Speichersdorf
20.11.2018 - 12:23 Uhr

Für Frieden danken

Der Volkstrauertag sei diesmal geprägt vom Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, erklärt Bürgermeister Manfred Porsch in seiner Ansprache. Er sei aber auch – wie alle Jahre – Anlass zu danken.

Sowohl die politische Gemeinde, voran Bürgermeister Manfred Porsch (rechts), als auch der Soldaten- und Kameradschaftsverein legen zum Gedenken an die Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege Kränze am Ehrenmal auf dem Kirchplatz nieder. Bild: Brendel, Hubert (BR)
Sowohl die politische Gemeinde, voran Bürgermeister Manfred Porsch (rechts), als auch der Soldaten- und Kameradschaftsverein legen zum Gedenken an die Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege Kränze am Ehrenmal auf dem Kirchplatz nieder.

Sehr zahlreich nahmen Bürger nach dem Besuch des Gottesdienstes mit Lektor Udo Greim in der evangelischen Christuskirche zum Gedenken der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege am Ehrenmal teilgenommen.

Bürgermeister Manfred Porsch verdeutlichte in seiner Gedenkrede auf dem Kirchplatz, dass „heute ein Tag der gemeinsamen Trauer um die Menschen, die durch Krieg, Vertreibung, durch Gewalt und Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mussten“, sei. Aber auch, weil sie wegen ihrer Überzeugung, Religion oder Rasse verfolgt, geschunden und ermordet worden seien. Im Zweiten Weltkrieg, seien 55 Millionen Menschen gestorben, im Ersten vor 100 Jahren seien es zehn Millionen gewesen. Das Gemeindeoberhaupt mahnte deshalb, neben all der Trauer um die Toten der Weltkriege und die Verstorbenen zahlreicher Bürgerkriege sowie der Terroranschläge, „sich für den Frieden, die Freiheit, gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen“. Gleichzeitig gelte, es der jüngeren Generation zu sagen, wohin Intoleranz, Rassenhass und gnadenlose Feindschaft führen können. Für Porsch sollte der Volkstrauertag auch Anlass zur Dankbarkeit geben, „dass wir seit 73 Jahren in unserem Land ohne Krieg leben“.

Mit Gemeinderat Hans Schmid legte er einen Kranz nieder. Ebenso der Soldaten- und Kameradschaftsverein (SKV) durch Vorsitzenden Edmund Bruckner und seinem Stellvertreter Lothar Büringer. Zuvor hatte Bruckner gemeint, dass der Volkstrauertag auch zum Friedenstag werden sollte.. In seinem Gebet an die Gefallenen und Toten sagte Lektor Greim: „Konflikte können nicht mit Waffen gelöst werden.“

Die Reservistenkameradschaft stellte mit Reinhold Bauer, Hermann Völkl, Thomas Semba und Michael Bauer die Ehrenposten. Die eindrucksvolle Gedenkfeier wurde mit dem Gedicht „Wenn jeder eine Blume pflanzte“, vorgetragen von der elfjährigen Carina Orten mitgestaltet, ebenso vom gemischten Chor des Vereins der Musikfreunde unter der Leitung von Heinz Schmidt sowie vom Posaunenchor unter der Federführung von Alfred Kreutzer. Den Kirchenzug vom Landgasthof Imhof zur Christuskirche, in dem sich die Soldatenkameradschaft sowie die Feuerwehren Speichersdorf und Zeulenreuth eingereiht hatten, hatten fünf Mitglieder der Blaskapelle Kirchenthumbach musikalisch begleitet.

 
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