30.09.2020 - 18:56 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Schwarzenfelder Milchwerke wollen klimaneutral wirtschaften

Der bayerische Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber pflanzt auf dem Gelände der Milchwerke symbolisch einen Baum. Anlass ist das Bemühen des Betriebs, nachhaltig und ökologisch zu wirtschaften und zu wirken.

Mit dem Besuch des bayerischen Staatsministers für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber (rechts) wird das nachhaltige Engagement der Privatmolkerei Bechtel geehrt. Symbolisch wird am Firmensitz, im Rahmen der Kooperation mit „Plant-for-the-Planet“, ein Baum gepflanzt: Eine Duftesche (Bienenbaum), die zusätzlich als Futterquelle für die betriebseigenen Bienenvölker dienen wird.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

(td) Der Minister war nicht das erste Mal in Schwarzenfeld, wie sich an der freundschaftlichen Begrüßung durch Bürgermeister Peter Neumeier und seiner Stellvertreterin Gabi Wittleben zeigte, die dem Parteifreund der Freien Wähler die Aufwartung machten. Bereits im Januar hatte die Landtagsfraktion der Freien Wähler im Schloss ihre viertägige Winter-Klausurtagung veranstaltet, was auch dem Kennenlernen mit den Aktiven vor Ort förderlich war.

René Guhl, dem Geschäftsführer der Naabtaler Milchwerke GmbH & Co. KG Privatmolkerei Bechtel, war es sichtlich eine Freude, den Gast aus München willkommen heißen zu können. Komplettiert wurde die Runde durch hochrangige Firmenvertreter und zwei weitgereiste Fachleute: Leon Halfmann repräsentierte das "Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung", das mit den Milchwerken eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung durchführte; und Frithjof Finkbeiner vertrat die Stiftung "Plant for the Planet", die für das Schwarzenfelder Unternehmen in Mexiko Mahagoni-Bäume pflanzt - als CO2-Ausgleich sozusagen.

Minister Glauber wies bei seiner kleinen Ansprache auf den Entwurf für das Klimaschutzgesetz hin, das der Landtag verabschieden soll. Gleichzeitig warnte er: "Das Gesetz allein wird das Klima nicht verändern, sondern wir müssen mit Hirn und Herz Klimaschutz leben." Sein Stichwort "Anpacken" galt in diesem Fall nicht nur auf das politische und ökologische Handeln bezogen, sondern auch ganz praktisch. Am Ende der Reden gingen die Gäste auf das Werksgelände, wo unweit des firmeneigenen Bienenhauses eine bereits recht große Duftesche platziert war, die nun symbolisch eingepflanzt wurde.

René Guhl hatte vorab darauf hingewiesen, dass die Privatmolkerei Bechtel das Thema Nachhaltigkeit in seiner Unternehmensstrategie verankert habe: "In diesem Jahr konnte ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht werden: Die Käsesparte der Privatmolkerei Bechtel wirtschaftet klimaneutral."

Wie Guhl erläuterte, habe der Betrieb bereits eine erfolgreiche Zertifizierung des Energiemanagements und des Umweltmanagements erreicht; seit 2015 würden jährlich Nachhaltigkeitsberichte veröffentlicht. Dazu kommt ein strategisches Nachhaltigkeits-Management-System nach ZNU-Standard ("Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung") der Universität Witten-Herdecke. "Im Jahre 2019 wurde die Klimaneutralität als strategisches Ziel definiert," so Guhl.

Die Privatmolkerei Bechtel nehme als Mitglied des "Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung" an der Initiative "ZNU goes Zero" teil - in der sich alle Mitgliedsunternehmen verpflichten, bis spätestens 2022 klimaneutral zu wirtschaften. "Die Privatmolkerei Bechtel wird dieses strategische Ziel für den gesamten Produktionsstandort Schwarzenfeld bis zum Jahre 2021 erfolgreich umsetzen," versprach der Geschäftsführer. Dabei habe sich das Unternehmen bei den Kompensationsprojekten für die Kinder- und Jugendinitiative "Plant-for-the-Planet Foundation" entschieden. Die Organisation hat die Absicht, Wälder zu schützen und neue Bäume zu pflanzen, da diese optimal zur Bindung von Treibhausgas sind. Durch die Pflanzung von 1000 Milliarden Bäumen soll CO2 gebunden und die Menschen motiviert werden, sich für das Klima zu engagieren.

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