Die Laienschauspieler der Miesbergbühne Schwarzenfeld liefern in ihrer diesjährigen Vorstellung mit dem Stück „Funny Money“ wieder ab und sorgen für einen gefüllten Saal des Restaurants Miesberg. Was vor neun Jahren mit einem ehrgeizigen Team um Regisseur Helmut Lindner mit einer überschaubaren Truppe angefangen hatte, entwickelte sich in den Jahren zu einem sehenswerten Beitrag ländlich geprägter Laienspielszene. „Gut drei Stunden beste Unterhaltung“, versprach Helmut Lindner vor Beginn der Aufführung und sollte Recht behalten.
Worum geht es in dem aktuellen Stück? Nach einer Verwechslung seines Aktenkoffers am Bahnhof, gefüllt mit einer Schinkenremouladensemmel und einem Adressbuch, muss Herbert Fuchs (Thomas Deiminger) feststellen, dass sich in seinem „neuen“ Koffer eine Geldsumme von 1,6 Millionen Euro befindet. Was tun damit? Ein Flug in die Südsee, nach Barcelona oder gleich ganz Bali an seine Christa (Doris Graf-Eichinger) verschenken? Diese zeigt für die Urlaubswünsche ihres Gatten allerdings wenig Interesse. Nahezu außer Kontrolle gerät das ganze Geschehen, als in der Naab bei Schwandorf eine Leiche mit Gewichten an den Beinen und zwei Einschusslöchern im Kopf gefunden wird und das mit dem Schinkensemmelkoffer und dem Adressbuch von Herbert Fuchs. Kommissarin Gundula Grün (Juliane Burda) und Kommissar Stefan Nagel (Peter Altmann) wollen den Fall aufklären. Hinzu kommt, dass das verwandte Ehepaar Barbara und Michael Lang (Susi Ernst und Helmut Lindner) in das gesamte Verwechslungsszenario verwickelt wird. Mit der unaufhaltsam und unverzüglich geplanten Fahrt zum Flughafen mit Taxifahrerin Heike (Monika Graf) sollte das Leben in Saus und Braus gemäß dem Motto „E viva España“ seinen Lauf nehmen. Klar, dass alles anders kommt.
Das Publikum hatte sichtlich Spaß: Eine Pointe folgte der nächsten, die Darsteller sorgten für Lachsalven während der gesamten Aufführung. Dabei wirkten so manche „Texthänger“, die von Souffleuse Sieglinde Müller sofort bereinigt wurden, gar erheiternd und wurden sogar mit Beifall quittiert. Zusammenfassend hat es das gesamte Team, das inzwischen aus 14 Personen auf und hinter der Bühne besteht, wieder einmal geschafft, den Alltag für die Menschen einige Stunden zu unterbrechen. Eine letzte Aufführung gibt es am 30. Januar um 19 Uhr.














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