15.10.2019 - 11:38 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Schwarzenfelder Schäferhunde vor Jury

Beim Stopp zwischen den Runden vor Zuchtrichter Christian Lang versuchen die Hundeführer am anderen Ende der Leine, den Vierbeiner von der besten Seite zu zeigen. Denn je besser die Bewertung, desto höher dotiert wird der Hund.

Zuchtrichter Christian Lang, Schirmherr Manfred Rodde, Vereinsvorstand Franz Gulz sowie die Zuchtwarte aus Schwandorf und Schwarzenfeld, René Georgi und Ulrich Helgert (von links) zeichneten bei der Siegerehrung der Gebrauchshundeklasse „Rüden“ die drei schönsten Vierbeiner ihrer Klasse aus.
von Siegmund KochherrProfil

Kürzlich trafen sich beim Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Schwarzenfeld, rund 60 Hundeführer mit ihren Vierbeinern, um sich in einer Misswahl für Fellnasen zu messen: Auf dem Vereinsgelände am Tegelweiher wurde wieder der schönste Schäferhund gesucht. Mit diesem Turnier feierte die Ortsgruppe Schwarzenfeld den Höhepunkt ihres 70. Jubiläums.

Haariges Casting

Zu bestaunen gab es Vierbeiner unterschiedlicher Alters- und Fellklassen, fein herausgeputzt zum Casting. Neben dem Aussehen und Körperbau wird bei einer Zuchtschau auch die Ausstrahlung und Vitalität der Schäferhunde bewertet. Mit allerlei Pfiffen, Rufen und Tröten versuchen die Hundehalter ihren Hund auf sich aufmerksam zu machen, während dieser sich bei seinen Runden im Ring von der besten Seite zeigt. Immer wieder muss Halt gemacht werden vor Zuchtrichter Christian Lang. Während vom Hundeführer in letzter Sekunde noch eine Hundepfote zurechtgerückt wird, stellen die Hunde die Ohren aufmerksam auf und der wache Blick der Vierbeiner sucht die Zuschauerreihen nach dem Herrchen oder Frauchen ab. Denn während der Hund mit Suchen beschäftigt ist, hat der Hundeführer am anderen Ende der Leine Zeit, den Hund auszurichten, damit seine Proportionen bestmöglich zur Geltung kommen. Je besser die Bewertung, die Zuchtrichter Christian Lang vergibt, desto höher dotiert und desto wertvoller wird der Hund für die Zucht. Auch drei Schwarzenfelder Hundeführer stellten ihre Tiere aus und waren mit den Ergebnissen sehr glücklich. Die übrigen Aussteller zeigten sich zufrieden und bekräftigten, gerne wieder nach Schwarzenfeld zu kommen.

Schwarzenfelds Bürgermeister und Schirmherr Manfred Rodde lobte die Veranstaltung bei der Siegerehrung als „große Bereicherung für Schwarzenfeld“. Seine Einschätzung machte der Rathauschef vor allem an der hohen Besucherzahl fest. Denn nicht nur Aussteller und Hundeliebhaber waren zur Schau gekommen, es tummelten sich auch viele Zaungäste aus Schwarzenfeld und Umgebung auf dem Platz. Der Kommunalpolitiker lobte auch den Einsatz der Vereinsmitglieder, ohne deren großen Zusammenhalt eine solche Veranstaltung nicht denkbar wäre, da zur Organisation und Durchführung viele helfende Hände vonnöten seien. Finanzielle Unterstützung bekam der Verein von vielen Unternehmen aus Schwarzenfeld und Umgebung, die im Schaukatalog inserierten. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl würdigte die Arbeit der Ortsgruppe Schwarzenfeld bereits beim Gemeinschaftsabend am Vortag. Kimmerl, selbst Hundefreund und über lange Jahre Hundehalter, erinnerte an den Beitrag, den die Schwarzenfelder Hundeführer leisten, um Kindern und Jugendlichen die Arbeit und den Spaß mit Hunden näher zu bringen.

Die vier schönsten Schäferhunde

Zum schönsten Schäferhunderüden in der Gebrauchshundeklasse wurde „Thiago von der Piste Trophe“ von Eigentümer Erich Bösl mit der Bewertung „V1“ gekürt. Auf Platz zwei landete „Kingsley vom Elbe-Saale-Winkel“ (Bewertung „V2“, Eigentümerin Annett Stein) vor „Hutch von der Piste Trophe“ mit der Bewertung „V3“ von Renate Breu. Bei den Hündinnen hatte „Ulme del Rione Antico“ („V1“) von Salvatore Caniello die Nase vorn. „Aida von der Ostfriesischen Thingstätte“ („V2“, Jonas Bauer) und „Nicki von der kleinen Ranch“ („V3“, Jürgen Schwarz) folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Ergebnisse:

In den weiteren Klassen waren die Ergebnisse wie folgt:

- Junghundeklasse Rüden: „Hammer d’Ulmental“ („SG1“, Klaus Sievera), „Ocean von der Piste Trophe“ („SG2“, Kerstin Weigl), „Xalon vom Deutschen Eck“ („SG3“, Siegbert Aulbach)

- Junghundeklasse Hündinnen: „Mira d’Ulmental“ („SG1“, Daniele Francioni und Bianca Salvatore), “Ussi aus der Brunnenstraße” (“SG2”, Annett Stein), „Jody von der Wacholderweide“ („SG3“, Wenzl Höpfl)

- Jugendklasse Rüden: „Wasco vom Markt Wernberg“ („SG1“, Herbert Schindler)

- Jugendklasse Hündinnen: „Salma von der Piste Trophe“ („SG1“, Ivan Hajek), „Salve von der Piste Trophe („SG2, Erich Bösl), „Cindy van de Herderfarm“ („SG3“, Bernhard Prem)

- Nachwuchsklasse Hündinnen (9 bis 12 Monate): „Quaxi vom Team Gleixenhof“ („VV1“, Klemens Fruth), „Cindy von der Buchecke“ („VV2“, Franz Buchecker)

- Veteranenklasse Hündinnen: „Tilly von der Piste Trophe“ (Renate Breu)

- Langstockhaar Nachwuchsklasse Hündinnen: „Flocki vom Stieglerhof“ („VV1“, Werner Hörl)

- Langstockhaar Gebrauchshundeklasse Rüden: „Vulkano vom Gebenbacher Land“ („V1“, Dominik Vettel), „Henry von der Piste Trophe“ („V2“, Markus Gradl und Tanja Hensel)

- Langstockhaar Gebrauchshundeklasse Hündinnen: „Yuri vom Lastal“ („V1“, Monika Reif), „Korea del Camino Duro“ („V2“, Doris Neubauer)

- Langstockhaar Junghundeklasse Hündinnen: „Debbie vom Lastal“ („SG1“, Bernhard Prem)

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