22.01.2019 - 13:08 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Feldgeschworene setzen auf Norbert Schießl als Obmann

Ihnen steht ein arbeitsreiches Jahr ins Haus: Im neuen Baugebiet und auch an der neuen Ortsdurchfahrt sind Vermessungen zu erledigen. Für diese Aufgaben haben die Feldgeschworenen der Marktgemeinde nun personelle Weichen gestellt.

Norbert Schießl (Mitte) bleibt Obmann der Feldgeschworenen im Markt Schwarzhofen, vertreten wird er weiterhin von Hans Gürtler (Zweiter von links). Zur Wahl gratulierten (von rechts) Vermessungsgruppenleiter Robert Feldbauer, VG-Mitarbeiterin Denise Frey und Bürgermeister Maximilian Beer.
von Adolf MandlProfil

Beim Treffen der Feldgeschworenen mit Bürgermeister Maximilian Beer im Rathaus galt es, den Obmann und seinen Stellvertreter neu zu wählen. Dazu hieß Beer auch Robert Feldbauer willkommen, Vermessungsgruppenleiter bei der Außenstelle Neunburg des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Nabburg, sowie die neue zuständige Sachbearbeiterin bei der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg, Denise Frey. Die Zusammenkunft solle dem Gedankenaustausch dienen, schließlich seien die Feldgeschworenen wichtige Partner des Marktes und des Amtes.

Der Bürgermeister rief in Erinnerung, dass ein Feldgeschworener im Ehrenamt auf Lebenszeit diene, aktiv, solange es die Gesundheit zulasse. Er informierte, dass der Markt derzeit fünf aktive und einen passiven Feldgeschworenen (Franz Müller) habe. Er informierte, dass es demnächst neue Stundensätze gebe. Die dienstliche Qualität der Feldgeschworenen habe sich in den vergangenen Jahren – auch durch mehr Technik - erhöht. Auch die Zahl der Vermessungen habe zugenommen, allein 15 seien es im Vorjahr gewesen. Dies hängt offenbar mit der Breitband-Initiative zusammen, die einen Mehreinsatz bedingte, der Obmann spielte dabei für die Organisation eine wichtige Rolle. Er dankte den Feldgeschworenen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit.

Für die "Siebener", wie die Feldgeschworenen im Volksmund heißen, steht im Bereich Schwarzhofen in diesem Jahr eine große Zahl an Vermessungen an: Das beginnt schon im Februar im neuen Baugebiet „Hennensteig II“. Ein Großeinsatz werde die Vermessung der neuen Ortsdurchfahrt im Verlauf der Staatsstraße 2040 sein. Zudem stehen die Fortführung des Ausbaus der Kreisstraße SAD 40 sowie der Straße in Höfen an.

In geheimer Abstimmung wurde Norbert Schießl danach als Obmann wiedergewählt und Hans Gürtler zu seinem Stellvertreter. Der Bürgermeister gab noch zu verstehen, dass der Markt nicht unbedingt die ursprüngliche Anzahl von sieben Feldgeschworenen erreichen wolle. Nach Meinung der Aktiven sei die derzeitige Zahl ausreichend.

Der Vertreter der Vermessungsbehörde informierte, dass es Feldgeschworene in Deutschland nur noch in Bayern (etwa 20 000, darunter im Landkreis Schwandorf auch zwei Frauen) sowie im Saarland gibt. Diese hatten einst noch mehr Befugnisse als jetzt, mussten aber etliche Anforderungen erfüllen – so etwa „nicht rachsüchtig“ sein, einen „guten Ausspruch bei jeglichem Streit tun" und im „Schreiben und Rechnen bestellt“ sein. 1869 wurde eine erste „Regelung für die Abmarkung“ getroffen und im Jahr 1900 ein „Abmarkungsgesetz“ erlassen. Die Feldgeschworenen wahren ein „Siebener-Geheimnis“ und -zeichen. Bei jeder Abmarkung müsse eine Protokoll und eine Skizze erstellt werden. Feldbauer dankte den Feldgeschworenen für ihre Tätigkeit und die gute Zusammenarbeit mit dem Amt.

Die Feldgeschworenen:

Im Bereich der Marktgemeinde Schwarzhofen sind folgende Personen als Feldgeschworene tätig: Norbert Schießl ist seit 27 Jahren dabei und fungiert seit 2006 als Obmann, er verteilt die Aufträge. Sein Stellvertreter (seit 2013) Hans Gürtler ist seit 2006 im Amt. Hans Kraus (schon sein Großvater war Feldgeschworener, sein Vater viele Jahre lang Obmann) und Franz Fischer sind seit 2006 dabei, Franz Beck wirkt seit 2017 als "Siebener" mit. (mad)

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