Schwarzenfeld
23.10.2019 - 14:33 Uhr

ÜPW mit Neumeier in den Wahlkampf

Die Schwarzenfelder ÜPW hat die Katze aus dem Sack gelassen: Peter Neumeier wird im März für die Freien als Bürgermeister-Kandidat antreten. Er habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, versicherte der 36-Jährige.

Bernhard Stangl (Mitte) bleibt Vorsitzender der Schwarzenfelder ÜPW. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Gabi Wittleben (Fünfte von rechts) und Peter Neumeier (Dritter von rechts), hier zusammen mit den weiteren Vorstandsmitgliedern. Bild: Thomas Dobler
Bernhard Stangl (Mitte) bleibt Vorsitzender der Schwarzenfelder ÜPW. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Gabi Wittleben (Fünfte von rechts) und Peter Neumeier (Dritter von rechts), hier zusammen mit den weiteren Vorstandsmitgliedern.

Bei der letzten Kommunalwahl gelang dem damaligen Politneuling fast die Sensation, den amtierenden Bürgermeister zu schlagen. 69 Stimmen Differenz zählten die Wahlhelfer am Ende, was sehr knapp war. Dass er 2014 auf Anhieb ins Rathaus gewählt würde, damit hatte Neumeier sowieso nicht gerechnet. Diesmal stehen seine Chancen aber besser, denn CSU-Bürgermeister Manfred Rodde tritt aus Altersgründen nicht mehr an.

Teamleiter bei Siemens

Peter Neumeier (36) tritt für die Freien Wähler in Schwarzenfeld als Bürgermeister-Kandidat an. Bild: Thomas Dobler
Peter Neumeier (36) tritt für die Freien Wähler in Schwarzenfeld als Bürgermeister-Kandidat an.

Den Entschluss, noch einmal zu kandidieren, fällte der Teamleiter der Siemens AG Nürnberg nach intensiven Gesprächen, auch mit seiner Frau Lisa. Sie wurde bei der Versammlung von ihrem Mann mit einem Strauß Blumen und einem Küsschen beschenkt. Nach dem letzten Wahlergebnis habe sich die ÜPW gemeinsam mit den anderen freien Gruppierungen - aber auch den anderen Parteien - um Mehrheiten bemüht, sagte Neumeier in seiner Nominierungsrede bei der Jahreshauptversammlung der ÜPW im Sportpark. "Wir haben Themen gesetzt. Manche mehrmals. Einige sogar oft. Am Ende kam es immer wieder zu guten Beschlüssen, um die wir sehr gerungen hatten. "

So hätten die Freien "fast jedes Spiel gewonnen; vielleicht nicht alle, aber viele wichtige Themen wurden angegangen" . Gelernt habe er aber in den vergangenen fünfeinhalb Jahren folgendes: "Nur mitspielen ist nicht genug. Wenn man etwas bewegen will, dann reicht es nicht, die Themen nur zu setzen, man muss sie auch umsetzen!" Denn an der Umsetzung der Themen mangele es leider noch immer. "Ich sage nur: Baugebiet - Leerstandmanagement - Gebäudeabbrüche - Grundstücksverkäufe."

Nach einem Blick auf die "Megatends" der nächsten Jahre (Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität und ähnliche mehr) forderte Neumeier: "Wir müssen uns diese Entwicklungen mit wachen Augen ansehen und dürfen uns nicht überrumpeln lassen. Schwarzenfeld und die Schwarzenfelder haben unglaubliches Entwicklungspotential. Wir alle wissen das."

"Verläuft im Sand"

Manfred Bäumler, wie Neumeier ein Mitglied des Marktrats, informierte die Anwesenden über Aktuelles aus dem Gremium. Weitgehend fraktionsübergreifend wurde laut Bäumler zu anstehenden Tagesordnungspunkten oftmals in der Sache angestrengt diskutiert, aber mit Blick auf das Machbare und Erforderliche.

Themenbereiche wie Wasserversorgung mit Hochbehälter, Schulsanierung, Gewerbegebiet West, Atemschutz mit Bauhofauslagerung "haben uns in den vergangenen Jahren massiv eingeholt und extrem gefordert".

Laut Bäumler wurden nicht selten wiederholte, drängende Anfragen und Anträge aus Kreisen seiner Fraktionsgemeinschaft seitens Bürgermeister und Verwaltung mit den Worten "Was sollen wir denn noch alles machen?" beantwortet. "Woran liegt es, wenn Anträge, die bereits vor einem Jahr mit dem alles überragenden Themen Leerstände von Geschäften, Ausweisung eines Baugebietes, Sanierung der Miesbergalle und und und, scheinbar im Sande verlaufen, obwohl immer wieder auf das Tablett gebracht? Ganz abgesehen vom traurigen Zustand der Wohnbebauung in Schwarzenfeld", so Bäumler.

Januar Nominierung

Die Marktratsliste der ÜPW ist noch nicht ganz voll, informierte der bei dieser Hauptversammlung wiedergewählte Vorsitzende Bernhard Stangl. Am 9. Januar 2020 werden die Kandidaten endgültig nominiert.

Küsschen und Blumen vom frischgebackenen Bürgermeisterkandidaten für Gattin Lisa Neumeier. Bild: Thomas Dobler
Küsschen und Blumen vom frischgebackenen Bürgermeisterkandidaten für Gattin Lisa Neumeier.
Vorstand:

Der neu gewählte Vorstand der ÜPW setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Vorsitzender bleibt Bernhard Stangl, seine beiden Stellvertreter sind Gabi Wittleben und Peter Neumeier, als Schriftführer fungiert Manfred Bäumler, Kassier ist Peter Neidl. Zu Beisitzern gewählt wurden Brigitte Schießl, Silvia Beck, Franz Eckert und Manfred Müller. Die Kasse prüfen Margot Stürzer und Christian Benoist.

 
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