08.08.2019 - 18:59 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Spaßmacher mit Spezialauftrag

Highspeed-Renner und Kurvenräuber der eine, Extremsportler für schweres Gelände der andere: Mit Focus ST und Ranger Raptor bringt Ford zwei echte Spezialisten auf die Straße. Oberpfalzmedien hat sie schon gefahren.

Als Spezialist für die Ideallinie auf der Rundstrecke empfiehlt sich der Ford Focus ST. Der kann aber auch Alltag.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Die beiden Autos könnten unterschiedlicher kaum sein. Und doch haben sie die gleichen Wurzeln: die Performance-Abteilung. Das ist die vor gut fünf Jahren ins Leben gerufene Hochleistungsschmiede der Kölner. Ihre Fahrzeuge sind jetzt nicht unbedingt massentauglich und in Zeiten von Null-Emission-Diskussion auch nicht recht opportun, aber sie polieren gewaltig das Image der Marke auf. Und machen einfach Spaß.

So wie der Focus ST. Der basiert auf der C2-Plattform, auf die auch ab 2020 die nächste Generation des Kuga baut. Weniger Gewicht aber mehr Leistung machen aus dem kompakten Erfolgsmodell einen Spitzensportler, der seine präzise Ideallinie aber nicht nur auf der Rundstrecke unter Beweis stellen muss, sondern auch im Alltag entspanntes Cruisen erlaubt. Freilich sorgt allein schon das Lesen des Datenblatts für Wettbewerbs-Gedanken.

Macho mit sanftem Gemüt: der Ford Ranger Raptor.

Der drehfreudige 2,3-l-EcoBoost-Turbo-Benziner leistet jetzt 280 PS, stemmt 420 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, sprintet in 5,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und lässt die Tachonadel bei 250 km/h einpendeln. Im Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h hängt er sogar den potenteren Focus RS mit 350 PS ab. Leistungsstark wie nie präsentiert sich auch der 2,0-l-Turbo-Diesel mit 190 PS und 400 Nm, die bereits bei 2000 Touren anliegen. 7,6 Sekunden für den Sprint und 220 km/h Vmax stehen hier auf dem Papier. Und Verbräuche von 7,9 (Benziner) und 4,8 Liter (Diesel).

Souveräne Straßenlage

Das straffe Sportfahrwerk mit elektronisch geregeltem Sperrdifferenzial und elektronischer Dämpferregelung sorgt für souveräne Straßenlage. Satt liegt der Focus auch bei hohem Tempo auf der Straße, wieselt um die engsten Kurven und bremst sich bei Bedarf standfest ein. Drei Fahrprogramme von "Rutschig" bis "Sport" passen die Kennlinien der Fahrweise an. Wer das "Performance-Paket" ordert, bekommt auch noch "Rennstrecke" als vierten Modus dazu. Den Focus ST gibt es ab 31 900 Euro, der Kombi Turnier kostet 1200 Euro mehr. Ab Oktober kommt zur 6-Gang-Handschaltung noch ein siebenstufiges Automatikgetriebe hinzu.

Baja-Gene

Ein Rennwagen ist der Raptor zwar nicht, aber wie sich der bullige Pick-up selbst auf Landstraße und Autobahn behauptet, ist schon bemerkenswert. Wie allein schon der Name, der wahlweise für Räuber oder Raubvogel, Horrorfilm oder Raketentriebwerk, Kampfflugzeug oder Dinosaurier steht. Martialisch jedenfalls das Erscheinungsbild des Kraftprotzes, der ein bisschen an den amerikanischen Muskelprotz F-150 erinnert, aber auch die Gene der legendären Wüsten-Rallye Baja California verinnerlicht. Der 2,0-l-Turbodiesel leistet 213 PS und schiebt mit einem brachialen Drehmoment von 500 Nm mächtig an. Von Null auf 100 geht es in stolzen 10,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 170 km/h abgeregelt. Eine breitgespreizte 10-Gang-Automatik bringt die Kraft sicher auf die Straße.

Und trotz der grobstolligen All-Terrain-Reifen gibt sich das Top-Modell der Ranger-Baureihe nahezu leichtfüßig, fehlt es den Insassen im Doppelkabiner nie an Fahrkomfort. Das Terrain-Management-System hält sechs Fahrprogramme für nahezu jede Situation parat. Bei 850 Millimeter Wattiefe und 283 Millimeter Bodenfreiheit bremst so schnell nichts den Dino unter den Geländewagen. Mit einer Anhängelast von 2,5 Tonnen und einer Nutzlast von 620 Kilogramm auf der Ladefläche präsentiert sich der Raptor auch als Arbeitstier oder Lastesel für freizeitorientierte Wochenend-Abenteurer.

66 771 Euro verlangt Ford für den mit allen nur möglichen Assistenzsystemen ausgestatteten Tausendsassa. Gut doppelt so viel wie das Basismodell der Ranger-Baureihe, des meistverkauften Pick-ups in Europa. Und doch dürften die 1000 für Deutschland reservierten Einheiten schnell ausverkauft sein. Kraftstoff-Effizienz ist für diese Art von Fahrzeug nicht die erste Priorität.

Bildergalerie zu den Ford Performance Autos

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