10.06.2020 - 11:09 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Kommandantenwahl in Corona-Zeiten

Der Pandemie zum Trotz werden bei der Feuerwehr Haag neue Kommandanten gewählt. Als Befehlshaber wird Johann Plößl bestätigt. Warum dies trotz Versammlungsverbot möglich ist, hat Bürgermeister Maximilian Beer deutlich gemacht.

Den gewählten Kommandanten der Feuerwehr Haag, Johann Plößl (links) und Josef Frey (rechts), gratulierte Bürgermeister Maximilian Beer.
von Adolf MandlProfil

Weil sich im Gerätehaus in Haag die in der Corona-Pandemie geltenden Auflagen nicht umsetzen ließen, fand die Versammlung der Aktiventruppe in der Aula der Dr.-von-Ringseis-Grundschule statt. Am Eingang stand Desinfektionsmittel bereit, und alle Teilnehmer hatten Mund-Nasen-Masken dabei. Bauhofleiter Anton Köppl hatte die Aula im Vorfeld so bestuhlt, dass der Mindestabstand eingehalten werden konnte.

Als Dienstherr der Gemeindefeuerwehren leitete Bürgermeister Maximilian Beer die Versammlung. Er erinnerte daran, dass die Amtszeiten der beiden Kommandanten demnächst auslaufen, deshalb sei eine Neuwahl zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft notwendig, man wolle keine "Not-Kommandanten". Beer stellte heraus, dass die Dienstversammlung in Zeiten von Corona rechtlich zulässig ist, da der Markt als Körperschaft des öffentlichen Rechts dazu befugt sei. Dagegen dürfen Vereine keine Versammlungen abhalten.

Wie der Bürgermeister ausführte, dürften an der Wahl nur aktive Feuerwehrdienstleistende ab 16 Jahren teilnehmen. Mindestens 18 Jahre alt und wenigstens vier Jahre im aktiven Dienst – so klassifizierte er die Mindestanforderungen an einen Kommandanten. Zudem müsse dieser die vorgeschriebenen Lehrgänge absolviert haben. Beide Kommandanten müssen durch den Marktgemeinderat – quasi als Auftragsbehörde – bestätigt werden.

Als Kommandant der Feuerwehr Haag wurde schließlich – bei einer Enthaltung – Johann Plößl wiedergewählt. Als Stellvertreter bleibt Josef Frey junior im Amt. Bürgermeister Maximilian Beer sprach ihnen seinen Dank aus für die bisher geleistete Arbeit und würdigte die Bereitschaft zur Weiterarbeit. Er würdigte auch das Engagement aller Aktiven.

Als wiedergewählter Kommandant bedankte sich Johann Plößl für das Vertrauen sowie die gute Zusammenarbeit und versprach weiterhin allen Einsatz für die nächsten sechs Jahre. Er stellte heraus, dass er am Ende dieser Amtsperiode 24 Jahre im Dienst sein und dann aus Altersgründen nicht mehr für eine weitere Wahl zur Verfügung stehen werde. Es brauche „Verjüngung“ in diesem Amt, so Plößl. Abschließend drückte er seine Hoffnung auf weitere Lockerungen der Corona-Vorgaben aus, um wieder mit Übungen beginnen zu können.

Wie sich die Pandemie auf Feuerwehren auswirkt, lesen Sie hier.

Eschenbach
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