Greta Thunberg und Klima großes Thema beim Fasching

Fasching ist eine Zeit der Heiterkeit. Doch gerade bei den Faschingszügen klingen immer wieder kritische Worte zur Politik oder zu aktuellen Ereignissen durch - meist charmant verpackt, manchmal auch ganz deutlich. Auch in Seebarn.

von Tobias ZiereisProfil

Der Seebarner Faschingsverein – vorneweg mit den beiden Präsidenten Dennis Gruber und Christian Ferstl – konnte am Sonntag richtig zufrieden sein, denn der Faschingszug ging unfallfrei über die Bühne. Das war das Allerwichtigste. Zudem gab es einen Rekord zu vermelden, denn am Faschingssonntag schlängelten sich 61 Gruppen durch den Neunburger Ortsteil – so viele wie nie zuvor. Etwa 9000 Besucher bestaunten die verschiedenen Motto-Wägen und Fußgruppen. Die Wettervorhersage ließ zunächst nichts Gutes erwarten. Doch Petrus hatte ein Erbarmen mit den Seebarnern, denn sie blieben größtenteils von Regen und Wind verschont. Hier hatte sicherlich auch Landrat Thomas Ebeling seinen Anteil, der als Ehrenschirmherr auf dem Prunkwagen mitfeierte.

In Seebarn findet der Faschingszug nur alle fünf Jahre statt, was ihn so besonders macht. So geben sich die Protagonisten beim Bauen ihrer Wägen besonders große Mühe. Die Komitee-Mitglieder freuten sich zudem über das breite Einzugsgebiet der Teilnehmer, denn es waren Gruppierungen sowohl aus der näheren als auch weiteren Umgebung vertreten, so zum Beispiel auch aus Stadlern, Dietersdorf, Niedermurach, Pillmersried, Kulz oder auch Dieterskirchen. „Alle Beteiligten haben sich wahnsinnig viel Arbeit gemacht, dadurch war dieser Faschingszug wieder ein absoluter Höhepunkt. "Wir sind überwältigt, aber auch fix und fertig“, lautete das Fazit von Faschingspräsident Dennis Gruber am Sonntagabend. Ihn und sein Komitee erfüllte es mit Stolz, solch einen großen und schönen Faschingszug auf die Beine gestellt zu haben. „Wir sind die Aufgabe mit großem Respekt angegangen. Umso mehr freut uns das Lob unserer Vorgänger Johann Schießl, Johann Gruber und Josef Kirchberger“, so Gruber. Die Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl zeigte sich enorm stolz auf „ihre Seebarner“, die wieder bewiesen haben, wozu sie im Stande sind: „Zuhause wart ihr alle in den letzten Tagen und Wochen kaum. Ihr habt das großartig gemacht – dafür meinen allergrößten Respekt“, so das aktuelle Oberhaupt der „Stadt Seebarn“. Und auch Bürgermeister Martin Birner war beeindruckt und appellierte an alle Besucher, das Auto lieber stehen zu lassen, und stattdessen mit den Seebarnern zu feiern. Von Markus Schlegel (Polizei Neunburg) ernteten die Verantwortlichen großes Lob für die Organisation. Alles sei hervorragend geplant gewesen.

Den etwa 9000 Besuchern wurden beim Gaudiwurm verschiedenste Themen präsentiert; beispielsweise wurde die „Fridays-for-Future“-Bewegung aufs Korn genommen, genauso wie die neu eingeführte Bon-Pflicht für Geschäfte. Aber auch einige regionale Besonderheiten wurden präsentiert, so zum Beispiel die Algenplage am Eixendorfer Stausee oder auch das Wirtshaussterben in und um Neunburg. Die Meißenberger Feuerwehr warb außerdem für ihr Gründungsfest zum 125. Jubiläum am Pfingstwochenende. Ebenso machte der Neunburger Ski-Club auf seine Feierlichkeit zum 50. Jubiläum aufmerksam. Es fanden sich aber auch Wägen in Seebarn ein, denen kein Weg zu weit war: So bekamen die Gäste Einblicke in den venezianischen Maskenball oder dem „gallischen Dorf, deren Aufmachung ein echter Hingucker war. Nach dem Faschingszug wurde am Dorfplatz ausgelassen weiter gefeiert, ehe das närrische Volk den Abend im Pfarr- und Jugendheim stimmungsvoll ausklingen ließ. Bis spät in die Nacht war immer wieder zu hören: "Groß Seebarn – Helau."

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