25.11.2020 - 13:57 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Schwarzenfelder Bahnübergang: Brücke oder Tunnel als Lösung?

Der Schwarzenfelder Bahnhof gerät bei der Marktratssitzung in den Blick des Gremiums. Es zeigt sich: Dort liegt noch einiges im Argen. Aber mit Hilfe „von oben“ scheint sich etwas zu bewegen.

Was die Barrierefreiheit des Bahnhofs anbelangt, so ist momentan durch die Bahn lediglich geplant, einen schienengleichen, aber barrierefreien Weg zu schaffen. Der Markt Schwarzenfeld hat hier Einwände, auch was den Bahnübergang als solchen anbelangt.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Nach einer Videokonferenz mit der DB Bahn und dem Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier schickte Bürgermeister Peter Neumeier "ein großes Dankeschön" an die Adresse des Politikers, wie er dem Marktrat berichtete. Themen der Besprechung waren die anstehende Elektrifizierung der Bahnstrecke, der damit verbundene Lärmschutz, die Barrierefreiheit des Bahnhofs, der Bahnübergang und die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

"Beim Lärmschutz gab es keinen besonderen Gesprächsbedarf," versicherte Neumeier, "alle Anwesen an der Bahn werden bestmöglich nach neuestem Standard geschützt". Was die Barrierefreiheit des Bahnhofs anbelangt, sei aktuell lediglich geplant, einen schienengleichen, aber barrierefreien Weg zu schaffen.

"Das ist keine Lösung"

"Zum Bahnübergang habe ich klar zum Ausdruck gebracht, dass der Markt Schwarzenfeld einen schienengleichen Bahnübergang, wie er momentan geplant ist, nicht akzeptieren wird," so der Bürgermeister. Aktuell werde die Thematik durch den "Eisenbahnbetriebsleiter" geprüft. "Bei dieser Prüfung kann, muss aber nicht herauskommen, dass der schienengleiche Überweg keine adäquate Lösung darstellt." Sollte es dennoch so kommen, seien bereits weitere Gespräche vereinbart.

Einer Über- oder Unterführungslösung stehe laut Neumeier prinzipiell nichts entgegen, "zu klären ist nur, ob die Bahn das Thema in eigener Verantwortung, weil für ihren Betrieb notwendig löst, oder ob Freistaat, Bund und Kommune das Thema lösen müssen". Kosten entstünden für den Markt Schwarzenfeld dank der Novelle des Eisenbahnkreuzungsgesetzes in keinem der geschilderten Fälle. "Ich bleibe dran", versicherte der Bürgermeister, "denn wir müssen den öffentlichen Druck aufrecht erhalten, um den schienengleichen Übergang wegzukriegen".

Überfüllt am Morgen

Bei der Gelegenheit der Konferenz wurde laut dem Bürgermeister auch "die aktuell kaum tragbare Situation der Schülerbeförderung" angesprochen. Denn am Morgen seien sowohl der Zug wie auch der Bahnsteig überfüllt: "Wir hoffen hier auf eine Reaktion seitens der Bayerischen Eisenbahngesellschaft."

Angesprochen wurde in der Marktratssitzung auch der Sachstand zum Thema Parkour-Anlage. "Nach einer langen Pause kann es auch auf dieser Baustelle weitergehen," betonte Neumeier. Zwischenzeitlich sei der Förderbescheid im Rathaus eingegangen und nun sei eine Videokonferenz mit den Mitgliedern des Jugendbeirats, der Schule, der beteiligten Vereine sowie dem Bauamt und dem beauftragten Ingenieurbüro angesetzt. Dabei soll der Bedarf mit den aktuellen Planungen abgestimmt werden. "Zusätzlich," so Neumeier, "soll durch die Anlage auch die Chance ergriffen werden, die Situation auf dem Busparkplatz zu verbessern". Wann die Ausschreibung oder der Bau beginnen kann, kläre sich demnächst.

Zeit der beiden Schandflecke am Rand des Zentrums ist gezählt

Schwarzenfeld

Was den Neubau der Atemschutzwerkstatt anbelangt, so liegt aktuell die Entwurfsplanung zur Freigabe vor. Die Erschließung, also die Verlängerung der Hertzstraße, sei fertig gebaut.

"Vielversprechende Gespräche"

"Vielversprechende Gespräche" habe es gegeben oder gebe es noch bei der Suche nach einem Schwerbehindertenbeauftragten und einem Familienbeauftragten. "Für den Schwerbehindertenbeauftragten habe ich bereits die feste Zusage," freute sich der Bürgermeister. Eine detaillierte Information und die Gelegenheit zur Vorstellung folge in einer der nächsten Sitzungen.

Für eine ausgeschriebene Stelle im Bauamt erreichten das Rathaus über 25 Bewerbungen, die Zusage dafür erfolgte bereits. "Wir gehen von einem ersten Arbeitstag im Januar aus." Für die Stelle Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit gingen über 50 Bewerbungen ein. Die Vorstellungsgespräche stehen noch aus. "Mit der Resonanz auf die Ausschreibungen sind wir sehr zufrieden," so Neumeier.

Keine Bürgerversammlung

Er gab auch das Ergebnis einer interfraktionellen Besprechung wieder. Die Fraktionen einigten sich bezüglich der anstehenden Veranstaltungen wie folgt: Der Volkstrauertag fand ohne Musik und Vereine zwischen den Gottesdiensten statt. Die Weihnachtsfeier des Marktgemeinderats entfällt heuer; der Neujahrsempfang soll gegebenenfalls erst später im Jahr 2021 unter anderem Titel stattfinden. Und, ganz wichtig: In diesem Jahr wird es keine Bürgerversammlung geben.

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