14.09.2020 - 09:50 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Haidenaabbrücke vor Generalüberholung

Brücke, Hausmüll, Tagungsstätte: In der Bürgerversammlung in Haidenaab standen viele Punkte auf der Agenda. Neues gibt es auch in Sachen Ortssprecher.

Die Haidenaabbrücke muss saniert werden.
von Arnold KochProfil

Nach dem Ausscheiden des Gemeinderats Norbert Veigl aus Haidenaab vertritt nun sein Sohn Matthias Veigl als Ortssprecher von Haidenaab, Göppmannsbühl, Lettenhof und Beerhof die Interessen dieser Ortsteile. Für den 43-Jährigen votierten bei der Bürgerversammlung in der Sportarena von den 23 Wahlberichtigten 21 mit Ja bei zwei Enthaltungen. Veigl ist Maurermeister, wohnt in Haidenaab und betreibt eine Baufirma mit neun Beschäftigten.

Matthias Veigl (links) ist neuer Ortssprecher von Haidenaab, Göppmannsbühl, Lettenhof und Beerhof. Bürgermeister Christian Porsch gratuliert.

Nach allgemeinen Informationen ging Bürgermeister Christian Porsch auf ortsteilspezifische Themen ein. Die Sanierung der Brücke in Haidenaab steht an. Die Spannbetonbrücke stammt aus dem Jahr 1974 und wurde vom Ingenieurbüro Singer 2018 materialtechnisch untersucht. Es sind zwei Sanierungsvarianten möglich. Für die notwendige Instandsetzung der Brücke wurden Baukosten in Höhe von 214.000 Euro ermittelt. Wenn auch der komplette Überbau erneuert wird, muss mit etwa 323.000 Euro gerechnet werden. Das Wasserwirtschaftsamt ist für die Haidenaab als Gewässer II. Ordnung zuständig und in die Planung einzubeziehen. Für einen Förderantrag ist eine detailliertere Brückenprüfung mit Sanierungskonzeption zu erstellen. Auch die Brücke zur Tauritzmühle soll saniert werden. Dazu muss der Tauritzbach umgeleitet werden, so die Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes.

Keine Gefahr für Schutzgebiet

Zum Thema Neufestsetzung des Wasserschutzgebiets berichtete das Gemeindeoberhaupt, dass die Problematik durch die ehemalige Hausmülldeponie erledigt ist. Das Landratsamt hat nach eingehenden Altlastenuntersuchungen festgestellt, dass von der Deponie keine Gefahr für das Schutzgebiet ausgeht. Die Deponie wurde bereits aus dem Altlastenkataster entfernt. Das Verfahren zur Neufestsetzung des Schutzgebietes wird weitergeführt und die Gespräche mit allen Beteiligten werden wieder aufgenommen. Die Nutzungseinschränkungen an Grundstücken im künftigen Wasserschutzgebiet werden mit den betroffenen Landwirten und Grundstücksbesitzern besprochen und es wird nach Lösungen gesucht. Der Schutzgebietsvorschlag erstreckt sich auch auf Teile der Nachbargemeinde Immenreuth. Das Fachbüro Piewak & Partner aus Bayreuth ist mit den hydrogeologischen Untersuchungen beauftragt. Der Bürgermeister stellte in diesem Zusammenhang noch einmal heraus, wie wichtig gesundes und sauberes Trinkwasser für alle ist. Eine Bürgerversammlung zu diesem Thema folgt.

Auch im Ortsteil Guttenthau wählten die Einwohner einen Ortssprecher

Speichersdorf

Der Bürgermeister informierte über den Bau von zwei Mobilfunkmasten entlang der Bahntrasse Kirchenlaibach-Marktredwitz durch die Deutsche Funkturm GmbH im Auftrag der Deutschen Bahn AG. Der Gemeinde ist es gelungen, die Maststandorte möglichst weit weg von den Ortschaften festzulegen. Ein Mast befindet sich einen Kilometer südlich der Ortsbebauung und einer zwei Kilometer nördlich an der Gemeindegrenze zu Immenreuth.

Weiter sprach Porsch den Spielplatz Haidenaab an. Seit gut 25 Jahren befindet sich der Spielplatz auf einem privaten Baugrundstück, das nun mit einem Wohnhaus bebaut werden soll. Ein neuer Standort muss gefunden werden. Erste Gespräche wurden bereits geführt, aber eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Der Rathauschef bat die Bevölkerung, bei der Grundstückssuche mitzuhelfen.

Outdoor-Gelände

Porsch gab bekannt, dass die Tagungsstätte des Kreisjugendrings ein großes und gut ausgestattetes Outdoor-Gelände mit Beachvolleyballplatz, Feuerstelle und Spielgeräten erhalten wird. Diese Anlage steht auch grundsätzlich der Dorfgemeinschaft zur Verfügung. Dessen Zielgruppe sind Jugendliche oder junge Erwachsene. Dieses Outdoor-Gelände kann jedoch einen Kinderspielplatz nicht ersetzen.

Ein Bürger wies darauf hin, dass die Feuerwehrsirene am neuen Standort in der Nähe des Bushaltehäuschens bei Ostwind oft nicht zu hören sei. Er regte an, nach einer Verbesserungsmöglichkeit zu suchen. Bürgermeister Porsch will die Thematik mit der Feuerwehr besprechen. Er räumte ein, dass der frühere Standort auf der Tagungsstätte des Kreisjugendrings wegen der Höhe die optimale Lösung gewesen sei.

Hintergrund:

Das Problem mit den Hausnummern

Zunehmend Probleme gebe es durch die langen und ähnlich lautenden Anschriften in Göppmannsbühl. Statt der eigentlichen Anschrift „Göppmannsbühl am Berg + Hausnummer“ bzw. „Göppmannsbühl am Bach + Hausnummer“ erhalte man teilweise auch von Behörden gelegentlich Schreiben, die nur „Am Berg + Hausnummer“ bzw. „Am Bach + Hausnummer“ adressiert sind. Gleiches gelte auch für Lieferungen durch Internetfirmen. Dritter Bürgermeister Franc Dierl merkte dazu an, dass die amtliche Schreibweise in den Katastern verbindlich sei. Änderungen seien nur durch entsprechende Wechsel im Straßen- und Wegeverzeichnis möglich. Dazu seien Gemeinderatsbeschlüsse notwendig. Zu den beiden Ortsnamen wurde ergänzt, dass diese aus dem 13. Jahrhundert kommen und nicht einfach durch postalische Notwendigkeiten gelöscht werden könnten. Das Grundproblem wäre nach Porschs Meinung nur durch die Einführung von Straßenbezeichnungen zu lösen. Dies sei jedoch sehr aufwendig, weil die Bürger ihre Anschrift dann überall ändern müssten.

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