18.07.2019 - 16:42 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Ein Naturschatz in den Schwarzach-Auen

Begegnungen mit dem Weißstorch und mit Grashüpfern stehen beim Weg durch die Flussauen auf der Tagesordnung. Die Bayern-Tour Natur führt die Teilnehmer in ein spezielles Schutzgebiet.

Auch zu Altwassern und Tümpeln der Schwarzach führte die Bayern-Tour. Beim Weg durch die Flussauen erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes rund um Fauna und Flora.
von Adolf MandlProfil

Seit 2001 bereichert die Marktgemeinde die Bayern-Tour Natur mit verschiedenen Veranstaltungen. Den heuer vergleichsweise späten Termin hatten die Organisatoren gewählt, weil die Brutzeit der Wiesenbrüter abgewartet werden sollte. An der Dorfscheune in Schönau hieß Bürgermeister Maximilian Beer die Teilnehmer im Namen des Kulturförderkreises willkommen. vor allem auch Herbert Ippisch als „Lokalmatador“ und Vertreter des Bundes Vogelschutz. Hans Hofweber für den Imkerverein als Mitveranstalter stellte den groben Ablauf der Exkursion vor. Ihm überreichte der Bürgermeister einen Geschenkkorb zum Dank für die jahrelange maßgebliche Mitarbeit in der Organisation. Hofweber rückt aus Altersgründen ins zweite Glied.

Im Anschluss informierte Maximilian Beer an einer Schautafel über die Schwarzachauen als Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Gebiet, einem Schutzgebiet nach EU- Recht, zum Schutz der Wiesenbrüter (wie Kiebitz). Auf dem Weg bekamen die Teilnehmer immer wieder Störche zu sehen, die auf Nahrungssuche waren. Abertausende Grashüpfer in den nach dem Regen feuchten Wiesen waren für sie leichte Beute. Auf dem Weiterweg machte Beer an einem Altwasser auf „Neophyten“ (Pflanzen und Tiere, die früher hier nicht heimisch waren und eingewandert sind) aufmerksam. Vertreter wie Indisches Springkraut oder der Riesenbärlauch würden sich wegen fehlender Fressfeinde rasch vermehren und andere Arten verdrängen.

Weitere Informationen unterwegs befassten sich mit dem Fischreichtum der Schwarzach. Maximilian Beer nannte es einen Glücksfall, dass der Fluss ab Baumhof nicht begradigt wurde. Auch für geschichtliches Hintergrundwissen war Platz, so hörten die Teilnehmer, dass der Ort Schönau bis 1834 Sitz eines Schlosses war.

In Girnitz besichtigte die Gruppe eine Fischtreppe an, die als Aufstiegshilfe für die Schuppentiere fungiert. An der noch ziemlich neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Schwarzach berichtete der Bürgermeister, dass das Vorgänger-Bauwerk wegen des schlechten Zustands gesperrt und schließlich abgebrochen werden musste. Bei der Errichtung der neuen Brücke gab es gute Zuschüsse, sodass am Markt nur ein geringer Teil der Kosten hängen blieb. Nach dem Rückweg kehrte die Gruppe noch in der Dorfscheune in Schönau ein.

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