13.04.2021 - 17:17 Uhr
Seugast bei FreihungOberpfalz

Einsatz für Gambiahilfe Kaytola trotz Coronakrise

Inge Iberl findet auch in der Corona-Pandemie kreative Möglichkeiten, um das gambische Dorf Keveran zu unterstützen. Ihr Verein Gambiahilfe Kaytola setzt sich dort vor allem für Kinder ein.

Die aus gambischen Stoffen genähten Hasen und Hühner verkaufte Inge Iberl zur Osterzeit.
von Jasmin EhbauerProfil

Die Corona-Pandemie bedeutet für den gemeinnützigen Verein Gambiahilfe Kaytola vor allem eines: weniger Einnahmen. Doch das Geld wird dringend benötigt, um auch weiterhin die Schulbildung der Kinder in dem gambischen Dorf Keveran zu finanzieren. „Geplant war eigentlich, auf den Frühjahrs- und Wochenmärkten mit einem Stand vertreten zu sein“, erzählt Inge Iberl, Vorsitzende des Vereins. Das Warenangebot reicht dabei von afrikanischen Gewürzmischungen, über selbstgemachte Öle und Marmeladen bis hin zu handgefertigten Ketten oder Holzschnitzereien.

Doch wegen Corona fielen die Märkte aus – und damit eine wichtige Einnahmequelle des Vereins. „Von dem Geld zahlen wir eigentlich die Schuluniformen der Kinder, die Räumlichkeiten, die Gehälter der Lehrer und vieles mehr“, sagt Iberl. „Aber wir sind nur ein kleiner Verein mit wenigen Mitgliedern, ohne die Einnahmen von den Märkten oder Spendengeldern können wir das nicht für immer stemmen.“ Die Seugasterin gibt sich jedoch nicht geschlagen: Solange es keine Märkte gibt, versucht sie die Produkte von Zuhause zu verkaufen – Corona-konform per Lieferung oder bei Selbstabholung mit Abstand und Maske. „Die Kinder hatten für die Osterzeit sogar Hasen und -hühner selbst genäht und zu mir nach Deutschland geschickt“, erzählt Iberl.

Interessierte können per E-Mail (gambiahilfe.kaytola[at]web[dot]de), telefonisch (09646/809 110) oder über Facebook (Gambiahilfe Kaytola e.V.) nach Bildern der Produkte fragen und Bestellungen aufgeben. „Sobald es wärmer wird und es erlaubt ist, werde ich auch anfangen, die Waren und frisch zubereitete gambische Spezialitäten in einem Stand vor den Supermärkten zu verkaufen“, erzählt Iberl. Alle Einnahmen würden dabei den Kindern zugute kommen. Die Zutaten oder Standkosten zahle die Vorsitzende aus eigener Tasche. „Da Corona der Wirtschaft in Gambia schwer geschadet hat und viele Familien noch weniger verdienen als zuvor, können die Eltern die Schulkosten der Kinder erst recht nicht tragen. Unsere finanzielle Unterstützung ist also gerade jetzt enorm wichtig.“

Wer den Verein unterstützen möchte, kann das mit einer Spenden tun (Volksbank-Raiffeisenbank, IBAN DE13 75 290 000 0000 235 369, BIC GENODEF1AMV).

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