27.07.2020 - 08:08 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Schwarzhofen legt bei Internetversorgung nach

Bei der Internetversorgung möchte Schwarzhofen in der Spur bleiben. Einstimmig fällt im Marktgemeinderat die Entscheidung für den Beitritt zur Bayerischen Gigabitrichtlinie. In den Fokus rückt der Bau einer Photovoltaikanlage bei Raggau.

Projektentwickler Thomas Schachner (stehend) stellte den Mitgliedern des Marktrates die in Raggau geplante Freiflächenphotovoltaikanlage vor
von Helga ProbstProfil

Einen weiteren Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der Kommune legte der Marktrat, als er in der jüngsten Sitzung das Förderprogramm im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie einstimmig annahm. Dieses neue Programm ist der Türöffner für ein neues Verfahren, mit dem weitere Gewerbeanschlüsse in den sogenannten "grauen Flecken" gefördert sollen. Das bedeutet auch, dass Anwesen mit einer Versorgungsrate von derzeit weniger als 30 Megabit (weiße Flecken) besser versorgt werden.

Außerdem können jetzt Anwesen mit Glasfaser nachgerüstet werden, die bisher schon erschlossen waren. Mit dem neuen Gigabitprogramm sei auch die weitere Erschließung von Privathaushalten, die bisher unter 100 Megabit (MB) liegen (graue Flecken) und Firmen, die unter 200 MB versorgt sind, möglich.

Bürgermeister Maximilian Beer hat Gespräche mit seinen Bürgermeisterkollegen in der Verwaltungsgemeinschaft geführt, und so konnte eine interkommunale Zusammenarbeit mit den angrenzenden Gemeinden Dieterskirchen und Thanstein für den angestrebten Gigabitausbau geschlossen werden. „So können wir uns einen zusätzlichen Bonus von 50 000 Euro je Gemeinde sichern“, erklärte Beer. Der Freistaat unterstützt das Projekt mit Fördersätzen zwischen 80 und 90 Prozent sowie maximalen Förderbeträgen zwischen drei und acht Millionen Euro je Kommune. Für die Unterstützungsleistungen beim Förderverfahren soll der bereits bestehende Auftrag an die Firma IK-T erweitert werden.

Das andere Förderprogramm „Innen statt Außen“ wird der Markt dagegen nicht in Anspruch nehmen, weil es Einfluss auf die Bauleitplanung nehmen würde, berichtete der Bürgermeister aus der vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung.

Johann Kraus möchte in Raggau eine Freiflächenphotovoltaikanlage auf einem seiner Grundstücke bauen. Die Verwaltung hat den Antrag der ausführenden Firma MaxSolar GmbH für ein Bebauungsplanverfahrens mit Änderung des Flächennutzungsplanes zur Schaffung von Baurecht für diese Anlage ganz wertneutral auf die Tagesordnung genommen.

Thomas Schachner stellte die geplante Anlage vor, die 2,63 Hektar groß werden soll. „Die Fläche ist gut geeignet und ideal erschlossen“ nannte der Projektentwickler die Vorteile. Marktrat Edmund Sukale (FW) meldete aber Bedenken an. Er befürchtete, dass wegen der großen Anlage, kleinere private PV-Anlagen in Spitzenzeiten heruntergeregelt werden könnten. Josef Kaiser (CSU) hätte es bevorzugt, wenn die Anlage nicht so nah am Ort gebaut werden würde. Alle Bedenken und Fragen sollen jetzt abgearbeitet werden, bevor der Antrag für das Vorhaben behandelt werden wird.

Die Bauwerber Manfred und Michaela Sander erhielten das gemeindliche Einvernehmen zu ihrem Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Bungalows mit Doppelgarage und Pferdestall in der Gemarkung Haag. Die Markträte sahen keine Probleme wegen Geruch- oder Lärmbelästigung durch einen benachbarten landwirtschaftlichen Betrieb. Sie gingen von einer beidseitigen Rücksichtnahme aus.

Es wird immer schwieriger, Handwerker zu finden. Diese Erfahrung hat der Markt bei der Ausschreibung des Gewerkes "Trockenbau" für die Sanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule gemacht. Nach einer wiederholten Ausschreibung wurde die Firma Holz Bösl Akustik- und Trockenbau GmbH aus Ursensollen für 76 857 Euro beauftragt. 15 Firmen erhielten die Bitte um ein Angebot für die Spenglerarbeiten an dem Schulgebäude – doch Zuschriften blieben aus. Hier muss erneut ausgeschrieben werden.

Knapp sechs Millionen Euro umfasst 2020 der Gesamthaushalt der Marktgemeinde.

Schwarzhofen

Der Marktrat stimmte einer Kostenvereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Denglarn für die Vergabe und Kostenbeteiligung für die Objektplanung Dorfmitte zu. Die Planungskosten betragen voraussichtlich 13 086 Euro. Der Kostenanteil des Marktes beträgt davon 4007 Euro. Einstimmig wurde noch die Kommandanten der Feuerwehr Haag, Johann Plößl und Josef Frey junior, durch das Gremium bestätigt. Beer informierte abschließend, dass das Heimatfest auf 2025 verlegt wurde.

Für die Sanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule ist es schwierig Baufirmen zu finden
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