06.03.2020 - 14:22 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Gäste nehmen lange Wunschliste von "Senta" mit

Über das Vorzeigeprojekt der Gemeinde, die Tagespflegestätte "Senta", muss sich Bayerns Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, von Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte der Staatsregierung, unterrichtet lassen.

Zufriedene Senioren in der Tagespflege „Senta“ der Diakonie: (stehend von links) Tagesstättenleiterin Maria Reiß, Pflegekraft Cordia Birner, Gemeinderat Matthias Busch, Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, CSU-Ortsvorsitzender Franc Dierl, Landratskandidat Klaus Bauer und Dritter Bürgermeister Wolfgang Hübner.
von Bernhard KreuzerProfil

Am Donnerstagabend erreichte CSU-Ortsvorsitzenden Franc Dierl die Absage. Das Coronavirus forderte, dass die Ministerin in München bleibt.

Dierl erinnerte an die rückläufigen Schülerzahlen und dadurch leer gewordene Klassenzimmer, was zur Errichtung der Tagespflegestätte geführt hatte. Die zum Abriss stehende Festhalle werde Areal freigeben, einen Seniorengarten anzulegen.

Pläne dazu, wie er ausgestattet werden könnte, sprach die Leiterin der Diakonie, Maria Reiß, an. Zuvor aber gab sie einen Einblick über die Betreuung von 18 Senioren. Am 1. Februar vergangenen Jahres startete die Tagesstätte, die täglich von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet ist. Das Einzugsgebiet reicht bis Creußen und Pegnitz. Grund sind die fehlenden Betten in den dortigen Einrichtungen. Reiß legte gleich eine Wunschliste über fehlendes Inventar vor. Drei bis vier Ruhesessel, Kühl- und Gefrierschrank, eine Markise für die Terrasse, dazu Stühle und Tische für 20 Personen, ein Gartenhäuschen und nicht zuletzt ein Bus mit Rollstuhlrampe. Die meisten betreuten Personen werden mit dem Auto abgeholt, betonte die Leiterin, und auch: "Ein paar Hühner wären auch nicht schlecht." Einerseits für die Freizeitgestaltung der Senioren, andererseits für eine sinnvolle Verwertung von Küchenabfällen.

Was zu schaffen mache, sei die Bürokratie. Alles müsse dokumentiert werden. Wer unzufrieden sei, laufe gleich zum Rechtsanwalt, klagte Reiß.

Kein Personalproblem plagt die mit 13 Mitarbeitern besetzte Tagespflege der Diakonie. Am Montag wird selbst gekocht, und an den Tagen wird geliefert. Mit ihrer Vorstellung der Tageseinrichtung stieß Reiß auf offene Ohren. "Bei uns rennen Sie offene Türen ein", versicherte Franc Dierl, und Gudrun Brendel-Fischer notierte fleißig die Wünsche, vor allem für die finanzielle Unterstützung der gewünschten Investitionen.

Nach der Führung durch die Betreuungsstätte stand ein Gedankenaustausch mit den sozialen Einrichtungen der Gemeinde auf dem Programm.

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