11.02.2020 - 15:19 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Ziel: Mindestens acht Sitze im Kreistag

So vermessen sei er nicht, sagt Dieter Jäger, um zu glauben, den Landrat aus dem Sattel heben zu können. "Aber nicht alle werden den Ebeling wählen", ist der Landratskandidat der Freien Wähler überzeugt - und auf diese zielt Jäger ab.

Die Freien Wähler starteten in den Kreistagswahlkampf. Landratskandidat Dieter Jäger (stehend) appellierte an den Zusammenhalt der Mitglieder.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Landratskandidat der Freien Wähler (FW), Dieter Jäger, möchte vor allem das Potenzial an den linken und rechten Rändern abschöpfen und unentschlossene Wähler für sich gewinnen. Dafür zieht der FW-Kreisvorsitzende derzeit durch den Landkreis und hat auf seiner Wahlkampftour 68 Termine im Kalender stehen. Bei der Auftaktveranstaltung in der Miesberg-Gaststätte in Schwarzenfeld rief der Spitzenkandidat die Vertreter der 22 Ortsverbände zur Geschlossenheit auf und bat um Unterstützung. Als Ziel für die Kreistagswahlen gibt er "acht Mandate plus x" vor. "Gebt Gas und geht raus, um die Vorstellungen der Freien Wähler zu verkaufen": Mit diesem Appell schickte der Landratskandidat seine Parteifreunde hinaus in die Versammlungen.

Augenmerk auf Kinder und Jugend

"Dieter Jäger - Ihr Familienlandrat": Mit diesem Slogan wirbt der 55-jährige Polizeibeamte um die Wählergunst. Der Vater von vier Kindern ist mit einer "Tagesmutter" verheiratet und damit vertraut mit der Kinderbetreuung. Dem langjährigen Verkehrserzieher der Polizei und Vorsitzenden des Sportvereins FT Eintracht Schwandorf liegt die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen besonders am Herzen.

Die ständig steigenden Ausgaben des Landkreises für die Jugendhilfe wertet er als Beweis dafür, "wie wichtig präventive Jugendarbeit und Familienförderung geworden sind." Im Kreistag brauche es schon deshalb die Freien Wähler, um absolute Mehrheiten zu verhindern. "Wir spielen dabei mehr als nur das Zünglein an der Waage", ist Jäger überzeugt. Schulden abzubauen und gleichzeitig in die Infrastruktur des Landkreises zu investieren, diesen Spagat traue sich seine Partei zu. "Wenngleich auch wir keine Zauberer sind", gibt der Landratskandidat zu verstehen.

Bei der Sanierung der Kreisstraßen sollte der Landkreis so wie bisher weitermachen. Der FW-Politiker erkennt aber auch Baustellen, "die Landkreis und Kommunen nicht alleine bewältigen können". Dieter Jäger denkt hier vor allem an den Ausbau der B 85 und die Umgehung von Alten- und Neuenschwand. "Hier müssen alle Abgeordneten mit anschieben", so die Forderung des Polizeibeamten, der wenig von Ampellösungen hält. Sein Wunsch: Der nächste CSU-Bundestagsabgeordnete sollte wieder aus dem Landkreis Schwandorf kommen. Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch zieht eine positive Bilanz der Regierungsarbeit in Bayern und versichert: "Die Freien Wähler wollen mitgestalten und übernehmen Verantwortung." Ihre Kernkompetenz sei es, die Kommunen zu fördern und finanziell zu entlasten. Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, Zuschüsse zu den Kindergartenbeiträgen und Familiengeld würden Städte, Gemeinden und deren Bewohner entlasten.

Zur Entlastung beigetragen

"Der wichtigste Baustein der Demokratie sind die Kommunen", findet Peter Neumeier. Es lohne sich, für diese Demokratie zu kämpfen, betont der Bürgermeisterkandidat der FW in Schwarzenfeld. Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Martin Scharf, wies auf den Schuldenabbau des Landkreises und die Senkung der Kreisumlage hin und sagte: "Da haben die Freien Wähler mit angeschoben und zur Entlastung der Gemeinden beigetragen." Pfreimds Bürgermeister Richard Tischler stellt mit Blick auf die Kreistagsliste fest: "Darauf sind alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten."

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