10.05.2020 - 13:40 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Schwarzhofener Marktrat steht für Kontinuität in der Krise

Mit der konstituierenden Sitzung in der Aula der Dr.-von-Ringseis-Grundschule ist der Marktrat Schwarzhofen wieder geschäftsfähig. Die Herausforderungen in Corona-Zeiten sind groß.So manches Vorhaben lässt sich nicht wie geplant umsetzen.

Bürgermeister Maximilian Beer (Mitte) vereidigt die beiden neuen Markträte Christina Ziereis (links) und Josef Ruider.
von Helga ProbstProfil

Neben den beiden Stellvertretern des Bürgermeisters wurden auch zwei neue Markträte vereidigt. 2014 gaben sechs Ratsmitglieder ihren Sitz auf. Jetzt kamen nur Christina Ziereis und Josef Ruider neu dazu. Das gewähre eine bessere Kontinuität, sagte Bürgermeister Maximilian Beer vor der Vereidigung der beiden.

"Jetzt sind wir wieder komplett und handlungsfähig", leitete er die Tagesordnung ein. In der Geschäftsordnung, die sich der Marktrat einstimmig gab, wurde festgelegt, dass zu den Sitzungen vorerst ein halbes Jahr lang schriftlich oder elektronisch geladen werden soll. Danach wird entschieden, ob nur noch elektronisch verfahren wird. Außerdem sollen die Sitzungen grundsätzlich um 19 Uhr anfangen und die Ladungsfrist besser vier Tage betragen. 30 Euro Sitzungsgeld hielten die Räte für angemessen. Vorher bekamen sie 20 Euro.

Der Marktrat hat nur einen Ausschuss, für den die Mitglieder bestellt wurden. Nach dem Stärkeverhältnis der Parteien machte Beer von seinem Vorschlagsrecht für zwei Mitglieder und deren Stellvertreter im Rechnungsprüfungsausschuss Gebrauch. Martina Ippisch und Andreas Immervoll wurden einstimmig gewählt, ebenso wie deren Stellvertreter Alfred Wolfsteiner und Anton Köppl. Das dritte Ausschussmitglied stellen die Freien Wähler mit Christina Ziereis (Stellvertreter Edmund Sukale).

Kein Tourismusbeauftragter

Andreas Immervoll übernimmt wieder den Vorsitz in diesem Gremium und Martina Ippisch vertritt ihn. Alfred Wolfsteiner engagiert sich in der aktuellen Wahlperiode als Senioren- und Familienbeauftragter und führt seine Arbeit als Ortsheimatpfleger auch nach 25 Jahren mit viel Herzblut weiter. Als eine gute Wahl bezeichneten es die Räte, dass Stefan Schmid, Kommandant der Feuerwehr Schwarzhofen, als Jugendbeauftragter eingesetzt wurde. Zurzeit gibt es keinen Tourismusbeauftragten in Schwarzhofen. Bei Bedarf wird dieser nachbestellt.

Die erste Bauvoranfrage der neuen Wahlperiode kam von Franziska Frey und Benjamin Danner, die ein neues Wohnhaus auf einer alten Hofstelle in der Gemarkung Uckersdorf bauen möchten. Der Marktrat befürwortete das Vorhaben, auch wenn noch Details zu Wasserversorgung und Brandschutz geklärt werden müssen. Auch der Bauwerber Xaver Fischer erhält vom Markt einen positiven Bescheid für seinen Neubau einer Lagerhalle in Uckersdorf. In einem Begleitschreiben wird aber darauf hingewiesen, dass der benutzte Feld- und Waldweg zu der Halle nicht gepflegt wird und kein Winterdienst dafür eingeplant wird. Eine Beleuchtung ist ebenfalls nicht vorgesehen. Genehmigt wurde die Errichtung einer gewerblichen Maschinenhalle mit Werkstatt in Schwarzhofen durch Helmut Seebauer senior.

Kein neuer Anstrich fürs Rathaus

Aufgrund eines Wertungsfehlers wurde der Beschluss aus der vorangegangenen Sitzung aufgehoben und der Sonnenschutz für die Grundschule neu an die Firma Schultheiß, Burghausen, für 54 955,64 Euro/brutto vergeben. Zum Abschluss informierte Bürgermeister Beer über Beschlüsse in nicht öffentlicher Sitzung. Die Malerarbeiten im Leichenhaus wurden an die Firma Ebnet aus Wölsendorf vergeben. Die Schlussrechnung der Firma Seebauer für Abbrucharbeiten wurde genehmigt. Die Malerarbeiten am Rathaus sollen erst im Frühjahr 2021 erfolgen, da das Heimatfest heuer ausfällt.

Zweckverbände:

Gemeindevertreter bestimmt

Als Vertreter in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald nehmen neben Bürgermeister Maximilian Beer, Franz Stockerl und Edmund Sukale teil. Beer wird vom dritten Bürgermeister Andreas Immervoll und die Markträte von Alfred Wolfsteiner und Christina Ziereis vertreten. Die Verbandsversammlungen des Zweckverbandes Nord-Ost-Gruppe werden von Anton Köppl und Josef Ruider besucht. Stellvertreter sind Helmut Seebauer und Franz Bauer. Bei den Verbandsversammlungen des Zweckverbandes der Pretzabrucker Gruppe vertritt Beer alleine den Markt. Genauso wird bei den Verbandsversammlungen des Schulverbandes Neunburg verfahren. Zum Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz schickt der Markt den zweiten Bürgermeister Franz Stockerl, und Andreas Immervoll vertritt ihn. Alfred Wolfsteiner übernimmt die Verbandsversammlungen des Zweckverbandes Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (Vertreter Helmut Seebauer).

Im Verhinderungsfall des Bürgermeisters springt Josef Kaiser bei den Beteiligtenversammlungen der ILE Schwarzach-Regen ein, und die Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung und Flurneuordnung Denglarn übernehmen künftig Franz Stockerl und Josef Kaiser. Die Dorferneuerung Schönau betreut wieder Martina Ippisch.

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