11.09.2018 - 16:34 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bauland gesucht und begehrt

Baurecht ist das A und O für eine gesunde wohnbauliche Entwicklung in der Gemeinde. Den Grundstein dafür legte die Kommune mit zwei Einbeziehungssatzungen für zwei geplante Wohnbauvorhaben.

Der Gemeinderat bewilligt eine Einbeziehungssatzung Speichersdorf-Kirchsteig und ermöglicht so auf einer landwirtschaftlichen Fläche den Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage.
von Arnold KochProfil

(ak) In der ersten Sitzung nach der Sommerpause stand der Erlass von zwei baurechtvorbereitende Einbeziehungssatzungen für die Orte Kodlitz und Speichersdorf an. Laut Bürgermeister Manfred Porsch möchte Anja Krauß auf dem Grundstück Flurnummer 27 am Ortsende von Kodlitz an der Gemeindeverbindungsstraße Richtung Herrenwald ein Wohnhaus errichten. Das Grundstück liegt weder in einem im Zusammenhang bebauten Ortsteil noch im Bereich eines rechtskräftigen Bebauungsplanes, sondern im Außenbereich. Nach Vorabprüfung durch das Kreisbauamt ist das Gebäude nur nach Erlass einer Einbeziehungssatzung möglich.

Porsch erläuterte, dass auf dem künftigen Baugrundstück zwei Einfamilienwohnhäuser mit Doppelgarage für die Söhne und eine Lagerhalle für die unmittelbar angrenzende Heizungsbaufirma der Antragstellerin errichtet werden sollen. Die Einbeziehungssatzung sieht neben der gemischten Wohn- und Gewerbebebauung zur Ortsabrundung und Abgrenzung zum Außenbereich die Pflanzung einer Obstbaumreihe und einer Hecke aus heimischen Gehölzen auf dem rund einem Tagwerk großen Areal vor. Das Ja des Gremiums zur Einbeziehungssatzung nordwestlich von Kodlitz und zum Einleiten der öffentlichen Auslegung und Behördenbeteiligung war einstimmig.

Das Gemeindeoberhaupt berichtete weiter, dass die erschlossenen Baugrundstücke im neuen Baugebiet Kirchenlaibach Nord-West bereits fast vollständig verkauft sind. Zudem hat die Kommune die Aufstellung eines Bebauungsplanes im Bereich der Ortschaft Plössen beschlossen, um weiteres Bauland zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage und des fehlenden Angebots muss auch auf die Verwirklichung von Einzelbauvorhaben in Randbereichen von Speichersdorf gesetzt werden.

Die Bauvoranfrage von Karin und Tobias Krodel zum Bau eines Einfamilienwohnhauses in Speicherdorf hatte die Gemeinde nach eigener positiver Beurteilung dem Kreisbauamt zur Entscheidung zugeleitet. Dies teilte nun mit, dass das geplante Baugrundstück südlich der Gemeindeverbindungsstraße Richtung Roslas nur durch einen Bebauungsplan mit einem Baurecht ausgestattet werden kann. Wie Porsch ausführte, soll nicht die gesamte landwirtschaftlich genutzte und rund 1250 Quadratmeter große Fläche bebaut werden. Vielmehr soll direkt an die Bebauung angrenzend und rund 150 Meter vom Aussiedlerhof entfernt ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage entstehen. Der Erlass der vom kommunalen Bauamt ausgearbeiteten Einbeziehungssatzung reiche deshalb aus. Für die Umwandlung in Bauland müsse der Bauherr eine Ausgleichsfläche bereitstellen.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Erlass einer Einbeziehungssatzung "Speichersdorf-Kirchsteig" und die sofortige öffentliche Auslegung des Satzungsentwurfes samt förmlicher Behördenbeteiligung.

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