Der Neujahrsempfang des Marktes Schwarzenfeld, der heuer aus besonderem Anlass vom Januar in den Februar verschoben worden war, erfreute sich großer Resonanz. Zahlreiche geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik, Vereinen und öffentlichem Leben waren der Einladung in den großen Sitzungssaal des Rathauses gefolgt. Hintergrund der Terminverschiebung war der überraschende Tod von Marktrat Georg Greger Mitte Januar.
Positive Bilanz
Bürgermeister Peter Neumeier nutzte den festlichen Rahmen für einen umfassenden Rückblick auf das vergangene Jahr und einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben. „Hinter uns liegt ein Jahr voller Freude und toller Momente, aber auch der Weichenstellungen“, sagte Neumeier und betonte: „Es läuft gut in Schwarzenfeld.“ Zu den sichtbaren Erfolgen zählte er unter anderem das Richtfest der Turn- und Schwimmhalle, den nahezu abgeschlossenen Bau des Hochbehälters sowie Fortschritte bei der Atemschutzwerkstatt. Auch der Brückenbau über die Naab habe nicht nur die Infrastruktur verbessert, sondern mit dem Brückenfest ein starkes Gemeinschaftsgefühl erzeugt.
„Familienfreundliche Kommune"
Besonders hob der Bürgermeister die Auszeichnung Schwarzenfelds als „Familienfreundliche Kommune in Gold“ hervor, die er als gemeinschaftliche Leistung verstand: „Das ist zu großen Teilen der Verdienst von uns allen, die wir heute hier sind.“ Trotz der anstehenden Kommunalwahlen und großer Aufgaben in Bereichen wie Breitband, Wasserversorgung und Städtebau zeigte sich Neumeier zuversichtlich: „Schwarzenfeld kann optimistisch nach vorn schauen. Wir sind gerüstet!“
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends folgte zum Abschluss: Erstmals seit 1997 wurde wieder die Verdienstmedaille des Marktes Schwarzenfeld verliehen. Die Auszeichnung ging an das Duo "Geschwister Winterer", Marita Lobenhofer (Gesang, Gitarre) und Helga Kasparides (Gesang), die seit mehr als fünf Jahrzehnten als Volksmusikantinnen weit über die Region hinaus bekannt sind.
Musikalische Botschafterinnen
In seiner ausführlichen Laudatio zeichnete Marktrat Manfred Bäumler den musikalischen Lebensweg der beiden nach. „Kaum eine andere Gesangsgruppe hat den Namen Schwarzenfeld, aber auch die Oberpfalz, so eindrucksvoll als musikalische Botschafterinnen hinausgetragen wie ihr“, sagte er. Was in den 1970er-Jahren mit dem Vater Franz Winterer begonnen habe, sei über Jahrzehnte hinweg zu einer festen Größe der Volksmusik geworden – mit Auftritten bis zum Tegernsee, nach Österreich, im Rundfunk, im Fernsehen und sogar im Münchner Circus Krone.
Bäumler erinnerte auch an das gesellschaftliche Engagement der Schwestern, etwa während der Anti-WAA-Bewegung, als sie mit Liedern und Couplets Haltung zeigten. Für Schwarzenfeld sei handgemachte Volksmusik ohne die Geschwister Winterer „geradezu undenkbar“. Ihr Wirken reiche von großen Sänger- und Musikantentreffen bis hin zu stillen Momenten bei Gottesdiensten oder Maiandachten.
Langanhaltender Applaus
Zusammenfassend brachte es der Laudator auf den Punkt: „Ihr zwoa, ihr seids a Stückl Hoamat, a Stückl Tradition.“ Der Marktgemeinderat hatte die Verleihung der Goldenen Verdienstmedaille einstimmig beschlossen. Langanhaltender Applaus der Gäste machte deutlich, dass diese Ehrung breite Zustimmung fand.
Die Geschwister Winterer, verstärkte durch Anton Reiger mit seinem Akkordeon, bedankten sich mit zwei musikalischen Liebeserklärungen an den Ort und seine Bewohner.





















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