18.12.2019 - 17:00 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit

Der VdK gewinnt als Sozialverband an Bedeutung. Auch in Schwarzhofen wächst die Mitgliederzahl.

Alfred Kerschner (links) und Anton Turban (rechts) ehrten die Mitglieder Maximilian Beer und Waltraud Bruckmann.
von Adolf MandlProfil

Zur vorweihnachtlichen Feier des VdK-Ortsverbandes mit Jahresrückblick und Ehrung von Mitgliedern konnte der Vorsitzende Anton Turban am Sonntagnachmittag im Gasthaus Wilholm in Uckersdorf neben einer großen Zahl von Mitgliedern und Ehegatten besonders Alfred Kerschner, den Vorsitzenden des Kreisverbands Schwandorf, begrüßen.

Turban blickte dann zurück auf das Vereinsgeschehen im abgelaufenen Jahr. Erfreut konnte er vermelden, dass man 2019 die Mitgliederzahl steigern konnte auf den erfreulichen Stand von 96. Vom 19. Oktober bis 17. November machte man die Haussammlung "Helft Wunden heilen" durch. Dabei waren zwei Sammlerinnen (Gertraud Größl und Irmgard Mayer) und Anton Turban an 19 Tagen unterwegs und opferten dabei über 110 Stunden ihrer Freizeit. Das Sammelergebnis betrug stolze 1195 Euro, mehr als je zuvor.

Kreisvorsitzender Kerschner stellte bei seinem Grußwort fest, dass er sich über die Aktivität des Ortsverbands freue. Er sprach seine Hochachtung den Sammlern aus, die ein tolles Ergebnis erzielt hätten - in manchen größeren Kreisverbänden werde weniger oder gar nichts mehr gesammelt.

Er sprach die Notwendigkeit der Mitgliederwerbung an - immerhin sieben Prozent der Bevölkerung sind bereits dabei. Der VdK konnte einen erfreulichen Mitgliederzuwachs verzeichnen. In Deutschland habe man über zwei Millionen Mitglieder, in Bayern 720 000, im Landkreis Schwandorf 11 800. Er werde auch in Zukunft kämpferisch für die Interessen der Mitglieder eintreten, unabhängig und vielseitig. Für die Ehrenamtlichen hatte er Lob bereit - "sie opfern das Wertvollste, das es gibt - ihre Zeit". Er betonte die Notwendigkeit des Sozialverbandes VdK und nahm Bezug auf die Weihnachtszeit -"auch hier bleibt für Notleidende die Zeit nicht still". Er führte aus, dass in München eine Familie 42 Prozent des Einkommens für die Miete ausgeben müsse. Etliche Rentner kommen mit ihrem Geld nicht mehr aus, suchen sogar Papierkörbe nach Pfandflaschen durch. Das solidarische Prinzip wurde ausgehöhlt. Deshalb organisiert der Verband am 28. März 2020 eine Großkundgebung in München für eine gerechte und stabile Rente, man müsse das Fundament sichern. Die Fahrt sei frei, auch für Nichtmitglieder. Er sprach am Beispiel des farbigen Nürnberger Christkindls auch an, dass es keine Diskriminierung geben solle. Er hob hervor, dass das größte Glück sei, anderen Freude zu bereiten.

Gemeinsam mit Anton Turban nahm er die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vor, freute sich darüber und drückte seinen Respekt vor den Jubilaren aus. Zehn Jahre halten dem Verband die Treue: Gisela Ackermann, Maximilian Beer, Waltraud Bruckmann, Michael Fink, Monika Fischer, Herbert Gulz, Irmgard Mayer, Viktor Winter und Armin Zenger. Aus diversen Gründen waren nur zwei Jubilare anwesend, den anderen wird die Urkunde nachgereicht.

Die zweite Vorsitzende Gertraud Größl trug eine Weihnachtsgeschichte vor; danach saß man beim inoffiziellen Teil noch gemütlich bei Kaffee und Plätzchen beisammen.

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