19.05.2020 - 20:47 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Skoda spricht jetzt irisch

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Das wird echt spannend: Skoda rollt seinen ersten SUV-Stromer vor. Der Enyaq kommt zwar erst nächstes Jahr auf den Markt, doch die Tschechen verraten schon mal ein paar Details.

Gut getarnt ist der neue Skoda Enyaq im Moment noch unterwegs. Ende des Jahres startet die Serienproduktion, Anfang 2021 soll das erste vollelektrische SUV der tschechischen VW-Tochter auf den Markt kommen. Erste Aufnahmen zeigen den Bruder des VW ID.4 bei Testfahrten in Irland.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Etwa zum Namen. "Quelle des Lebens" soll "Enyaq" übersetzt heißen. Und das stammt diesmal nicht wie Kodiak, Karoq und Kamiq aus der Sprache der Inuit in Kanada und Grönland, sondern leitet sich vom irischen Wort "enya" ab, das für "Essenz", "Geist" oder "Prinzip" steht und für Skoda auch den Aufbruch in das neue Zeitalter der Elektromobilität markiert. "Emotional, effizient und elektrisierend" beschreiben die Autobauer in Mladá Boleslav die zukünftige Modellpolitik. Der Enyaq muss deshalb die markentypischen Tugenden wie höchste Alltagstauglichkeit mit nachhaltigem Fahrspaß verbinden. Also basiert der Elektro-Skoda auf der Konzern-Plattform des Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB), auf dem auch die SUV-Version des VW ID.3 baut.

Drei Batteriegrößen und fünf Leistungsstufen zwischen 148 und 204 PS sollen Reichweiten bis zu 500 Kilometer ermöglichen. Zwei Versionen lassen sich auch mit einem zweiten E-Motor koppeln, machen aus dem Hecktriebler einen Allradler und bringen es auf bis zu 306 PS. Das Top-Modell soll in 6,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten. Allerdings sinkt dann die Reichweite auf 460 Kilometer, immer im praxisnahen WLTP-Zyklus gemessen.

Praxistauglichkeit misst sich auch an der Ladezeit. Im Idealfall dauert es laut Skoda gerade einmal 40 Minuten, um die Batterie auf 80 Prozent ihrer Leistung zu trimmen. Vorausgesetzt man kann an einer Schnellladesäule mit Gleichstrom anstöpseln. Wer nur eine haushaltsübliche 230V-Steckdose zur Verfügung hat, muss mit mindestens acht Stunden rechnen. Zwei Stunden schneller geht es mit einer Wallbox.

Skoda verspricht großzügige Platzverhältnisse, Lounge-Charakter und modernste Konnektivitäts- und Infotainment-Lösungen im Innenraum. Augmented Reality und permanente Online-Verbindungen sind ebenso möglich wie nachhaltige Materialien wie zum Beispiel Oliven-Leder. Der Kofferraum ist mit 585 Liter durchaus familientauglich.

Ende dieses Jahrs beginnt die Serienproduktion, Markteinführung wird Anfang 2021 sein. Eine auf 1895 Einheiten limitierte "Founders Edition" erinnert an die Unternehmensgründung vor 125 Jahren. Und was wird der Skoda Enyaq kosten? Um die 35 000 Euro vermutlich. Bis Ende 2022 plant Skoda zehn weitere E-Modelle. In fünf Jahren werden sie bereits ein Viertel aller Verkäufe ausmachen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.