23.12.2018 - 10:50 Uhr
Sorghof bei VilseckOberpfalz

Jahresabschlussfeier des SV Sorghof mit Ehrungen

„Aufgeben gibt’s nicht“ - unter dieses Motto stellt Vorsitzender Andreas Plößner seinen Rückblick bei der Jahresabschlussfeier des SV Sorghof. Er zielt damit auf die missliche Lage bei den Fußballern ab.

Langjährige Mitglieder ehrt der SV Sorghof bei seiner Jahresabschlussfeier (von links): Oliver Berger, Sebastian Maul, Michael Regler, Vorsitzender Andreas Plößner, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Elisabeth Meier, Dominik Rudlof, Daniel Ritz, und Ludwig Reuschl.
von Autor ERAAProfil

Vor einer stattlichen Anzahl von Besuchern fiel die Bilanz des Vorsitzenden bei der Zusammenkunft im Wolfgangsheim durchwachsen aus. „2018 ist nicht alles schwarz, aber auch nicht alles rosarot gewesen“, umschrieb Plößner die Situation. Vor allem im Nachwuchsbereich drücke dem Verein gewaltig der Schuh.

Die demografische Entwicklung führte laut dem Vorsitzenden dazu, dass der SV Sorghof hier sorgenvoll in die Zukunft blicken müsse. Der Versuch, eine neue G- und F-Jugend aufzubauen, habe anfangs erfolgversprechend ausgesehen. Doch nach Niederlagen bei der ersten Teilnahme am geregelten Spielbetrieb habe sich die Zahl der jüngsten Kicker von 16 auf 8 halbiert. Ebenfalls nur mehr acht Jugendliche hätten den SV Sorghof in der JFG Obere Vils repräsentiert. Ohne Unterbau könne der Spielbetrieb in den Herrenteams nicht auf Dauer aufrechterhalten werden, so die Schlussfolgerung der Vereinsführung.

Der Lösungsansatz lautet nach Angaben Plößners deshalb, die bereits bestehende Kooperation mit dem Nachbarverein 1. FC Schlicht weiter auszubauen. Hier gebe es bereits bei den Alten Herren und der Zweiten Mannschaft eine Spielgemeinschaft der beiden Vereine, von der jeder profitiere.

Der steile sportliche Absturz der Ersten Mannschaft auf den letzten Platz der Bezirksliga sei Folge von zahlreichen Abgängen in den vergangenen zwei Spielzeiten sowie der Ausfall von einigen langzeitverletzten Leistungsträgern, erklärte der Vorsitzende. Nach 18 erfolgreichen Jahren in der Bezirksoberliga bis hinauf zur Landesliga sei nun der Abstieg aus der Bezirksliga kaum noch abzuwenden. Plößner dankte dem zurückgetretenen Trainer Hans-Jürgen Plößl, in dessen Fußstapfen Harald Luft trat. Dass die Moral in der Truppe dennoch stimmt, zeigten die Reden der Mannschaftssprecher Florian Zippe, Johannes Regler und Thomas Götzl. Bei der neu formierten Zweiten Mannschaft in Spielgemeinschaft mit dem 1. FC Schlicht liegt das Hauptaugenmerk auf den Erhalt der der A-Klasse.

Positiv fiel die Nachbetrachtung bei den gesellschaftlichen Veranstaltungen aus. So könne der Verein beim Kreis-Kirwa-Warm-Up und bei der Sorghofer Kirwa dank der Mithilfe zahlreicher Unterstützer ein erfreuliches Fazit ziehen, sagte der Vereins-Chef. Auch 2019 müsse das Kirwa-Warm-Up wieder auf dem Vereinsgelände stattfinden, da es nicht gelungen sei, eine Übereinkunft hinsichtlich der früheren Feiermeile im Götz-Stodl zu erzielen, gab Plößner bekannt.

Der Verein steht 2019, im Jahr seines 50-jährigen Bestehens, vor richtungsweisenden Entscheidungen. Bei der Generalversammlung im Februar stehen Neuwahlen an, bei der es gilt, einen neuen Vorsitzenden samt Führungsmannschaft zu finden. Schon seit längerem ist bekannt, dass Andreas Plößner und seine beiden Stellvertreter Stephan Kraus und Oliver Berger ihre Posten als Vorsitzende aufgeben wollen.

Zweiter Vorsitzender Ewald Vater vom 1. FC Schlicht ließ wissen, dass sein Verein für eine weiterreichende Zusammenarbeit mit dem SV Sorghof gesprächsbereit sei. Gemeinsames Ziel sei dabei der sportliche Erfolg beider Vereine.

Vorsitzender Peter Lehner von der JFG Obere Vils 08 gab einen Bericht über die sportlichen Erfolge des Vereins. 140 Spieler im Alter von 10 bis 18 Jahren aus vier Stammvereinen spielen dort in sieben Nachwuchsteams und werden dabei von 25 Trainern und Betreuern ausgebildet. Lehner bezeichnete die JFG als „Prototyp zukünftiger Modelle“.

Bürgermeister Hans-Martin Schertl zeigte sich optimistisch, dass es dem SV Sorghof gelingen werde, die Talsohle zu durchschreiten, und übergab einen Spendenscheck. Sein besonderer Dank galt der jungen Führungsmannschaft für deren Engagement in schwierigen Zeiten.

Langjährige Mitglieder wurden geehrt: für 15 Jahre Dominik Rudlof, Daniel Ritz und Sebastian Maul, für 25 Jahre Michael Regler, Elisabeth Meier und Ludwig Reuschl.

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