28.02.2021 - 12:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Schwarzenfelder Räte haben Weberei, Bahnhof und Miesbergallee im Blick

Der Marktrat Schwarzenfeld will bei der Gestaltung des Ortskerns weiterkommen. Ein Schritt dazu ist eine Satzung, die das künftige Sanierungsgebiet festlegt.

Das Gelände der ehemaligen Weberei Birnbaum an der Viktor-Koch-Straße liegt nun auch im Sanierungsgebiet. Die Marktgemeinde hofft, für eine Neugestaltung Zuschüsse von der Städtebauförderung zu bekommen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Nabburger Straße, der Platz am Kreuz und die Amberger Straße sind erneuert, trotzdem bleibt bei der Ortskernsanierung einiges zu tun. Um hier weiter zu kommen, erweiterte der Marktrat am Montag per Satzung das sogenannte städtebauliche Sanierungsgebiet. Den Hintergrund erläuterte Bürgermeister Peter Neumeier.

Grundlage für die weiteren Maßnahmen sind die Ziele, die sich der Markt im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept im Jahr 2018 gegeben hat. Als besonders wichtige Areale wurden die Miesbergallee, das Areal um den Bahnhof und das Gelände der ehemaligen Weberei Birnbaum an der Viktor-Koch-Straße ausgemacht. Nur: Alle drei Bereich gehörten bislang nicht zum förmlichen Sanierungsgebiet. Das ist aber nötig, um in den Genuss von Zuschüssen aus dem Städtebauförderungsprogramm zu kommen.

Für die nötige Erweiterung habe die Regierung der Oberpfalz das vereinfachte Verfahren vorgeschlagen, erläuterte Neumeier. Das grundlegende Problem sei ja für viele Bereiche gleich geblieben. Allerdings sei der Markt angehalten, bei einer Erweiterung andere Gebiete aus dem Bereich herauszunehmen. Das soll mit der Nabburger Straße geschehen. "Die ist fertig saniert", sagte Neumeier. Weil das Areal der Brauerei Bauer noch sanierungsbedürftig sei, solle nicht der gesamte Ortskern herausgenommen werden. Neumeier schlug vor, den Bereich zwischen Bahnhofs- und Viktor-Koch-Straße bis zur Richard-Wagner-Straße beziehungsweise bis zum Bahngleis neu aufzunehmen. "Die Straßen warten darauf, dass wir was machen." Das sei zwar ein Fernziel, aber Vorbereitungen seien zu treffen. Eine sanierungsrechtliche Genehmigungspflicht soll es nicht geben.

Manfred Bäumler (ÜPW) fragte nach Gründen, warum der Bereich östlich der Hauptstraße – also rund um die Kirchstraße – nicht mit aufgenommen werde. Bislang konzentriere sich die Sanierungsabsicht auf Hauptverkehrsachsen, sagte Neumeier, das solle so bleiben. Sonst müsse die Satzung komplett neu aufgelegt werden. Der Markt müsse sich vornehmen, die Erweiterung nach dem Baugesetzbuch förmlich zu untersuchen. "Wir müssen unser Sanierungsthema fortschreiben", sagte Neumeier. Wichtig sei jetzt, die Erweiterung festzuschreiben, um in die Förderkulisse zu kommen - auch wegen der geplanten Vorhaben bei der alten Weberei und an der Bahnhofsgaststätte. Vertan sei damit nichts, sagte Neumeier. Der Marktrat billigte die Satzung einstimmig.

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