23.02.2020 - 19:18 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Trotz eigener Meinung die Beschlüsse mittragen

Die Christliche Wählerunion (CWU) Schwarzhofen eröffnet ihre Wahlveranstaltungen. Die Gruppe will im Marktgemeinderat weiterhin positive Beiträge liefern.

von Udo WeißProfil

"Sachlich, zuverlässig, unabhängig, fair" - Unter diesem Leitspruch haben sich 19 Kandidaten auf der Liste der Christlichen Wählerunion (CWU) Schwarzhofen für den Marktgemeinderat aufstellen lassen. Im Gasthof Wilholm fand nun die Auftaktversammlung der Gruppe statt. Dieser stehen im Unterschied zu anderen namhaften Parteien keine "Zugpferde" zur Verfügung, wie Landrat, Bürgermeister oder Abgeordnete, betont wurde.

"Unsere Kandidaten repräsentieren die Gemeinde, kommen aus allen Gemeindeteilen, sind ehrenamtlich engagiert und sprechen damit die Wähler an", ist sich Listenführer Josef Ruider sicher. Mit ihm begann auch die Vorstellungsrunde. Drei Marktgemeinderäte berichteten über die Maßnahmen die zum Teil bereits geplant sind, zum Teil noch anstehen und deshalb als Ziele der CWU festgeschrieben sind. Hans Gürtler sprach von vielen Maßnahmen, die durch positive Beiträge der CWU umgesetzt wurden, wie die Parkplätze am Friedhof.

Johann Plößl berichtete über die Flurneuordnung Denglarn. Auch die Dorferneuerung sei durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) festgelegt, wofür es gute Förderung gebe. Josef Fink, Gründungsmitglied der CWU im Jahre 1989, früherer Zweiter Bürgermeister und seit 36 Jahren in der Politik tätig, sagte: "Wir wollen im Marktgemeinderat an unserer Erfolgsgeschichte der vergangenen 30 Jahre anknüpfen." Er stellte die Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Schule vor und hob die beschlossene Erweiterung des Kindergartens hervor. Der Ausbau der gemeindlichen Straßen sei unumgänglich, geplant ist die Straße Zangenstein-Schönau. Die Förderung der Altortsanierung sei nach wie vor wichtig, da Gebäude und Straßen nicht zum Besten bestellt sind. Die Unterstützung der Kultur und Vereinsarbeit ist ein weiterer Punkt des Wahlprogramms, mit dem die Zukunft der Gemeinde gestaltet werden soll.

"Wir haben unsere eigene Meinung, aber etwa 90 Prozent der Beschlüsse haben wir mitgetragen", so Fink. In der anschließenden Diskussionsrunde ging es um die Sanierung des Kindergartens. Vorschläge wie das Unterbringen der Kinder im Obergeschoss der Schule sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich, auch die Verlagerung nach Zangenstein erschien als nicht sinnvoll.

Halte- und Parkverbote auf der Durchgangsstraße und um den Marktplatz Schwarzhofen erhitzten in der Vergangenheit die Gemüter. Die straffe Regelung brauche es nicht, man könnte eine Stunde Parken erlauben, war die Meinung der Anwesenden. Eine Diskussion ergab sich zu dem Vorfall, als Martin Ruider aus dem Marktgemeinderat ausgeschieden ist. Es gab Gewaltandrohungen im Zusammenhang mit den Feststellungen im Rechnungsprüfungsausschuss.

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