22.07.2021 - 13:38 Uhr
SelbOberpfalz

Design-Entwurf aus Selb, der Leben retten kann

Die Fachschule für Produktdesign Selb stellt die Abschlussarbeiten ihrer Absolventen virtuell vor. Der neue Studiengang beginnt im Herbst, das Studio macht Fortschritte.

Eine spektakuläre Abschlussarbeit hat Martin Pinzer eingereicht: Seine Wasserstation „Sealight“ kann künftig sowohl Schiffbrüchige als auch in Seenot geratene Schiffe retten.
von Autor FPHProfil

Im 112. Jahr ihres Bestehens nutzt die Staatliche Fachschule für Produktdesign in Selb, wie sie mitteilt, zum zweiten Mal die Möglichkeiten einer virtuellen Ausstellung, um der Öffentlichkeit die Leistungen der Absolventen zu präsentieren. 58 Absolventen schließen demnach im Juli 2021 ihre Ausbildung an der Staatlichen Fachschule für Produktdesign ab. Sie präsentieren vielfältige Arbeiten aus allen Bereichen des Produktdesigns.

„Seien Sie dabei, wenn ab dem 23. Juli die virtuellen Pforten unserer neu gestalteten digitalen Werkschau geöffnet werden!“ Mit diesen Worten lädt die Schule alle Interessierten ein, sich einzuloggen (www.werkschau-design.bsz-selb.de).

Das Jahr 2021 habe darüber hinaus auch zwei große Projekte der Fachschule weit nach vorne gebracht: Ab dem Wintersemester 2021 beginnt der neue Bachelor-Studiengang „Design und Mobilität“ in Kooperation mit der Hochschule Hof in Selb. Die Architektur für das neue Designstudio, das zukünftig sowohl Fachschule als auch Hochschule nutzen werden, ist entschieden, und die Detailplanungen laufen. Die Fertigstellung ist für 2024 vorgesehen.

Eine der Abschlussarbeiten ist „Sealight“ von Martin Pinzer. Immer wieder steigen Menschen für ein friedliches Leben in Freiheit in überfüllte und seeuntaugliche Kutter. Dieser Weg führt leider viel zu häufig zu schlimmen Tragödien. „Sealight“ ist ein Projekt, das sich zum Ziel setzt, in Seenot geratene Menschen im Mittelmeer zu finden und sie schnell vor dem Ertrinken zu retten. Die Wasserstationen lassen, ähnlich wie bei einem Leuchtturm, Licht auf das Meer scheinen. Menschen, die auf dem Meer um ihr Leben kämpfen, können sich zu diesen Stationen retten und dort ein Notsignal abgeben. Rund um den Turm sind große Plattformen angeordnet, die besonders vielen Menschen die Möglichkeit geben sollen, sich selbst aus dem Meer zu retten.

Außerdem verfügen die „Sealights“ über intelligente U-Boote, die sinkenden Schiffen in ihrer Umgebung aufblasbare Plattformen zuschicken. Durch einen darin eingebauten GPS-Sender können Rettungsboote zu den Schiffbrüchigen eilen, um diese zu retten. Die Stationen sind auf den tödlichsten Fluchtrouten des Mittelmeers in regelmäßigen Abständen angeordnet.

Schüler der Fachschule für Produktdesign haben bereits mehrmals Werke in Mitterteich präsentiert

Mitterteich

 

 

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