Fülle von Informationen bei der Bürgerversammlung des Markts Schwarzhofen

Schwarzhofen
22.09.2022 - 14:19 Uhr

Bei der Bürgerversammlung sprach Bürgermeister Maximilian Beer die Probleme des Markts Schwarzhofen an. Auch Neuerungen und Fortschritte lässt er nicht außer Acht.

In der gut gefüllten Aula der Dr.-von-Ringseis-Grundschule Schwarzhofen ging am Montagabend die obligate Bürgerversammlung nach der Corona-Pause über die Bühne. Bürgermeister Maximilian Beer freute sich über den Besuch, der von Interesse am Geschehen im Markt zeuge.

"Größtes Problem ist der demografische Wandel, der auch bei uns voll durchschlägt, ihn aufzuhalten oder gar umzudrehen ist eine der größten Aufgaben für die Zukunft", sagte Beer und untermauerte die Entwicklung mit Zahlen. Der Einwohnerstand am 31. Dezember 2021 lag bei 1423 Personen. Er informierte auch über die Alters- und Beschäftigungsstatistik. Weil auch die Zuweisungen des Staates sich an den Einwohnerzahlen orientieren, treffe dies eben den Markt sehr.

Er stellte das Gemeindegebiet vor sowie die Gemeindestraßen, für die der Markt unterhaltspflichtig ist. Bei den öffentlichen Feld- und Waldwegen gebe es Unterschiede für die Unterhaltspflicht. Baulastträger für die ausgebauten sei der Markt, für die nicht ausgebauten müssten die Anlieger selbst unterhalten. Er bat darum, auf Grenzzeichen zu achten und erinnerte an die Reinhaltepflicht.

Räum- und Streuplan Winterdienst

Der "differenzierte Winterdienst" erfolge nach der Einteilung im Räum- und Streuplan, gefährliche Stellen und Schulbusstrecken hätten Vorrang. "Die Bürger haben sich meist sehr diszipliniert mit der Situation abgefunden", lobte Beer. Er bat, die Räumfahrzeuge nicht zu behindern durch geparkte Autos und erinnerte an die Räum- und Streupflicht der Anlieger.

Beim Überblick über die gemeindlichen Einrichtungen stellte Beer zunächst die Dr,-von-Ringseis-Grundschule vor. Insgesamt werden in diesem Schuljahr 40 Schüler in zwei kombinierten Klassen unterrichtet. Ein Teil der im Obergeschoss frei stehenden Räume werden gegen Entgelt genutzt. Seit September 2022 wird an der Grundschule wieder Mittagsbetreuung angeboten mit fachlicher Betreuung, die von eigenem Fachpersonal geboten werde. Damit sei man auf gutem Weg zur Ganztagsschule, auf die 2026 ein Rechtsanspruch bestehe. Die im Haus untergebrachte Markt- und Schulbücherei sei sehr gut ausgestattet und werde gut angenommen. Man belege bei den Ausleihungen prozentual einen vorderen Rangplatz. Im Obergeschoss ist auch das Marktarchiv angesiedelt, jeder Verein könne dafür Material liefern.

"Der Schwarzachtal-Kindergarten ist voll ausgelastet", stellte Beer heraus. Er nannte die Zahlen heraus, in der "blauen Gruppe" 25 Kinder, in der "roten Gruppe" 16 Kinder. Die Zahl der Krippenplätze steige an. Der Markt unternehme alles, um das Betreuungsangebot zu erweitern. Dazu habe man auch personell "aufgerüstet".

Eng verknüpft waren die Bereiche Bauhof, Abfallwirtschaft und Umweltschutz. Letzterem dienen auch die Glascontainer in Schwarzhofen, Häuslarn und Zangenstein sowie der Recyclinghof, der gut angenommen wird. Als umweltbewusste Gemeinde sei man "stromautark", man erzeuge das Doppelte des Stromverbrauchs. Beim Thema Abwasseranlagen stellte Beer fest, dass der Markt seine gesetzliche Pflicht erfüllt habe, die Abwässer entsprechend der strengen Bestimmungen zu klären.

Bauplätze und Investitionen

Man könne nun auch familienfreundliche Bauplätze anbieten im Baugebiet "Hennensteig II" (noch eine Parzelle frei) und wolle weitere errichten im geplanten Baugebiet "Am Kalvarienberg", hier sei die Erschließung von fünf Parzellen für 2024 geplant.

Beer stellte die großen Investitionen vor. Die energetische Sanierung der Grundschule sei über das Kommunale Investitionsprogramm finanziert worden bei geschätzten Gesamtkosten von 1500000 Euro. Die Innensanierung stehe noch an mit geschätzten Kosten von 2621000 Euro. Ein neuer Förderantrag sei gestellt worden.

Im Kindergarten-Anbau seien 2019 geschätzte Kosten von 1769000 Euro festgestellt worden, der Zuschuss belief sich auf 868000 Euro. Seit 2020 seien die Baukosten "explodiert". Die Kosten werden enorm steigen. Der Kindergarten jedoch ist bezugsfertig.

Die alte Schwarzach-Brücke musste gesperrt werden wegen des schlechten Zustands. Man konnte über ein neues Förderprogramm einen Neubau anstreben. Auch hier gab es ein Zeitlimit, das eine "Entzerrung" der großen Baumaßnahmen verhinderte. Auch hier sind die Baukosten explodiert auf 955000 Euro. Die Maßnahme muss bis 30. Juni 2023 abgerechnet sein. Danach wird durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden – das sich sehr kooperationsbereit zeigt – ein ökologischer Gewässerumbau als Pilotprojekt vorgenommen werden. Viele Muscheln konnte umgesiedelt werden, was ein gutes Zeichen für die Gewässergüte sei.

Das Verfahren der Flurneuordnung und Dorferneuerung Denglarn sei auf den Weg gebracht und werde bestimmt 15 Jahre in Anspruch nehmen. Eine Maßnahme zur Flurneuordnung und Dorferneuerung für Zangenstein wäre wichtig – 4 Brücken sind zu sanieren. Ein Verfahren wurde beantragt. Die Chance besteht also, die Entscheidung liegt aber bei den Bürgern.

Beer stellte die Baumaßnahmen "Bodenäckerstraße/Krimlinger Weg" sowie Erneuerung der Ortsdurchfahrt mit Kanalerneuerung vor. Im Zuge dessen sei durch den Abbruch dreier alter Gebäude ein barrierearmer Zugang zum Pfarrheim eingerichtet worden in Zusammenarbeit von Markt und Kirche.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
 
 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.