Hans Holler, der im letzten Jahr neu gewählte Präsident des Fischereiverbandes Oberpfalz, freute sich, dass zur Jahreshauptversammlung geballtes Fachwissen nach Schwarzenfeld gekommen war: Land- und Bezirksrat Thomas Ebeling als neuer Fisch- und Umweltreferent des Bezirkstages, der Präsident des Landesfischereiverbandes, Professor Albert Göttle und der Vizepräsident des Landesfischeiverbandes der Berufsfischer, Alfred Stier.
Thomas Ebeling betonte, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit dem Fischereiverband freue. Dritter Bürgermeister Gerhard Peter verwies auf die Tradition der Teichwirtschaft in Schwarzenfeld. Zudem seien Schwarzach und Naab wichtige Fischlieferanten. Selbst das Schwarzenfelder Ortswappen ziere ein Fisch. Peter appellierte daran, regionalen Fisch auch als typisches Produkt der Oberpfalz zu vermarkten.
Positiver Eindruck
Hans Holler, der Präsident des Landesfischereiverbandes, berichtete vom runden Tisch diverser Verbände in Sachen Artenschutz, der aus dem Volksbegehren hervorgegangen sei. Er, Holler, nehme als Vertreter der Fischerei teil. Die bisherigen Treffen seien sehr positiv und harmonisch verlaufen. Holler ist optimistisch, dass man zu einem Ergebnis komme, mit dem alle Beteiligten leben können und das dem Artenschutz gerecht werde. Der Präsident gab dann einen Rückblick auf das erste Jahr seiner Amtszeit. Er skizzierte die Aufgaben des Verbandes, angefangen von der Öffentlichkeitsarbeit, die auf die Bedeutung der heimischen Gewässer abziele, über die Unterstützung und Beratung der Behörden in Fragen der Fischerei bis hin zur Zusammenarbeit mit dem Verband nahe stehenden Organisationen, wie der Jagd. Der Fischereiverband setzte sich für eine fundierte Fischereiausbildung ein, bot Lehrgänge und Workshops an und engagiere sich in der Nachwuchsarbeit.
Als Lebensraum erhalten
Über allem stehe die Hege der Fischbestände sowie die Sicherung standortgerechter Lebensgemeinschaften an einem möglichst naturnahen Zustand. Angler seien bestrebt, die Gewässer als Lebensraum zu erhalten. Dabei ist es ihnen wichtig, zu vermitteln, dass Naturschutz nicht an der Wasseroberfläche aufhört, sondern auch das "darunter" einschließe. Der Fischereiverband setze sich für den Biotop- und Artenschutz ein, auch dann, wenn es nicht direkt um die fischereiliche Bewirtschaftung gehe. Holler nannte als Beispiel hierfür die Unterstützung des Volksbegehrens Artenvielfalt.
Der Fischereiverband Oberpfalz zählt 18 684 Mitglieder. Der Verband formulierte seine Ziele, die neben Beratung der Mitglieder und der Zusammenarbeit mit den der Fischerei nahe stehenden Organisationen der Land- und Forstwirtschaft, des Natur-, Jagd- und Wildschutzes auch die ökologische Verbesserung der Fischgewässer beinhalte.
Stets im Auge hat man den Erwerb und die Verpachtung von geeigneten Fischwassern, die Renaturierung ausgebauter Gewässer und die Schaffung von Fischwanderhilfen.













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