25.11.2020 - 10:54 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Solarpark Raggau nimmt nächste Hürde im Marktgemeinderat

Die Planungen für den im Ortsteil Raggau geplanten Solarpark können weitergehen. Die Schwarzhofener Markträte haben die Weichen für die Änderung des Flächennutzungsplans gestellt.

Im vergangenen Juli hatte in Raggau ein Ortstermin für den geplanten Solarpark stattgefunden. Dabei erläuterte Thomas Schachner (Firma Max Solar, links) das Vorhaben gegenüber Bürgermeister Maximilian Beer.
von Helga ProbstProfil

Für den „Solarpark Raggau“ erfolgte in der Marktratssitzung am Montag der nächste Schritt. Zur Vorstellung des Bebauungsplanentwurfes war Annette Boßle von der Firma "Lichtgrün Landschaftsarchitektur“ gekommen. Sie erklärte, dass der Flächennutzungsplan geändert werden muss, bevor die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung eingeleitet werden kann. „Jetzt handelt es sich in Raggau um eine landwirtschaftliche Fläche mit potentieller Erosionsgefahr“, beschrieb Boßle das Areal. Es solle in ein Sondergebiet mit Zweckbestimmung Photovoltaik umgewandelt werden.

Geplant ist, am nördlichen Rand sogenannte Lerchenfenster als Artenschutzmaßnahme anzusiedeln. Dabei handelt es sich um bewusst angelegte Fehlstellen in landwirtschaftlichen Nutzflächen, auf denen die Feldlerche Lande- und Brutplätze sowie genügend Futter findet.

In Schwarzhofen läuft aktuell die energetische Sanierung der Grundschule

Schwarzhofen

Nach einer ausführlichen Variantendiskussion entschieden die Markträte einstimmig, dass es ausreichend sei, auf der Südseite die Eingrünung mit einer zweireihigen, drei Meter breiten, blickdichten Hecke nur auf der halben Länge zu verlangen. Als Eingrünung der Ostseite wurde beschlossen, dass die Bestandsgehölze auf der Oberkante der gemeindlichen Böschung ergänzt werden und der Grundstückseigentümer die Pflege und die Verkehrssicherung übernimmt. Der dritte Beschluss regelte, dass die Wechselrichter und Trafos an der West- und Nordseite der Modulreihen angebracht werden dürfen.

Gebaut wird die Solaranlage von der Firma Max Solar GmbH Traunstein, und Familie Kraus stellt ihre Fläche dafür zur Verfügung. Die erforderlichen Ausgleichsflächen stehen ebenfalls parat. Vorgesehen ist, im Januar und Februar die Pläne öffentlich auszulegen. Anschließend werden die eingegangenen Anregungen behandelt.

Im weiteren Verlauf gab Bürgermeister Maximilian Beer die Beschlüsse aus der vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Darunter die erneute Ausschreibung des Gewerkes „Fliesenlegerarbeiten“ für die Dr.-von-Ringseies-Grundschule, nachdem eine erste Ausschreibung hatte aufgehoben werden müssen. Die Firma Sturm Feuerschutz GmbH erhielt den Auftrag für benötigte Geräte und Ausrüstungsgegenstände der gemeindlichen Feuerwehren.

Grünes Licht gab es für einen Bauantrag für ein Tiny-House (Containerhaus) in Schwarzhofen. Keine Einwände hatte das Gremium gegen eine Bauvoranfrage für die Errichtung einer Schleppdachgaube, ebenso gegen die Widmung der Ortsstraße „Am Kalvarienberg“ im Baugebiet „Hennensteig II“. Die Bestätigung des Gremiums erhielten Christian Greiner und Johann Ippisch, die weiter amtierenden Kommandanten der Feuerwehr Uckersdorf.

Einstimmig wurde die Schaffung eines Glasfaseranschlusses für das Rathaus beschlossen. Für das Förderverfahren in diesem Fall ist jetzt der neue Mitarbeiter in der Verwaltungsgemeinschaft zuständig: Thomas Körner unterstützt ab sofort Geschäftsstellenleiter Jürgen Steinbauer und stellt den Förderantrag für den Glasfaseranschluss für das Rathaus. Hier könne mit 90 Prozent Zuschuss gerechnet werden, so dass der Eigenanteil des Marktes bei zirka 3500 Euro liegen werde. Abschließend bedauerte der Bürgermeister, dass es heuer keine Weihnachtsfeier für den Marktrat und die Bediensteten geben könne. Dafür soll im Sommer, sobald es wieder erlaubt ist, eine Grillfeier stattfinden.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.