17.04.2019 - 18:20 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Mehr Platz für die Kinder

Eine Erweiterung des Kindergartens soll dafür sorgen, dass es mehr Betreuungsplätze für Mädchen und Buben gibt. Zuvor steht aber noch die Sanierung der Schule an.

So sieht das Modell für die Erweiterung des Kindergartens aus, das das Architekturbüro Wild und Wilnhammer gefertigt hat.
von Helga ProbstProfil

Bürgermeister Maximilian Beer nannte Erweiterung des Schwarzachtal Kindergartens eine Investition in die Zukunft. In der Marktratssitzung stimmten die Räte einstimmig dafür, und erkannten 18 Krippenplätze für Mädchen und Buben bis zum vollendeten dritten Lebensjahr sowie 38 Kindergartenplätze ab dem dritten Lebensjahr und Schulkinder als bedarfsnotwendig an. Mit diesem Beschluss kann seitens der Regierung der Oberpfalz eine Förderzusage für die geplante Erweiterung erteilt werden.

Derzeit liegt der Versorgungsgrad im Marktbereich Schwarzhofen für Kinder unter drei Jahre bei 26,09 Prozent und für die über Dreijährigen nur bei 19,35 Prozent. Da die Eltern künftig 100 Euro für die Kindergartengebühren vom Staat bekommen, werden noch mehr Plätze gebucht werden, als bisher, ist sich Beer sicher. Wenn Schwarzhofen die Kleinen nicht aufnehmen kann, dann sind sie gezwungen andere Einrichtungen zu besuchen - und der Markt muss dafür bezahlen. Deshalb sei es vernünftig, den Kindergarten zu erweitern, lautete die logische Folgerung.

Weil aber die Sanierung der Schule ansteht, wird diese Maßnahme erst 2021 in Angriff genommen. Bis Ende August muss ein genehmigter Plan dafür bei der Regierung vorliegen, damit die Förderung von 85 Prozent für die förderfähigen Kosten erlangt werden kann. Die Erweiterung wird auf 1 759 400 Euro geschätzt. "Die Planung ist jetzt eine ganz andere, als ich mir gedacht habe", sagte der Bürgermeister. Er war davon ausgegangen, dass die Krippe im bestehenden Gebäude einfach im Obergeschoss eingebaut werden könnte. Eine Krippe für die kleinsten Kindergartenkinder muss aber zwingend im Erdgeschoss angesiedelt werden, erklärten die Architekten vom Ingenieurbüro Wild und Wilnhammer aus Furth im Wald.

Auch das vorgegebene Raumkonzept sei in ganz Bayern gleich und Vorgabe sei auch ein Aufzug, damit das Gebäude barrierefrei werde, zumal der Essensbereich ins Obergeschoss komme. Das mitgebrachte Modell mit dem geplanten Anbau zeigte eine ansprechende Lösung mit einem Flachbau, der einen geschützten Außenbereich für die Krippenkinder ermöglicht. Lichtdurchflutet und mit einer durchdachten Raumaufteilung fand die Planung den Zuspruch des Marktrates und der Bürgermeister wurde bevollmächtigt, das gemeindliche Einvernehmen für die Planung auf dem Verwaltungsweg zu erteilen. Die Bedenken wegen des vorgesehen Flachdaches konnten zerstreut werden, da es mit einer drei prozentigen Neigung und einer Außenentwässerung vom Planungsbüro auf lange Sicht für dicht erklärt wurde. "Wir müssen auf Zack bleiben, sonst ist die Schule gefährdet", war die Meinung von Beer. Es wäre künftig auch vergebens Bauplätze für junge Familien mit Kindern auszuweisen, wenn keine Kindergartenplätze frei wären. "Wir wollen eine innovative Gemeinde bleiben", so Beer.

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