02.07.2018 - 16:43 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

3000 Techno-Fans heben ab

Zwölf Monate Vorbereitung für zehn Stunden Party: Doch die Besucher, das Wetter und nicht zuletzt die DJs beim Kindheitstraum-Festival 2018 entschädigen David Lenk und Matthias Küffner für den Aufwand.

von Hubert Lukas Kontakt Profil

(luk) David Lenk zeigt sich "super zufrieden" mit der Location und dem Ablauf beim Kindheitstraum-Festival, das erstmals am Flugplatz Rosenthal-Field Plössen stieg. "Es hat alles perfekt geklappt", und zusammen mit dem "tollen Wetter" habe die Premiere - die bisherigen Events waren auf dem Eisweihergelände in Kemnath - "alle Erwartungen übertroffen", berichtet der Gesellschafter von der veranstaltenden Villa Varia GbR.

Für 3000 Jugendliche und Junggebliebene hatten er und Küffner das Event, das diesmal unter dem Motto "Das Kindheitstraum-Festival lernt fliegen" stand, organisiert. Trotz des Auflaufs lief die zehnstündige Elektro-Party ohne größere Zwischenfälle ab. Bis auf den ein oder anderen Wespenstich, kleine Schnittwunden an Fingern oder "Sonnencreme im Auge" sei das BRK beschäftigungslos geblieben, erzählt Lenk. Trotz des sonnigen Wetters seien selbst Kreislaufprobleme ausgeblieben. Mit den Sanitätern, der Polizei und Feuerwehr sowie dem Sicherheitsdienst sei ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet worden, "das perfekt aufgegangen ist".
Und so feierten eben rund 3000 Besucher vor einer großen Bühne zu Beats von den international bekannten DJs Klangkünstler, Hippen Empire, Pete Kaltenburg, Renga Weh sowie am Abend Aka Aka und Karotte. Da Tanzen auch hungrig macht, hatten Lenk und Küffner zusammen mit einer "im Kern fünfköpfigen Helfercrew" ebenfalls für Foodtrucks gesorgt, die unter anderem veganes Essen, Schnitzel, Bratwürste, Pizza, Backwaren, Kaffee und Cocktails anboten.
Neben Getränken sorgte zudem die Feuerwehr Speichersdorf für Abkühlung. Mit Wasser aus dem Schlauch "bespritzen die Brandschützer das Gelände und erfrischten so die Leute".
Überhaupt schwärmt Lenk von der Unterstützung, vor allem seitens der Gemeinde. "So eine Premiere ist nicht einfach durchzuplanen." Durch die neue Location habe sich "ein ganz anderes Ausmaß an Aufwand" ergeben. Auch die Sicherheitsmaßnahmen hätten gegenüber den Veranstaltungen am Eisweihergelände angepasst werden müssen. Hier habe das Villa-Varia-Kollektiv von der Kommune, vor allem von Bürgermeister Werner Porsch und Verwaltungsleiter Thorsten Leusenrink, "in jeglichen Belangen" Hilfe erhalten, so dass die Vorarbeiten "sehr viel Spaß gemacht haben".
Als "sehr vorteilhaft" bewertet er die Verkehrs- und Parksituation, die sich durch den Umzug ergeben hatte. Durch den Shuttle-Bus ab dem Bahnhof Kirchenlaibach und die Nutzung von Teilen des Flugplatzes als Parkflächen, sei das Verkehrsaufkommen in Speichersdorf selbst nicht so groß gewesen.
Ob der Veranstaltungsort auch im kommenden Jahr in Speichersdorf sein wird, "muss sich noch zeigen". Viel hängt von einer Nachbesprechung zusammen mit der Gemeinde und allen Beteiligten ab, wenn ein Fazit gezogen wird. "Einige Kleinigkeiten" würde Lenk dann aber besser beziehungsweise anders machen. "Sollte das Wetter wieder so sein, werden wir für mehr Schattenmöglichkeiten sorgen." Auch zwei oder drei weitere Foodtrucks würden auf dem Flugplatz vorfahren, "so sind sich die Leute zeitweise angestanden". Lenk hofft aber zudem auf Reaktionen von Besuchern, die er jedoch erst in den nächsten Wochen erwartet. "Wir brauchen dieses Feedback, um das Festival weiter zu optimieren." Und vielleicht klappt's dann mit dem Heißluftballon. Dieser musste am Samstag auf dem Boden bleiben. "Der Wind war einfach zu stark, um damit zu starten."

Info:

Ende mit Knalleffekt

Glückliche Gesichter überall: Mit der neuen Location am Flugplatz Rosenthal-Field Plössen landet das Villa-Varia-Kollektiv einen Volltreffer. 3000 Besucher zählen die Veranstalter David Lenk und Matthias Küffner beim fünften Kindheitstraum.
Namhafte DJs sorgen für Bewegung auf dem Areal. Fast ohne Pause tanzen die Fans von Elektro-Musik zu den Beats oder geben sich Arm in Arm der Musik hin. Am frühen Abend erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt, der bis zum Ende anhält. Zum Schluss sorgen die Veranstalter schließlich noch für einen Knalleffekt. Ein Feuerwerk erhellt minutenlang den Himmel. Für Lenk ein „perfekter Abschluss“. Es sei doch „was Schönes, das man den Leuten mit auf den Weg gibt“.
Etwas Schönes haben sich er und Küffner auch für die Aktion „Schenke eine zweite Chance“ der Stammzellenspender Johannes Bauer, Sandra Schmelber und Karin Pöllath sowie des ehemaligen Leukämiepatienten Josef Söllner aus Brand und Ebnath ausgedacht. Dem von ihnen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei initiierten Projekt fließt von den am Samstag an der Tageskasse verkauften Tickets je ein Euro zu. (luk)

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