17.01.2020 - 16:25 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Eigene Spur für Linksabbieger

Die Frage, wie die künftigen Bewohner mit dem Auto ins neue Baugebiet "Herrenweiher" kommen, ist geklärt. Die Zufahrt von der Staatsstraße bei Plössen soll über eine Linksabbiegespur erfolgen.

Das künftige Plössener Baugebiet „Herrenweiher“ (links) wird nicht mittels einer Einbahnstraße an die Bürgermeister-Kohl-Siedlung (Hintergrund) angebunden. Die Zufahrt soll nun mittels einer Abbiegespur von der Staatsstraße erfolgen.
von Arnold KochProfil

Zügig arbeitete der Gemeinderat die Themen der ersten Gemeinderatssitzung des neuen Jahres ab. Den nächsten Schritt zur planungsrechtlichen Umsetzung des neuen Baugebietes Herrenweiher in Plössen machte das Gremium mit der Behandlung der in der Dezembersitzung beschlossenen Änderungen des Bebauungsplanes samt Bebauungsvorschriften. Hauptpunkt war die Zufahrt zum neuen Baugebiet.

27 Einfamilienhäuser

Investor Dieter Küfner aus Mainleus plant dort die Erschließung und den Bau von 27 Einfamilienwohnhäusern und einer Seniorenwohnanlage "Wohndorf21". Das Straßenbauamt hatte sich im Aufstellungsverfahren des Bebauungsplanes gegen das einfache Linksabbiegen auf der Staatsstraße ins geplante Baugebiet gewandt. Die Börde hatte entweder eine durch den Erschließungsträger zu bauende Linksabbiegerspur oder alternativ eine Lösung mittels einer Einbahnstraße durch die Bürgermeister-Kohl-Siedlung vorgeschlagen. Daraufhin hat der Investor die Alternative Linksabbiegespur entlang der Staatsstraße 2184 in den Bebauungsplanentwurf einarbeiten lassen. Der bislang als Einbahnstraße vorgesehene Zufahrtsbereich wird als Fuß und Radweg mit einer Breite von 2,5 Metern ausgebaut. "Unsere und die Wünsche des Amtes sind erfüllt. Die entscheidenden Hindernisse sind aus dem Weg geräumt", meinte Bürgermeister Manfred Porsch.

Die geforderte 20-Meter-Bauverbotszone entlang der Staatsstraße wie auch Schallschutzmaßnahmen seien zudem in die Planung aufgenommen worden. Enthalten seien auch die Anregungen des Landrats- und Wasserwirtschaftsamtes hinsichtlich der Erhöhung der Abwasserpumpleistung, Einleiten eines Wasserrechtsverfahrens für das zum Vorfluter über einen Regenwasserkanal geleiteten Niederschlagswassers und einer neuen Hochwasserabflussberechnung, führte der Sitzungsleiter aus.

Fluglärm dulden

Das Regenwasser wird zunächst in einem Regenrückhalteteich aufgefangen und mittels Trennsystem kontrolliert abgeführt. Entlang des Bachlaufes bleibt der vier Meter breite Grundstücksstreifen zum Gewässerunterhalt im Besitz der Gemeinde. Die Keller der Wohngebäude werden mittels einer "weißen Wanne" gebaut. Der Hinweis des Luftamtes Nordbayern zur Duldung des Fluglärms ist jetzt Bestandteil der Bebauungsvorschriften.

In der Diskussion regten die Räte an, eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Abbiegespurbereich zu beantragen. Porsch betonte abschließend, dass die Mehrkosten der Abbiegespur der Investor trage. Zudem müsse mit diesem vor Satzungsbeschluss der Erschließungsvertrag abgeschlossen sein. Der Gemeinderat billigte den geänderten Planentwurf samt Vorschriften und beauftragte die Verwaltung, die nächsten Verfahrensschritte einzuleiten.

Gemeinderatssplitter:

Demnächst Baufreigabe für Kläranlage

Das Wasserwirtschaftsamt Hof hat mitgeteilt, dass die Baufreigabe samt baufachlicher Stellungnahme für die Sanierung und Umbau der Kläranlage in Kürze zu erwarten ist. Anschließend kann ausgeschrieben werden.

Bürgermeister Manfred Porsch wies auch auf folgende Termine hin: Die evangelische-lutherische Pfarrgemeinde Wirbenz lädt am Sonntag, 2. Februar, um 14 Uhr zum Festgottesdienst mit Ordination in die St.-Johannis-Kirche in Wirbenz ein. Im Anschluss findet im Gemeindehaus ein Empfang statt. Der Kirchenzug beginnt um 13.45 Uhr. Zuvor ist um 10 Uhr zum Abschluss der Kirchensanierung die feierliche Wiedereröffnung der Christuskirche mit einem Festgottesdienst mit Regionalbischof Oberkirchenrat Klaus Stiegler mit anschließendem Empfang im Gemeindehaus statt.

Christian Porsch gab die Einladung des Landkreises und Jugendrings zur Besichtigung der Jugendstätte Haidenaab weiter. Ein Besuch der Bauausschusssitzung am 27. Januar wird in Erwägung gezogen.

Die Tagespflegestation „Senta“ der Diakonie Speichersdorf lädt zum „Einjährigen“ am Samstag, 1. Februar, von 14 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür mit Kaffee und Kuchen ein. Zur Aktivierung von Menschen mit mittlerer und schwerer Demenz wird die Pflegeinnovation „Tovertafel“ vorgestellt.

Der Bürgermeister berichtete, dass der Arbeitskreis Blühwiesen getagt habe und demnächst Ergebnisse erklärt werden.

Hintergrund:

Neues Löschfahrzeug für Windischenlaibach

Nach der Erstinformation in der Dezembersitzung beschloss der Gemeinderat formell die Neubeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF-Logistik samt neuer Tragkraftspritze für die Feuerwehr Windischenlaibach. Nach deren Wunsch und dem Bedarfsplan des Landkreises wird das neue Löschfahrzeug mit einer zusätzlichen Ladebordwand zur Aufnahme von Gerätschaften ausgerüstet. Vorgesehen ist die zusätzliche Beladung mit Rollwagen.

Das Fahrzeug soll über die Normbeladung für eine Gruppe hinaus über ein Notstromaggregat mit Beleuchtungseinrichtung, Tauchpumpe, Wassersauger, Verkehrsabsicherungsmaterial, vier Atemschutzgeräte und eine Wärmebildkamera transportieren. Die Kosten belaufen sich auf rund 170 000 Euro. Der Freistaat gewährt einen Zuschuss von 42 000 Euro für das Fahrzeug und 4700 Euro für die Pumpe. Einig waren sich Wehr und Gemeinde, dass es über ein maximales Gesamtgewicht von 7500 Kilogramm verfügt, damit es mit normalem Pkw-Führerschein und Sonderschulung gefahren werden kann. Nach der einstimmigen Entscheidung wird der Förderantrag gestellt und nach Bewilligung die Ausschreibung eingeleitet. Die Auslieferung wird in 2021 erwartet.

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