09.08.2019 - 14:45 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Falken am Millstättersee

Am Millstätter See gibt es nicht nur viel Wasser und einen Strand. In der Kärntner Region verbringen Kinder und Jugendliche mit den Speichersdorfer Falken aufregende Tage.

Auf 2148 Metern Höhe steht das Gipfelkreuz auf dem Goldeck. Von der Wieser Hütte aus mussten die Kinder und Jugendlichen allerdings nur die letzten 350 Höhenmeter selbst zu Fuß überwinden.
von Autor HAIProfil

"Können wir den Strand vom Millstätter See nicht mit nach Hause nehmen?" So verständlich das Anliegen war, es war einer von wenigen Wünschen, der für die Kinder des Falkenzeltlagers in Kärnten nicht in Erfüllung ging.

Denn bei der Ferienfreizeit der Falken mit Mädchen und Buben aus Speichersdorf und der Region war alles dabei, was das Herz begehrte. Seit Samstagabend haben sie in Döbriach, zwischen Spittal und Villach, ihr Lager aufgeschlagen. Nicht nur für die Wasserratten, auch für kulturell Interessierte und Wanderfreunde war rund um den Millstätter See mehr geboten, was in neun Tagen zu schaffen ist. Neben 30 Grad Tagestemperatur sorgte das Programm von Campleiterin Claudia Fischer für großartige Erlebnisse. Von Küchenchefin Karin Gillich gab es dazu kulinarische Leckerbissen von Schinkennudeln bis zu Kaiserschmarrn. Kimberly Barding und Timo Busch hatten jede Menge Spiele im Gepäck.

Das alles entschädigte für die Anfahrt, die witterungs- und staubedingt zehn Stunden gedauert hat. Nach dem Beziehen der Zelte und dem Abendessen war ein Lagerfeuer angesagt. Am Sonntagvormittag ging es auf Erkundigungstour durch das Lager und zum campeigenen Strand. Dort standen Kanus, Kajacks, Trettboote, Surfbretter Schwimmreifen sowie Luftmatratzen zur Verfügung.

Waldfee und Sirenen

Am Montag begaben sich die Teilnehmer im "Sagamundo, dem "Haus des Erzählens", begaben auf die Spuren von über 30 Kärntnern sowie regionsbezogener Sagen, Mythen und Märchen. So wusste Führerin Birgit Karasin vom Lindwurm zu Klagenfurt bis hin zum VW-Käfer des Heimatforscher Matthias Maierbrugger zu berichten. Im Inneren des mystischen Weltenbergs Mirnock trafen sie auf den Kobold Hermelin und die Waldfee Florauna. Mit der Millstätter See-Nixe tauchten sie unter die Wasseroberfläche zu den Undinen und Sirenen.

Wandern war schließlich am Dienstag angesagt. Ziel war der 2148 Meter hohe Hausberg Goldeck. Bei halbwegs klarer Sicht eröffnete sich am Gipfelkreuz ein Panormablick über den Milstädter See im Norden, hinüber in das Drautal im Osten bis zum Gloßglocknermassiv im Westen.

"Welcome to Granatium" hieß es am Mittwoch. Im Zentrum der benachbarten alten Bergwerksstadt Radenthein entdeckten die Mädchen und Jungs die Erlebniswelt rund um den "Stein der Liebe und der Leidenschaft". Bis 1909 wurde hier Granat abgebaut. Was hier aus den Stollen der Millstätter Alpe kam verhalf so mancher Kaiserkrone zu besonderem Glanz und galt den Reisenden als Schutzstein. Führerin Sonja zeigte die Ausstellung zur Geschichte des Edelsteins und zu den Mythen um den "Blutstropfen der Nocke". Für staunende Blicke sorgte das Granatzimmer, in dem 80 Tonnen Granatsteine zu Kunstwerken verarbeitet sind. Im Schürfgelände druften die Kinder selbst Granat-Edelsteine aus dem Gestein schürfen und bearbeiten. Danach ging es hinein in den "Blauen Tumpf", dem Beginn der Granatschlucht, hinauf bis zu seinem Wasserfall.

Ins Mittelalter

Lagertag mit Basteln, Spielen und Disco stand am Donnerstag auf dem Programm. Beim T-Shirt-Gestalten durften die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nach Beachvolleyball, Tischtennis, Klett- und Basketball am Nachmittag wurde mit befreundeten Gruppen Abschied gefeiert. Der Speisesaal wurde kurzerhand zur Disco-Hall umfunktioniert. Am gestrigen Freitag ging es schließlich auf die Burg Sommeregg. Hier wartete ein liebevoll angelegter Mittelaltermarkt.

Das Gestalten von T-.Shirts stand am Donnerstag auf dem Programm.
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