16.12.2019 - 18:42 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Kirche und Kommune Hand in Hand

Die Pfarrei bereitet Bischof Rudolf Voderholzer einen großen Bahnhof: Und der hohe kirchliche Würdenträger ist gerne nach Schwarzhofen gekommen. Er freut sich über die intakte Pfarrei.

Der Tag war etwas Besonderes: immerhin war es das zweite Mal in 50 Jahren, dass ein Diözesanbischof zum Pastoralbesuch kam. Rudolf Voderholzer wurde von Pfarrer Markus Urban, Kirchenpfleger Hans Dammer und dem Sprecher des gemeinsamen Pfarrgemeinderats, Hans Eckl, durch ein langes Spalier der kirchlichen und weltlichen Vereine sowie einem "Großaufgebot" von 33 Ministranten in die Pfarrkirche "Maria vom Siege" geleitet.

Gut vorbereitet

Bischof Rudolf dankte für den großartigen Empfang und zeigte, dass er gut vorbereitet war: Er erinnerte daran, dass Dr.von Ringseis - der große "Sohn" Schwarzhofens - ein guter Freund seines Vor-, Vor- Vorgängers Johann-Michael Sailers gewesen war. Der Kirchenchor hieß den Bischof mit dem Lied "Nun öffnet die Tore weit" klangvoll willkommen. Bischof Rudolf drückte seine Freude darüber aus und lobte auch die zwölf Kerzenleuchter an den Kirchenwänden, welche die zwölf Apostel symbolisierten. Er informierte, dass er gerne alle Pfarreien im Bistum besuchen wolle. Die zwei Lesungen wurden von Hans Eckl und Sabine Zimmermann vorgetragen.

Erwartungshaltung

In seiner Predigt sprach Voderholzer die vielen Erwartungen an, etwa zwischen Eltern und Kindern, Bürgern und der Politik aber auch zwischen Gläubigen und der Kirche und dem Bistum. Gut seien sie da, wo sie Ansporn seien, schlecht, wo sie überzogen seien. "Freuet euch, der Herr ist nahe", rief Voderholzer aus, "die Krippe ist schon vorbereitet, Jesus schließt uns mit ein." Die Kirche solle das Mysterium der Freuden feiern und verkünden.

Für die Unterstützung bei dieser Heilsarbeit dankte er allen, die einen Beitrag dazu leisten, besonders Pfarrer Urban, aber auch dem Pfarrgemeinderat, der Kirchenverwaltung, dem Kirchenchor, Lektoren und Ministranten. "Eine beeindruckende Schar", lobte er. "Einige sind größer als ich, die Firmung hat gewirkt", schmunzelte er. Der dank des Bischofs galt den Eltern und Großeltern für die Glaubensweitergabe. Sie seien die ersten "Missionare", die zum Beten anleiten.

Der Festgottesdienst endete mit dem bischöflichen Segen. Diesen spendete er nach dem Auszug allen Kinder persönlich. Jedes Kind und jeder Ministrant erhielten auch ein Erinnerungsbild.

Gutes Miteinander

Auf dem Marktplatz formierte sich ein Kirchenzug zum Pfarrheim, angeführt von der Blaskapelle Dieterskirchen. Bürgermeister Maximilian Beer stellte das hervorragende Miteinander zwischen Pfarrei und Markt heraus. "Es ist gut, dass wir mit der Kirche Hand in Hand arbeiten", konstatierte er. Dies zeige sich besonders im Umfeld des Pfarrheims, das mit Mitteln der Städtebauförderung neu gestaltet werden konnte.

Bischof Rudolf zeigte sich beeindruckt von der intakten Gemeinschaft. Gern trug er sich in das Goldene Buch des Marktes ein, flankiert von Hans Eckl, Hans Dammer, dem Zweiten Bürgermeister Alfred Wolfsteiner, dem evangelischen Pfarrer Gerhard Beck, Bürgermeister Maximilian Beer und Pfarrer Markus Urban. Danach verlas er seinen Eintrag. "Ich danke für das gute Miteinander der kirchlichen und weltlichen Gemeinden, besonders bei der jüngsten Umgestaltung des Umgriffs des Pfarrheims. Freuet euch im Herzen zu jeder Zeit".

Schließlich nahm sich der Bischof Zeit für persönliche Kontakte und Gespräche an den Stehtischen, welche der Pfarrgemeinderat vorbereitet hatte. Das Mittagessen im kleinen Rahmen im Gasthaus Gillitzer setzte den Schlusspunkt.

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