzgelände hinter der Kirche wird ein naturnaher Garten unter fachlicher Gestaltung und Begleitung entstehen.
von Manfred BäumlerProfil

Pfarrer Heinrich Rosner beleuchtete das ungewöhnliche Kirchenjahr 2020 und nannte die Pläne für das kommende Jahr. Ein Natur- und Obstgarten soll hinter der Pfarrkirche angelegt werden.

Auf Zitate von Papst Franziskus hat Pfarrer Heinrich Rosner während seiner Predigt zum Jahreswechsel Bezug genommen. „Dies ist die Zeit, um über unsere Lebensstile nachzudenken und darüber, was unsere täglichen Entscheidungen mit Konsum und Energieverbrauch betrifft“, ermahnte das Oberhaupt der katholischen Kirche in Rom in seiner Silvesterpredigt zum Umdenken. Dieses weitsichtige Vorausdenken hat auch Heinrich Rosner mit Rückblick auf das Jahr 2020 veranlasst, dahingehend zu appellieren, nicht nur über Veränderungen nachzudenken, sondern diese auch umzusetzen.

Mit kleiner Gottesdienstgemeinde

Seit Mitte März fand das Pfarrleben nur mehr im „Krisenmodus“ statt, schilderte der Pfarrherr das gemeindliche Miteinander. Von einer sich entspannenden Situation während der Sommermonate, die mit einer kleinen Gottesdienstgemeinde mit Beten und Singen getragen wurde, berichtete Rosner. In diese Jahresphase fielen die Erstkommunionen in der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln, die mit sieben Gruppen gefeiert wurden. Insgesamt über 100 Firmlinge durften sich auf ihren großen Tag mit vorausgehender Firmvorbereitung und einem „menschlich nahem“ Weihbischof Josef Graf beim festlichen Gottesdienst freuen.

Einen neuen Pfarrvikar begrüßt

Stulln

Mit einem „langen Atem bis Ostern und darüber hinaus“ blickte Heinrich Rosner in die Zukunft und nannte in diesem Zusammenhang Einschränkungen bei kleinen Gruppen in der Kommunionvorbereitung bis hin zu Teilnehmerbeschränkungen und Hygieneauflagen bei Gottesdiensten und Beerdigungen.

Ein "Landmann"

Der Wechsel des Pfarrvikars Joseph Kokkoth in eine Pfarrstelle entsprach dem persönlichen Wunsch des beliebten Geistlichen und mit Pater Justine konnte ein „Landsmann“ von Pfarrer Kokkoth Aufgaben in der Pfarrei übernehmen. Dass bedingt durch Schutzauflagen der Kontaktaustausch wie gewünscht oftmals nicht so einfach zu gestalten war, zeigte sich in diversen Zusammenkünften, die in den Vorjahren doch unkomplizierter von statten gingen. Gottesdienstvorbereitungen, Geburtstagsgespräche, aber auch Treffen im Pfarrheim – sie mussten auf ein Minimum begrenzt werden.

Im Gartenareal hinter der Pfarrkirche soll im beginnenden Jahr 2021 unter fachlicher Anleitung ein erweiterter Obst- und Naturgarten entstehen, berichtet der Pfarrer. Sponsoren hierfür können sich gerne im Pfarramt melden.

Worte des Dankes gingen an Mitarbeiter der Seelsorgeeinheit, an das Pfarrteam, die Mesner, die Sängerinnen und Sänger, die Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer und die kirchlichen Vereine, die zusammen mit den Kirchenbesuchern das geistliche Leben in der Pfarrei aufrecht erhalten. Dennoch hätten sich all jene, die im Pfarrbüro und in der Gottesdienstvorbereitung so tatkräftig mitgeholfen haben, das Jahr über und gerade zu Weihnachten und zum Jahreswechsel hin, mehr Mitfeiernde gewünscht, bemerkte Pfarrer Rosner im letzten Pfarrbrief in 2020. "Es war immer sehr großzügig Platz in der Kirche."

54 Kirchenaustritte

Rosner nannte auch einige statistische Daten. Taufen: 47 in Schwarzenfeld, 7 in Stulln; Erstkommunion: 39 Schwarzenfeld, 12 Stulln; Firmlinge: gesamt 101; Trauungen: 11 Schwarzenfeld; Sterbefälle: 62 Schwarzenfeld, 9 Stulln; Kirchenaustritte: 42 Schwarzenfeld, 12 Stulln.

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