19.02.2020 - 22:15 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Zwei Kandidaten auf einem Podium

Wer wird der neue Bürgermeister von Schwarzenfeld? Dass diese Frage die Bevölkerung bewegt, wird am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion deutlich, die das Medienhaus Oberpfalz-Medien/Der neue Tag veranstaltet hat.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Über 500 Besucher füllten den Saal der Miesberg-Stuben und hörten aufmerksam zu, als – moderiert von Wilhelm Amann, NT-Ressortleiter für den Landkreis Schwandorf – die nominierten Bewerber Peter Neumeier (Freie Wähler/ÜPW) und Wolfgang Prebeck (CSU) ihre Vorstellungen von der künftigen Entwicklung des Marktes skizzierten.

Nicht „Berlin Mitte“, sondern Schwarzenfelds neue Mitte bewegt derzeit die Bürger. Wie schafft es die Kommune, ihr Image aufzupolieren, mit der „Marke Schwarzenfeld“ zu glänzen, die Vorteile des Marktes zu positionieren? Nach dem Verkauf des Ladenzentrums könnte in Schwarzenfeld eine neue Mitte entstehen. Die beiden Bürgermeisterkandidaten Peter Neumeier (ÜPW/Freie Wähler) und Wolfgang Prebeck (CSU) liegen mit ihren Vorstellungen nah beieinander.

„Das Gebiet ist als Parkplatz zu schade, doch wir müssen gut überlegen, wie wir es nutzen“, meint Wolfgang Prebeck. Er favorisiert eine Kombination aus neuem Wohnraum, zusätzlichem Gewerbe und einer Neubelebung des früheren Gasthofs Bauer. „Je mehr Angebote, umso besser“, favorisiert er ein ineinandergreifendes Konzept. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, mit dem Investor zu verhandeln. Die Gelegenheit ist da, nun muss sie beim Schopf gepackt werden, um Wohnraum zu schaffen und zusätzlich Gewerbe anzusiedeln“, plädiert Prebeck für ein ineinandergreifendes Konzept.

Das Gebiet ist als Parkplatz zu schade, doch wir müssen gut überlegen, wie wir es nutzen.

Wolfgang Prebeck

Bei Peter Neumeier schlagen „zwei Herzen in der Brust“, wenn er an Weihnachtsmarkt und Bürgerfest denkt. „Wir haben den Platz am Kreuz“. Die Zukunft des Areals „Ladenzentrum“ verbindet er mit dem Aspekt Aufenthaltsqualität. „Ich gehe nirgends ohne mein Isek hin“, spannt Peter Neumeier den Bogen zum in der Marktgemeinde bestehenden Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept. „Hier steht drin, was passieren muss“.

Gibt es eine Gaststätte mit Frequenz, gibt es auch frequentiertes Gewerbe.

Peter Neumeier

Die Eckpunkte darin wären wohl auch mit den Vorstellungen des Investors kompatibel. „Da muss Grün rein, Schatten, Parkplätze in bescheidenem Ausmaß“, betont Neumeier. Und man habe die Chance, „dass der Gasthof eventuell vor einer neuen Zukunft steht“. Neumeier ist fest davon überzeugt: „Gibt es eine Gaststätte mit Frequenz, gibt es auch frequentiertes Gewerbe“.

„Braucht Schwarzenfeld zusätzliche Impulse im Ortsmarketing und in der Imagewerbung?“ Diese Frage beantworteten beide Kandidaten mit einem klaren „Ja“.

Neue Impulse nötig

Wie Peter Neumeier anfügt, sei die Website inzwischen sieben Jahre alt – „das ist Steinzeit“. Wenn Schwarzenfeld eine Marke werden will, müsse die Botschaft auch nach außen getragen werden. So wie mit dem Jubiläumsjahr-Logo „1000 Jahre Schwarzenfeld“, welches alle stolz auf der Brust getragen hätten. Leider sei das „Mia san mia“ wieder eingeschlafen. Wie der FW-Politiker betonte, brauche Schwarzenfeld neue Impulse: „Ideen haben wir dann auch mit einem ordentlichen Stadtmarketing.“

„Wir brauchen einen Kümmerer“, lautet der Vorschlag von Wolfgang Prebeck – „und wir müssen dafür Geld investieren“. Neben der Außendarstellung des Marktes sollte dieser auch den Tourismus und andere Bereiche koordinieren und Ideen bündeln um Lösungen zu finden. „Power reinstecken lohnt sich“, ist sich der CSU-Kandidat sicher. Denn es gehe darum, Leute nach Schwarzenfeld zu bringen, die hier einkaufen oder wohnen wollen.

„Schwarzenfeld kann mehr Leuten ein zu Hause bieten“, pariert Peter Neumeier die Frage nach dem in diesem Kommunalwahlkampf häufig in die Waagschale geworfenen „kann mehr“. Der 36-Jährige bekommt in seinem Bekanntenkreis häufig mit, dass junge Familien keine Grundstücke oder Häuser finden. Diese würden Eigentümer lieber leer stehen lassen. Er spricht in diesem Zusammenhang das Marketing an, die Außendarstellung, die veraltete Homepage, die Bürgerbeteiligung.

„Ich könnte mein ganzes Wahlprogramm vorlesen,“ lässt er die Zuhörer wissen. Der öffentliche Nahverkehr könnte auch mehr. „Unsere Lage im Herzen Europas sollten wir mehr ausspielen.“ Ein weiteres Pfund, mit dem die Marktgemeinde wuchern kann, sieht der Kandidat der ÜPW in Schwarzenfelds geografischer Position im Dunstkreis von Amberg, Weiden und Regensburg.

Neue Betriebe ansiedeln

Wolfgang Prebeck bemängelt ebenfalls das Fehlen von Wohnraum. Er führt ebenfalls die günstige geografische wie verkehrstechnische Lage der Kommune ins Feld, auf die besser hingewiesen und die besser vermarktet werden sollte. Der CSU-Kandidat will eine Willkommenskultur etablieren. Darunter fällt für ihn unter anderem eine Verwaltung, die den Bürger vor allem unterstützt und mehr Bürgernähe praktiziert.

„Es muss verhindert werden, dass noch mehr Geschäfte schließen“, lautet ein Anliegen des 46-Jährigen. Stattdessen sollte versucht werden, neue Händler in den Ort zu holen. Auch das Gewerbe kann seiner Ansicht nach mehr Förderung durch die Marktgemeinde vertragen, um auf diese Weise neue Betriebe anzusiedeln. Wichtig ist ihm besonders Transparenz und Offenheit den Bürgern gegenüber, damit diese Entscheidungen nachvollziehen und verstehen können.

Video von der Podiumsdiskussion

Mit dem Verkehr zum sogenannten Surfweiher im Süden haben Anwohner ein Problem, was mehrere Leserzuschriften belegen. Den beiden Kandidaten ist das neu. Das geben sie unumwunden zu.

Die Zufahrt durch kleine, enge Straßen sei bisher toleriert worden, macht Peter Neumeier deutlich. Wie diese Gemengelage Naherholung und Verkehrsbelastung jedoch aufzulösen sei, dazu weiß er aus dem Stand keinen Rat. Man müsse sich die Situation im Detail anschauen, miteinander reden, Überlegungen anstellen, den Fahrradverkehr attraktiver zu machen. Er verspricht im voll besetzen Saal der „Miesbergstubn“: „Wenn es ein Problem gibt, greifen wir es an“.

Auch Wolfgang Prebeck hält sich mit Lösungsansätzen zurück. „Eine neue Verkehrsführung werden wir nicht schaffen.“ Alternativen lassen sich seiner Meinung nach nur schwer realisieren. Saniert werden müsse allerdings die Straße nach Deiselkühn. Ihm war die Lärmbelastung für die Anwohner Richtung Surfweiher nicht bekannt, weshalb er für Transparenz von außen nach innen plädiert. „Wenn man das Problem kennt, dann kann man es angehen, analysieren und Lösungen finden.“

Ansprechpartner für Bürger

Das Rathaus muss für die Bürger Ansprechpartner sein. Wie sollte sich die Gemeindeverwaltung als Dienstleister besser aufstellen? Peter Neumeier erinnert sich an seine Eindrücke zu Beginn der Bürgermeister-Vertretung: Das Abzeichnen von Rechnungen auf Papier, „die durchs Haus gelaufen sind. Die Verwaltung kann weniger Papier vertragen“. Man sei auf einem guten Weg zu einem modernen Rathaus, nimmt Neumeier auf die digitale Ablesemöglichkeit der Wasseruhr Bezug. Doch neben Digitalisierung „braucht der Bürger die Sicherheit, dass er gehört wird und auf offene Türen stößt“. Wichtig sei, dass es Sätze wie „oh, ich habe das erlebt“, nicht gebe. Wolfgang Prebeck ist es ebenfalls ein Anliegen, dass man im Zuge der Digitalisierung „Papier raus bringt“. Doch das sei der kleinere Bereich: Prebeck spannt den Bogen zu seiner pädagogischen Berufstätigkeit, wo er dieses Segment vorangebracht habe. Modernisierung und Digitalisierung müsse zu einem effektiveren Workflow führen, zu vereinfachten Abläufen in der Verwaltung, zur Beschleunigung von Vorgängen. Prebeck drängt aber ebenso auf eine Anlaufstelle im Eingangsbereich des Rathauses, bei der Bürger erfahren, wo ihnen weitergeholfen wird. Bürgernähe bedeute, dass der zuständige Sachbearbeiter sichtbar sei, wenn der Bürger Rat suche .

Beiträge zur Klimapolitik

„Nachhaltigkeit lässt sich fast auf alles anwenden“, sagt Peter Neumeier angesprochen auf aktive Beiträge des Marktes zur Klimapolitik. Er denkt dabei an viele ungenutzte Dachflächen im Ort für Photovoltaikanlagen, aber auch an das Optimieren elektrotechnischer Anlagen im Wasserwerk oder etwa der Kläranlage. Die Chance auf ein Blockheizkraftwerk im Keller des Hallenbades sei verspielt worden, bedauert der FW-Kandidat. Ein besonderes Anliegen ist Peter Neumeier der ÖPNV, vor allem wenn man „für wenig Geld viel Strecke machen kann“. Als Beispiel nennt er RVV-Tickets.

Auch für Wolfgang Prebeck gibt Klimaschutz eine wichtige kommunalpolitische Komponente. Ein guter ÖPNV und Photovoltaik zählen, ebenso wie bei seinem Mitbewerber ums Bürgermeisteramt, zu den Bausteinen zum grüner Werden Schwarzenfelds. „Man kann aber auch grüner werden, in dem man grüner wird.“ Was Wolfgang Prebeck damit meint, erläutert er so. Es gehe ihm ganz konkret darum, Grünflächen zu pflegen und Blumenwiesen anzulegen, wo immer es möglich sei. Weiter gefasst, versteht er darunter, die Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu verbessern.

Als Schwarzenfelder schaut man nicht auf die Markierung, weil man sich ja auskennt

Wolfgang Prebeck

Ein Leser wollte von den beiden Bürgermeisterkandidaten wissen: „Was sagen Sie zu Einwohnern, die sich einen gut gekennzeichneten Fahrradweg durch Schwarzenfeld in Ost-West-Richtung und in Nord-Süd-Richtung wünschen?“

„Als Schwarzenfelder schaut man nicht auf die Markierung, weil man sich ja auskennt“, sagt Wolfgang Prebeck. Er müsse aber zugeben, „dass eine Richtung gut und die andere nicht so gut gekennzeichnet ist“. Ihm seien auch schon Auswärtige aufgefallen, die stehen bleiben und schauen wie es weitergeht. Dieses Problem sei zu lösen, „indem wir neue Schilder anbringen“.

„Es läuft“, meint Peter Neumeier, „denn da schaut es bei uns gar nicht so schlecht aus“. Der Kreisrat berichtete, dass in einem Leader-Projekt aktuell die landkreisweite Radweg-Beschilderung überdacht und erneuert wird. Dass in Schwarzenfeld die innerörtliche Nord-Süd-Achse ein Problem ist, sei ihm bekannt. Dem Leser könne er auf seine Frage antworten: „Ich werde die Sache an die zuständige Stelle ins Landratsamt mitnehmen.“

Eine Leserfrage lautete: „Manche Ortsverbindungsstraßen (speziell nach Deiselkühn) befinden sich in einem altersbedingt sehr schlechtem Zustand. Wie möchten Sie das Problem angehen?“ Dass kein Weg daran vorbeiführt, diese Straße sowie auch einige weitere Bereiche zu sanieren, betonten beide Kandidaten. Ebenso aber auch, dass dies nur langfristig möglich sei, da andere Pflichtaufgaben (Kläranlage, Krippenplätze) viel Geld binden.

Es ist dort stockmauernfinster

Peter Neumeier

Dass die Naab, besonders an den Wehren, kein Schmuckstück ist, ist für beide Kandidaten nichts Neues. Die Ursache liegt in den geringeren Niederschlägen. Wolfgang Prebeck schließt hier Alleingänge der Kommune aus. Das Problem sei entlang der Naab nur gemeinsam mit den Anrainerkommunen und dem Wasserwirtschaftsamt zu lösen. Peter Neumeier weiß, dass der Markt das Amt bereits damit konfrontiert hat, das jedoch auf Renaturierung setzt und nicht auf Wehre. Schwarzenfeld könnte jedoch die Naab aufhübschen, in dem es die Wege am Ufer schicker macht und beleuchtet. „Es ist dort stockmauernfinster“. Das Thema Steg muss Peter Neumeier zufolge angepackt werden.

Ein Problem, dass so noch nicht zu den Kandidaten vorgedrungen ist: Die Verlandung bei der Einmündung der Schwarzach in die Naab oberhalb der Autobahnbrücke in Richtung Pretzabruck. Schon bei mittleren Niederschlägen drückt das Wasser auf die Wiesen, schildert ein Leser. Was tun? Durch den Puffer werde die Hochwasserlage in Schwarzenfeld entlastet, meint Wolfgang Prebeck. Auch die Energieproduktion am Eixendorfer Stausee spiele vermutlich eine Rolle für das jeweilige Abflussverhalten. Peter Neumeier ergänzt, dass das Wasserwirtschaftsamt alles tue, um im Sinne des Hochwasserschutzes die Fließgeschwindigkeiten an den Gewässern zu verlangsamen. Beide Kandidaten sind sich einig: Falls die Situation als Problem empfunden werde, sei das Gespräch zwischen Markt und Wasserwirtschaftsamt zu suchen.

Elektrifizierung und Lärmschutz

Das Thema brennt eine Lesern unter den Nägeln: Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg und der Lärmschutz. „Die Elektrifizierung wird kommen, natürlich ist der Lärmschutz da ein zentrales Thema“, schickt Wolfgang Prebeck (CSU) mit Blick auf den dann zunehmenden Güterverkehr auf der Strecke voraus. Dass Lärmschutz realisiert werde, untermauere ein Ministerbeschluss. Ins Paket integriert werden sollten auch der Zustand des Bahnhofsgebäudes und das Thema Barrierefreiheit. Durch die Elektrifizierung dürfe den Anliegern kein Nachteil entstehen.

Peter Neumeier (ÜPW/Freie Wähler) schickt voraus, dass es Ziel sei, Lärm zu verhindern, den ÖPNV-Takt zu verbessern und den Bahnübergang mit ins Paket zu nehmen. Er sieht angesichts der dann verkehrenden langen Güterzüge die Problematik langer Schrankenschließungen: „Das darf uns nicht passieren“. Neumeier fasst zusammen, dass es in Sachen Lärmschutz einen Schulterschluss mit anderen Kommunen gebe. „Dass man mehr tun könnte, unterschreibe ich auch“.

Ehrenamtlich engagiert

Auch das ehrenamtliche Engagement der beiden Bürgermeisterkandidaten interessiert. Eine Leserfrage lautete: „In welchen Bereichen haben Sie sich in Schwarzenfeld für andere Menschen eingesetzt? Welche Taten können Sie da vorweisen?“ Bei dieser Runde ist Wolfgang Prebeck mit der ersten Antwort an der Reihe. „Ich war in den letzten Jahren meist überregional tätig“, bemerkt der Hornmeister der Schwarzfelder Jagdhornbläser, der hier auch bayernweit als Ansprechpartner im Jagdverband fungiert. „Ich habe etliche Jagdhornbläserkonzerte geleitet und auch organisiert.“ Peter Neumeier listet seine Ehrenamtstätigkeiten chronologisch auf und startet als Gruppenleiter der Kolpingjugend und stellvertretender Jugendtreffleiter. Er gründete den Kulturverein „Oischnak“ zur Jugend- und Musikförderung mit, der mit vielen Events von sich hören lässt. Neumeier ist Sänger beim Bergchor und im Heimat- und Verschönerungsverein ist er in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Die FC-Abteilung Basketball hat er mitgegründet und im Kreisjugendring Schwandorf ist er seit Jahren Vorsitzender.

Warum wollen Sie Bürgermeister werden?:

In der Auftaktrunde der NT-Podiumsdiskussion bittet Ressortleiter Wilhelm Amann die beiden Bürgermeisterkandidaten, drei Gründe zu nennen „warum Sie Bürgermeister werden möchten“. „In meinen bisher sechs Jahren als Marktrat habe ich gelernt, dass nur der Bürgermeister die Beschlüsse umsetzen kann und letztendlich bestimmt, wo es hingeht“, erklärt Peter Neumeier. Damit sei er in der Vergangenheit nicht immer einverstanden gewesen, so der 36-jährige Siemens-Ingenieur. Ein weiterer Grund, warum er den Chefsessel im Rathaus anstrebt, ist, dass er unbedingt ein neues Baugebiet schaffen will. „Dass wir die jungen Leute in Schwarzenfeld halten können, dem gilt meine ganze Energie.“ Und er will eine offene Kommunikationsstruktur pflegen: „Es ist wichtig, dass wir alle miteinander im Gespräch bleiben, um den Markt nach vorne zu bringen“.

Bei der Frage, warum ihn die Schwarzenfelder zum Bürgermeister wählen sollen, wirft Neumeier seine kommunalpolitische Erfahrung als Markt- und Kreisrat, ebenso als Zweiter Bürgermeister in die Waagschale. In der politischen Arbeit sieht er eine Aufgabe, „die mir narrisch Spaß macht, wenn ich glaube, dass ich Schwarzenfeld damit voranbringen kann.“

Der 46-jährige Studiendirektor Wolfgang Prebeck (CSU) beantwortet die Eingangsfrage mittels „Losglück“ als Zweiter und hatte etwas Zeit zum Nachdenken gewonnen. Auch vom ihm will NT-Ressortleiter Wilhelm Amann wissen: „Nennen Sie uns drei Gründe, warum Sie Bürgermeister werden möchten“.

„Dort wo man wohnt, sollte man sich einbringen. Ich will mithelfen, damit Schwarzenfeld ein liebenswerter Ort bleibt, den man noch weiter gestalten kann“, bekräftigte Prebeck. „Zudem gibt es in Schwarzenfeld viele wichtige Themen, die wir als CSU auch erkannt haben. Die muss man voranbringen.“ Die Möglichkeit dazu habe man am allermeisten als Bürgermeister. Als dritten Punkt spricht Wolfgang Prebeck an, dass er bei seiner jetzigen Tätigkeit viele Kontakte zur wirtschaftlichen Politik geknüpft habe. „Diese will ich aktiv nutzen.“

Und warum sollen ihn die Schwarzenfelder zum Bürgermeister wählen? „Weil ich als Bürgermeister anstehende Themen anpacken und unsere Heimat gestalten möchte“, bringt Prebeck seine Beweggründe auf den Punkt. Ich würde mich gerne für Sie einsetzen und hoffe auf Ihr Vertrauen“, wendet sich Prebeck an die Zuhörer.

Halb und halb

Bei der Podiumsdiskussion baten wir die Kandidaten außerdem, 15 Halbsätze zu vervollständigen. Hier ihre Antworten:

Meine Frau sagt zu meiner Entscheidung, als Bürgermeister zu kandidieren, dass...

Neumeier: wir sie gemeinsam getroffen haben, von Anfang an.

Prebeck: dass es meine Entscheidung ist und nicht ihre, und dass sie diese mitträgt.

Bürgermeister Manfred Rodde sehe ich als...

Neumeier: guten Vertrauten, den ich immer fragen kann, wo der Schlüssel liegt, oder was im Büro so vorkommt.

Prebeck: als Urgestein, als Bürgermeister, bei dem ich mir immer Rat holen kann. Er ist loyal, hilft weiter.

Mein Lieblingsplatz in Schwarzenfeld ist...

Neumeier: am Sonntag früh die Empore in der Miesbergkirche, wenn ich mit meinen Sängerkameraden singe. Da ist die Welt in Ordnung, da geht es mir einfach gut.

Prebeck: meine Terrasse mit der Liege darauf, wo ich mich einfach mal erholen kann.

An der Schwarzenfelder Gastronomie vermisse ich...

Neumeier: die Chance, mit meinen Bekannten zu jeder Tages- und Nachtzeit auf ein Bier hingehen zu können.

Prebeck: mehr Auswahl, doch es ist ja schon besser geworden.

An meinem Mitbewerber schätze ich...

Neumeier: dass unser Verhältnis gut ist. Wer auch Bürgermeister wird, wir werden auf menschlicher Ebene gut weitermachen.

Prebeck: Dass er mir immer auf Augenhöhe und fair begegnet.

Im Fall meiner Wahl wäre meine erste Amtshandlung, dass...

Neumeier: ich in allen Abteilungen des Rathauses ein kleines Praktikum mache. Wenn man weiß, wie Verwaltung funktioniert, versteht man manche Vorgänge besser.

Prebeck: dass ich den Kümmerer gebe, den ich so oft angesprochen habe.

Wenn ich eine Million Euro zur freien Verfügung für den Markt hätte...

Neumeier: würde ich in einer außerordentlichen Bürgerversammlung oder durch Bürgerbeteiligung die Million im Sinne der Bürger einsetzen.

Prebeck: dann ist das zu wenig um die Straße nach Deiselkühn zu sanieren.

Wenn ich durch Schwarzenfeld gehe, gefällt mir,

Neumeier: momentan nicht, dass egal welche Wahlplakate am nächsten Tag kaputt sind.

Prebeck: Jetzt hat er mir die Topantwort vorweg genommen.

Wenn ich durch Schwarzenfeld gehe, stört mich, dass...

Prebeck: man viele Leerstände sieht und Flächen nicht genutzt werden. Diese Lücken müssen wir schließen.

Neumeier: zum einen zu wenig Rücksicht im Verkehr genommen wird und es zum Beispiel zu wenig Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum gibt.

Besonders gut kann ich...

Prebeck: Aufgaben anpacken, umsetzen und dabei die Leute mitnehmen.

Neumeier: Leute zusammen bringen, die vielleicht gar nicht wissen, dass sie miteinander können.

Meine schlechteste Eigenschaft ist, dass...

Prebeck: ab und zu etwas ungeduldig zu sein, sagt meine Frau.

Neumeier: nicht teamfähig zu sein, was das Kochen anbelangt.

Ich wäre gerne einmal für einen Tag...

Prebeck: Förster, weil ich das studieren wollte, nie studiert habe. Dann wüsste ich, wie es ist.

Neumeier: Redakteur beim Neuen Tag, dann könnte ich mir einen Tag so tolle Fragen ausdenken.

Falls ich die Bürgermeisterwahl verliere...

Prebeck: hoffe ich auf den Marktrat und werde trotzdem engagiert für die Bürger arbeiten.

Neumeier: werden vermutlich meine Chefin und meine Kollegen ein Freudenfeuer entfachen.

Von den Schwarzenfelder Bürgern erwarte ich in den nächsten Jahren, dass...

Prebeck: wir gemeinsam kommunizieren, gemeinsam gute Lösungen finden und miteinander reden.

Neumeier: ihr alle mir sagt, wenn etwas nicht so läuft , wie ihr euch das vorgestellt habt. Dafür gibt es offene Türen, E-Mail und Whatsspp.

Könnten Sie sich Ihren Mitbewerber als Stellvertreter vorstellen?

Prebeck: Ja.

Neumeier: (zögert) Ja.

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