13.05.2019 - 13:35 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Licht und Schatten in der Kirche

Zentralpräses Pater Josef Schwemmer zu Gast bei Marianischer Männerkongregation

Ehrungen
von Adolf MandlProfil

Ehrungen standen Mittelpunkt eines gemeinsamen Konvents der Marianischen Männercongregation (MMC) der beiden Pfarreien der Gemeinschaft Schwarzhofen-Dieterskirchen. Zentralpräses Pater Josef Schwemmer aus Cham zelebrierte in Schwarzhofen in der Pfarrkirche "Maria vom Siege" zusammen mit Pfarrer Markus Urban eine heilige Messe, vor allem zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder.

Im Nebenzimmer des Gasthofs Gillitzer in Schwarzhofen begrüßte Pater Schwemmer zusammen mit den neuen Obleuten Albert Plößl (Schwarzhofen) und Gerhard Lottner (Dieterskirchen) die Sodalen. Der Präses ehrte langjährige Mitglieder und händigte zusammen mit den Obleuten Ehrennadeln aus. In der Pfarrei Schwarzhofen wurde Anton Vetter (Demeldorf) für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Aus der Pfarrei Dieterskirchen gab es eine ganze Reihe von Jubilaren. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Jakob Rötzer und Georg Rückerl (beide Weislitz) geehrt; für 40 Jahre Treue Alois Bauriedl, Rudolf Forster (beide Dieterskirchen), Georg Fuchs (Altweichelau), Alois Neubauer (Sallach) und Günther Schmid (Bach); seit 50 Jahren sind Lorenz Schwendner (Bach) und Willibald Held (Holzhaus) dabei.

Weniger Kirchenbesucher

Pater Schwemmer stellte seine Ausführungen unter das Motto "Ein Haus voll Glorie schauet". In der Kirche herrsche Schatten und Licht. Die Schatten scheinen zu überwiegen: sinkende Kirchenbesucherzahlen, schwindendes Glaubenswissen, Skandale - das seien Tatsachen. Tatsache sei aber auch, dass der Mensch heute fast nicht mehr zur Ruhe komme, dass er von Informationen s und Einflüssen überflutet werde, dass er dem "Mainstream" ausgeliefert sei. "So schlecht, wie die Kirche gemacht wird, ist sie nicht", sagte Pater Josef. "Neben den Schatten gibt es viel Licht!" Das Christentum habe die Entwicklung des Abendlandes vorangetrieben "und tut es noch", stellte er fest und nannte Beispiele. Dass die Sklaverei mehr und mehr abgeschafft werde, daran sei das Christentum wesentlich beteiligt. Auch die Toleranz sei christliches Gedankengut. Dass Ideologien als solche bezeichnet werden, sei Verdienst der Kirche und des Lehramtes. Die Kirche sei auch maßgeblich daran beteiligt, dass sich Frauen mehr und mehr entfalten könnten. Die Hälfte der Hauptabteilungsleiter in den Ordinariaten München und Köln seien Frauen. Von Anfang an prägt die Kirche auch die Internationalität: "Fremdenfeindlichkeit ist unchristlich", sagte Schwemmer.

Gemeinsames Gebet

"Nicht innerkirchliche Strukturen bringen uns weiter, sondern gelebter Glaube", stellte er heraus. Die lichtvolle Seite der Kirche solle wieder zum Tragen kommen, Umkehr und Erneuerung seien täglich gefragt, nicht nur in der Fasten- und Adventzeit, sagte der Pater. Gemeinsames Gebet beschloss den Konvent.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.