Schwarzhofen
16.10.2022 - 12:55 Uhr

Umfrage unter Senioren in Schwarzhofen mit ernüchterndem Ergebnis

Wie geht es weiter mit der Seniorenarbeit in Schwarzhofen? Eine Umfrage sollte den Bedarf ermitteln. Das Ergebnis ist zum Teil ernüchternd. Bürgermeister Maximilian Beer will ein Armutszeugnis vermeiden.

Bürgermeister Maximilian Beer, sein Stellvertreter Franz Stockerl, Pfarrer Markus Urban, Alfred Wolfsteiner und Josef Leonhardt (im Hintergrund, von links) peilen mit engagierten Helfern einen "Monatstreff für Senioren" an. Bild: mad
Bürgermeister Maximilian Beer, sein Stellvertreter Franz Stockerl, Pfarrer Markus Urban, Alfred Wolfsteiner und Josef Leonhardt (im Hintergrund, von links) peilen mit engagierten Helfern einen "Monatstreff für Senioren" an.

Bürgermeister Maximilian Beer stellte im Marktladen-Café die Ergebnisse der Senioren-Umfrage vor. Mit von der Partie war dabei auch der "Restbestand“ der Aktiven im ehemaligen Senioren-Club. Pfarrer Markus Urban, stellvertretender Bürgermeister Franz Stockerl, der Seniorenbeauftragte des Marktes, Alfred Wolfsteiner und der Sprecher des Pfarrgemeinderates, Josef Leonhardt befassten sich mit einer ganzen Reihe von Zahlen.

Beer informierte darüber, dass 455 Fragebögen an Personen ab 60 Jahren verschickt wurden , 432 in Schwarzhofen, 20 in der Stadt Neunburg (Oberaschau; Pfarrei), 3 in Wagnern (Pfarrei). Die Mehrzahl ging an 60- bis 69-Jährige, nämlich 203 Fragebögen, gefolgt von der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen (139) und den 80- bis 89-Jährigen (92) sowie den noch älteren Personen (14). Es wurden 98 ausgefüllte Fragebögen zurückgegeben, 51 aus Schwarzhofen, 47 aus Ortsteilen.

Mehrheit in Gemeinschaft

Allein lebt von diesen fast hundert Personen, die geantwortet haben, etwa ein Viertel, die Mehrheit lebt in einer Gemeinschaft (67). Je älter die Personen sind, desto geringer ist der Anteil der derjenigen, die in einem eigenen Haushalt leben, bei den bis 89-Jährigen sind es aber immerhin noch 21, bei den noch älteren nur noch 4.

Fit fühlen sich 77 Senioren, die den Fragebogen aufgefüllt haben, eingeschränkt 18. Ein Auto haben 75 dieser älteren Mitbürger, 18 sind auf einen Fahrdienst angewiesen, eine Person kann das Haus nicht verlassen. An diversen Angeboten für Senioren sind 43 nicht interessiert, 47 würden gern teilnehmen. Einen Seniorenadvent wünschen sich 32 Personen, 35 würden einen Gutschein vorziehen. Die Auflösung des Seniorenclubs ist für 42 nicht von Bedeutung, 43 wünschen sich eine Weiterführung. An einer Senioren-Bürgerversammlung besteht für 56 keine Interesse, 20 stimmten dafür. Eine Mitarbeit erscheint 74 Senioren aber nicht möglich, 2 könnten sich das schon vorstellen.

Spontane Helfer

Nach diesen teilweise ernüchternden Zahlen stellt Beer die Frage: „Wie geht es weiter?“ Er prognostizierte , dass die Einwohnerzahl sinken, die Zahl der Senioren aber steigen wird. Man suche nach Lösungen und Angeboten. Zunächst richtete man das Augenmerk auf den Senioren-Advent-Nachmittag, geplant für den ersten Adventsonntag, 27. November. Beer stellte heraus, dass es ein Armutszeugnis für Schwarzhofen wäre, wenn er nicht wiederbelebt werden könnte. Weil es keine KLJB und keinen Seniorenclub mehr gibt, müssten für die Vorbereitung und Organisation andere Helfer gefunden werden. Einige meldeten sich spontan, andere sollen bei einem Treffen am 25. Oktober gewonnen werden. Man werde um Kuchen- und Plätzchen-Spenden bitten und einen Fahrdienst starten. Weitere Informationen soll es dann im Pfarrbrief, im Amtsblatt und der Presse geben.

Wie schon bei der Herbstversammlung der Verein und Gruppierungen angesprochen, soll bei der Frühjahrsbesprechung das Thema "Monatstreff für Senioren" weiter konkretisiert werden. Es könne doch klappen, dass einmal im Monat ein Verein ein Treffen für Senioren organisiere. Man werde dann einen Jahreskalender erstellen, Termin soll üblicherweise Dienstag, 14 Uhr, im Pfarrheim (barrierearm) sein, Abweichungen seien natürlich möglich. Das Motto für die erste Veranstaltung ist auch schon angedacht: „Der Markt stellt sich vor“.

Auch über den Modus bei runden Geburtstagen ab 80 Jahren wurde diskutiert. Ein Besuch des Bürgermeisters soll auf Wunsch erfolgen, einen Gutschein werde es auch geben.

 
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