31.07.2020 - 14:42 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Schulschwestern bedanken sich für Spenden aus Schwarzhofen

Schwester Dominica Michalke bedankte sich für die Spenden aus der Pfarrei Schwarzhofen.
von Adolf MandlProfil

„Überraschungsgäste“ warteten auf die Gläubigen beim Sonntagsgottesdienst in der Schwarzhofener Pfarrkirche. Zwei Ordensfrauen der Armen Schulschwestern übermittelten ihren Dank für die erhaltenen Spenden aus dem Bereich der Pfarrei. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, um über ihre Arbeit zu informieren.

Zunächst stellte sich Schwester Dominica Michalke vor. Die gebürtige Berlinerin war zehn Jahre im Leitungsteam der internationalen Kongregation tätig und hat die Situation in vielen Ländern kennengelernt. Seit 2018 lebt sie in Regensburg und ist unter anderem Kontaktperson der Theresia-Gerhardinger-Stiftung. Aktuell wirkt sie beim Aufbau einer Gemeinschaft und eines Dienstes im Süd-Sudan mit.

An die Unterstützung dieses Vorhabens dachte Schwester Gabriele aus dem Neunburger Kloster, als sich der Kirchenchor Schwarzhofen nach einem sozialen Projekt erkundete, dem der Erlös der Neujahrsandacht zufließen sollte. Chorleiterin Gabriele Scharf hatte dafür auch private Spenden erhalten und konnte schließlich die Summe von 6000 Euro übergeben. Schwester Dominica dankte auch Pfarrer Markus Urban, dass sie hier im Gottesdienst ihr Anliegen vorbringen durfte.

Den Gottesdienstbesuchern schilderte sie die Bedingungen im Süd-Sudan, die sie bei einem Besuch erlebt hatte: Kein fließendes warmes Wasser, keine zuverlässige Stromversorgung, Verzicht auf gewohntes Essen und auf gepflasterte oder asphaltierte Straßen. Man müsse nun herausfinden, was im Bereich der Bildung für Mädchen und Frauen benötigt werde. Trotz der armseligen Ausstattung der Schulen strebe der Orden einen ganzheitlichen Unterricht an.

Der Süd-Sudan als jüngster Staat der Erde – seit 2011 – ist laut Darstellung der Ordensfrau auch einer der ärmsten und zerbrechlichsten, was die politische Lage und Sicherheit angeht. Die Analphabeten-Rate in der Bevölkerung sei mit 70 Prozent extrem hoch, bei den Frauen liege sie sogar bei bis zu 90 Prozent. Schwester Gabriele hofft, Ende September mit der Arbeit vor Ort beginnen zu können.

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