23.12.2018 - 17:31 Uhr
Sorghof bei VilseckOberpfalz

In Sorghof: Weihnachten mitten ins Herz

Die Geschichte, die sich vor gut 2000 Jahren in Bethlehem ereignet hat, ist bekannt. Bei der Sorghofer Waldweihnacht wird sie mit zusätzlichen Figuren ausgeschmückt. Nicht nur deshalb geht sie hier besonders zu Herzen.

Unzählige Wunderkerzen und das gemeinsam gesungene „Stille Nacht“ machen die Sorghofer Waldweihnacht, leider ohne Schnee, aber glücklicherweise auch ohne Regen, zu einem besinnlichen Erlebnis.
von Autor GFRProfil

Da ist zum einen der blinde Bartimäus (Norbert Riha). Er ist nach Bethlehem zur Volkszählung unterwegs und hilft dem Hirtenjungen Johannes, der einige Eier gestohlen hat. Der Wirt hat sich den "Hundsboum" geschnappt: Deshalb drohen ihm 20 Stockhiebe. Bartimäus bezahlt die Eier und dann hetzt der Wirt die beiden vom Hof.

Unterwegs treffen der Blinde und der Hirtenjunge auf Maria und Josef (Claudia Ruppert und Heinrich Ruppert). Bartimäus meint, die drei müssten hohe Herrschaften sein, aber Johannes entgegnet, das seien doch nur zwei Leute. "Ich spür' es mit dem Herzen", sagt Bartimäus - "das sind drei Leut'". Maria und Josef sind auf der Suche nach einer Bleibe, finden aber nur Unterschlupf in einem Stall.

In finsterer Nacht sitzen die Hirten um ihr Lagerfeuer. Auch Hirtenjunge Johannes und Bartimäus bekommen vom kargen Mahl etwas ab. Plötzlich sieht der Blinde einen hellen Stern. "Aber es ist doch stockdunkel", sagen die Hirten, die schließlich doch den Engel über dem Stall zu Bethlehem sehen und zur Krippe ziehen. Bartimäus meint, dass hier der Heiland, der Retter der Welt, geboren wurde. Den könne er nicht mit den Augen, aber mit dem Herzen sehen.

Die Geschichte erzählt der Chronist in Sorghof. Auch die, dass gut 20 Jahre später der blinde Bartimäus dem Messias erneut begegnet und ihn darum bittet, auch mit den Augen sehen zu dürfen. In der Heiligen Schrift ist dieses Wunder Jesu nicht vermerkt: Aber er schenkte dem Blinden das Augenlicht, mit dem Hinweis, dass man nur mit dem Herzen wirklich sehen könne.

Die Solisten der Sorghofer Waldweihnacht, seien es Maria und Josef, die Hirten oder Ramona Fink und Eleanore Nemeth-Patton, die Kinder des Sorghofer Kindergartens und der Kirchenchor sowie Sam Kraus, bekamen viel Beifall und beim "Stille Nacht" erhellten unzählige Wunderkerzen die Nacht. Benno Meier, der Sprecher der Sorghofer Vereine, hob hervor, dass die Sorghofer Waldweihnacht in bisher 27 Auflagen weit über 60 000 Euro für gemeinnützige Zwecke "eingespielt" habe. Vielleicht könnten in diesem Jahr sogar 70 000 Euro erreicht werden.

Bilder von der Sorghofer Waldweihnacht

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