25.05.2018 - 14:54 Uhr

Seniorin fällt auf Telefonbetrüger rein

Organisierte Täter ergaunern 40.000 Euro bei älterer Frau

Symbolbild Stephan Jansen/dpa
Symbolbild

Kulmbach. "Rate mal, wer dran ist?" Häufig beginnen Betrüger am Telefon mit diesem Gesprächseinstieg ihre Masche. Am Donnerstagnachmittag schlugen die organisierten Täter in Kulmbach zu und ergaunerten bei einer Seniorin einen fünfstelligen Eurobetrag. Bei weiteren Fällen in ganz Oberfranken kam es zu keinen Geldübergaben. Als angebliche Enkel, hilfebedürftige Verwandte oder falsche Polizeibeamte gaben sich mindesten zwölf Anrufer in den letzten 24 Stunden bei Senioren in Oberfranken aus, um an deren Geld zu kommen.

"So gelang es höchst professionellen Straftätern, eine betagte Frau aus Kulmbach von der Notlage der Nichte zu überzeugen", erklärt Martin Prechtl vom Polizeipräsidium Oberfranken. Die Rentnerin hob von ihrer Bank 40.000 Euro ab und übergab die Summe am Donnerstag gegen 17 Uhr im Bereich der Straße „Schwedensteg“ an einen unbekannten, etwa 30 Jahre alten und rund 175 Zentimeter großen Abholer.

Einige Stunden später, nach dem Bekanntwerden der Tat, fahndete die Kulmbacher Polizei umgehend nach dem blonden Mann, der eine Jeans und einen braun-grauen Pullover an hatte. Die Polizisten konnten ihn nicht mehr fassen. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen übernommen.

Polizei verhindert Übergabe bei anderen Fällen

Gerade noch verhindern konnte die Forchheimer Polizei eine Geldübergabe nachdem eine aufmerksame Nachbarin die Beamten verständigte. Sie bekam mit, wie eine 83-jährige Frau 15.000 Euro nach Hause brachte und mit angeblichen Polizeibeamten telefonisch einen Übergabetermin vereinbarte. Die echten Polizisten warnten die Frau und vereitelten die Straftat.

Das Misstrauen einer Bankangestellten aus Kulmbach ist es zu verdanken, dass ein älterer Herr nicht um 50.000 Euro erleichtert wurde. Der Senior wollte das Geld von seinem Konto abheben, was der Mitarbeiterin seltsam vorkam. Sie verständigte die Kriminalpolizei Bayreuth, die sehr schnell ermittelte, dass auch hier eine angebliche Enkelin um Geld bat.

Info:

Das Polizeipräsidium Oberfranken gibt Ratschläge

Vor allem ältere Mitbrüger sollen auf diese Hinweise achten:

• Seien sie skeptisch, wenn sie telefonisch um Geld gebeten oder sie über ihre Vermögensverhältnissen ausgefragt werden! Die echte Polizei würde so etwas niemals tun!

• Übergeben sie keinem Fremden Geld, auch wenn er angeblich von Verwandten geschickt wurde!

• Vergewissern sie sich durch einen Rückruf, ob ein Verwandter tatsächlich finanzielle Hilfe benötigt oder holen sie sich Rat bei Vertrauenspersonen oder Freunden!


An die Mitarbeiter von Kreditinstituten appelliert die Polizei:

• Seien sie misstrauisch, wenn eine ältere Person einen hohen Geldbetrag abheben möchte. Bedenken sie, dass die Senioren ihre finanzielle Lebensleistung verlieren könnten. Informieren sie umgehend die Polizei, wenn sie einen Betrugsverdacht hegen!

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.