01.10.2020 - 12:33 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Schwarzenfeld: Breitensport läuft wieder an

Der Breitensport in Schwarzenfeld läuft wieder an, auch das Hallenbad kann bald öffnen. Mit mehr Zuschüssen kann der 1. FC Schwarzenfeld aktuell aber nicht rechnen, kündigt Bürgermeister Peter Neumeier im Marktrat an.

Das Hallenbad in Schwarzenfeld soll, wenn mit dem Hygienekonzept alles klappt, bald öffnen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Mit dem Lock-Down im März kam der Breitensport zum Erliegen. Welche Hürden zu überwinden waren, die Sportstätten in der Marktgemeinde unter Corona-Bedingungen wieder nutzbar zu machen, erläuterte Bürgermeister Peter Neumeier in der Marktratssitzung am Montag.

"Seit einigen Wochen ist wieder annähernd normaler Sportbetrieb in unseren Hallen möglich", sagte Neumeier. Dazu waren angepasste Hygienekonzepte zu erarbeiten, die mit den Vereinen abgestimmt wurden. "Da geht es um Lüftungsintervalle, Anzahl der Personen pro Umkleide und in der Halle, Wegeführung, Desinfektionspläne und weitere Details", erläuterte der Bürgermeister. In den Belegungsplänen sei noch etwas Luft, "wir hoffen, allen Ansprüchen unserer Sportgruppen gerecht werden zu können." "Einige Kröten" seien zu schlucken gewesen, sagte Neumeier: Im Punktspielbetrieb wird es beispielsweise keine Zuschauer geben.

Freigabe steht noch aus

"Einige Leute haben schon gefragt, wann das Hallenbad aufmacht", so Neumeier. Er hatte eine gute Nachricht: Zwar stehe die Freigabe des angefertigten Hygienekonzepts durch das Gesundheitsamt noch aus. "Wir rechnen bis Ende der Woche mit der Freigabe und spätestens ab 12. Oktober mit dem Badebetrieb." Wie die Regelungen dann genau sein werden, wird rechtzeitig über die Medien bekannt gegeben.

Vorerst in der Warteschleife ist ein Antrag der CSU-Fraktion, den FC Schwarzenfeld mit 50000 Euro zusätzlichem Zuschuss zu unterstützen. Der Verein erhält einen Unterhaltskostenzuschuss für die Sportanlagen von jährlich 10000 Euro. Das Geld sei kürzlich überwiesen worden, so Neumeier. "Im Haushalt 2020 sind keine Zuschüsse in der beantragten Höhe von 50000 Euro eingeplant", sagte der Bürgermeister. Er verwies darauf, dass es "wünschenswert wäre", wenn Unterstützung für "konkret anstehende Maßnahmen" beantragt würde. Dann könne der Marktrat darüber entscheiden. "Pauschale Zuschüsse lassen sich gegenüber der Rechnungsprüfung nur schwer rechtfertigen", so Neumeier. In Sachen Sport hätten er und die Verwaltung sich in den vergangenen Wochen darauf konzentriert, den Betrieb wieder einigermaßen möglich zu machen. Er wolle sich aber bald mit dem Vorstand des FC Schwarzenfeld zusammensetzen, sagte Neumeier, "um die Hintergründe und tatsächliche Schwere der Finanznot des FC zu erörtern." Über das Ergebnis werde dann im Marktrat zu reden sein.

Kontrollen an den Seen

Chaotische Verhältnisse an den Badeseen wie im Sommer sollen sich nicht wiederholen. Deshalb soll die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld soll Mitglied im "Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz" (ZKVO) werden. Das beschloss der Marktrat am Montag einstimmig. Große Teile des Murner- und des Brücklsees liegen auf Schwarzenfelder Hoheitsgebiet, dazu kommen Badeplätze wie am Grünen See. Zweite Bürgermeisterin Gabi Wittleben hatte im Sommer die Aufgabe übernommen, mit den Kollegen aus Wackersdorf und Steinberg am See die Lage in den Griff zu bekommen. Wie berichtet, waren Zufahrten und Rettungswege zugeparkt. "Da kam kein Krankenwagen mehr durch", sagte Wittleben. "Da war die Hölle los", ergänzte Neumeier. Die Polizei alleine könne da "nicht den ganzen Tag Knöllchen schreiben", auch das Ordnungsamt sei mit der Aufgabe überfordert. Der ZKVO könne da helfen.

CSU-Sprecher Wolfgang Prebeck befürwortete grundsätzlich den Beitritt, die Kontrollen am See seien dringend nötig. Ansonsten müsse sich der Markt genau überlegen, "wo wir kontrollieren wollen". Hans-Peter Hierl (ÜPW) ist zwar für Kontrollen an den Seen, forderte aber, die Kontrolle des fließenden Verkehrs - also Geschwindigkeitskontrollen - weiter der Polizei zu überlassen. Grundsätzlich könne der ZKVO ruhenden und fließenden Verkehr überwachen sowie Aufgaben des Ordnungsamts übernehmen, sagte Neumeier. "Das Wegelagern fangen wir nicht an", versprach er. Nach dem Beitritt werde man in einem zweiten Schritt festlegen, welche Aufgaben der ZKVO genau übernehmen soll. "Dazu müssen wir den Zweckverband beauftragen", sagte Neumeier. "Ich kann mir aber schon vorstellen, dass wir die Kontrollen auch im Ortsbereich in Bereichen nutzen, wo kreuz und quer geparkt wird". Das sei aber Zukunftsmusik und werde im Gremium beschlossen. Jetzt gehe es darum, Mitglied zu werden und die Kollegen in Wackersdorf "nicht im Regen stehen zu lassen." Es könne nicht sein, dass auf Wackersdorfer Seite kontrolliert werde und auf Schwarzenfelder Seite nicht, sagte Neumeier.

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