05.03.2020 - 11:43 Uhr
Schwend/BirglandOberpfalz

Für den ASV Schwend beim Schwimmen auf der Langstrecke

100 mal 100 Meter im Wasser unterwegs - manche packen das an. Nicole Maderer und Helmut Graf sagen sich: "Geteiltes Leid ist halbes Leid."

Nicole Maderer und Helmut Graf teilten sich zehn Kilometer beim Langstreckenschwimmen in Nürnberg.
von Externer BeitragProfil

Wenn jemand erklärt, er schwimme zehn Kilometer am Stück, dann wird er von manchen Leuten mitleidig angesehen und gefragt, ob er vielleicht nicht einmal zum Arzt gehen möchte. 100 mal 100 Meter ist unterm Strich die gleiche Distanz, aber es hört sich für den Laien einfacher an. Dagegen werden Schwimmer oder Triathleten eine Augenbraue heben und viel Spaß dabei wünschen. Was macht diesen Schwimmwettbewerb aber so lustig?

Eigentlich nichts. Die Vorstellung, schmerzende Schultern und einen verspannten Rücken zu haben, wirkt eher wenig amüsant. Bei den 100 Mal 100 Metern wird vorher festgelegt, nach welcher Abgangszeit die 100 Meter geschwommen werden. Je nach Geschwindigkeit hat der Sportler alle 100 Meter eine kürzere oder längere Pause. Nach 100 Intervallen darf er aus dem Schwimmbecken steigen, wenn er dies noch alleine schafft.

Während der Freizeit- und Touristikmesse in Nürnberg veranstaltete der Bayerische Triathlon-Verband im Langwasserbad ein Langstreckenschwimmen. Die beiden Triathleten Nicole Maderer und Helmut Graf vom ASV Schwend beherzigten die Weisheit "Geteiltes Leid ist halbes Leid" und entschieden sich für die zehn Kilometer in einer Zweier-Staffel. Nach 25 Intervallen gab es eine fünfminütige Pause, und es wurde gewechselt.

Maderer schwamm als einzige Frau auf der Bahn konstant an dritter Position gleichmäßig ihr Tempo. Viel zu schnell vergingen die 2,5 Kilometer, und Graf wechselte ins Wasser. Da er wegen einer Operation drei Wochen nicht trainiert hatte, ging er das Schwimmen nicht ganz so jugendlich und euphorisch an wie Maderer. Der ASV-Triathlet war aber auch überrascht, wie schnell der nächste Wechsel kam.

Nach vier geschwommenen Kilometer wurden aber bei beiden die Arme schwerer, die Pausen kürzer und die Bahn irgendwie immer länger. Aufgepumpt wie Popeye der Seemann und mit dem gleichen Lächeln, gingen die beiden nach insgesamt zehn geschwommenen Kilometern in das Wochenende.

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