Mit dem Bauentwurf für 2020 bis 2022 will die Gemeinde die Unterhaltungsarbeiten an den Gewässern III. Ordnung mit dem gleichnamigen Zweckverband koordinieren und mit Wasserwirtschaftsamt und Naturschutz abstimmen. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres, dass es sich beim Gewässerunterhalt um regelmäßige Räumungen von Wasserläufen, Instandsetzungen durch Hochwasser beschädigte Sohl- und Uferbefestigungen unter ökologischen Gesichtspunkten handelt. Er erfolgt stets unter Absprache mit den Anrainern der Wasserläufe, die auch das Räumgut verwerten.
Der Kostenvoranschlag in Höhe von 57 500 Euro umfasst: Entladung Geschiebeteich Rammelsbrücke und Stauweiher Haidenaab bis Ortsende; Instandsetzung des Flenitzbaches ab Zufluss Altholzgraben bis Kreisstraße BT 18 und bis Gemarkungsgrenze Neustadt/Kulm; Mühlbach Plössen von der Staatsstraße 2184 bis Einmündung Herrenweihergraben; Mühlbach ab Ortsstraße bis Aumühle; Mühlbach Ramleseuth von Holzmühle bis Ramleseuth; Seitengraben des Erlbaches von Weiherhut zum Erlbach; Altholzgraben von Speichersdorf kommend bis zur Siedlung; Pointgraben Kirchenlaibach samt Seitengraben; Gesamtlänge 4300 Meter; erwarteter Zuschuss: 30 Prozent. Der Beschluss dazu fiel einstimmig.
Porsch betonte, dass in 2020 erneut die Schulden gesenkt wurden. Zu den finanziellen Möglichkeiten erklärte er, dass die Gemeinde leistungsfähig und nicht auf Stabilisierungshilfe angewiesen sei. Nur so konnten in vielen Bereichen, wie auch für die Tagespflegeeinrichtung, kommunale Zuschüsse als freiwillige Leistung ausgereicht werden. Er wünschte sich eine faire Wahlwerbung aller Parteien für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl. Günter Vogel als ältestes Gemeinderatsmitglied dankte allen drei Bürgermeistern, Verwaltung, Bauhof, allen Bediensteten und dem Gemeinderat für deren Arbeit. Gemeinderat Hans Schmid (FW) trug traditionell zum Abschluss nachdenkliche Dichtergedanken zum Weihnachtsfest und zum Licht der göttlichen Erkenntnis vor.
Aus dem Gemeinderat
Traditionell entschied der Gemeinderat über die Verwendung des Dezembersitzungsgeldes für soziale Zwecke. Für die für dieses Jahr vorschlagsberechtigte CSU-Fraktion erklärte ihr Fraktionsvorsitzender Franc Dierl, dass man diese Ratsspende für den Aufbau einer Helfer-vor-Ort-Einrichtung verwenden möchte. Hierzu sind rund 12 bis 14 Ehrenamtliche mit entsprechender Ausbildung nötig, die langfristig zur Verfügung stehen müssen. Die Ratsentscheidung dazu war einstimmig.
Zum Thema Bekanntgaben informierte Porsch über die nächsten Sitzungstermine: Gemeinderatssitzung am Montag, 13., Bauausschusssitzung am Montag, 27. Januar. Porsch dankte zum Jahresschluss für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat.
Bauanträge
Bereits zum zehnten Mal beantragt ein Speichersdorfer die Verlängerung eines Vorbescheides zum Bau eines Aussiedlerhofes westlich von Kirchenlaibach und nördlich des Baugebietes Kirchenlaibach Nord-West. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte, dass sich der Gemeinderat am 7. Juli 1997 mit diesem Antrag befasst habe und dazu ein Vorbescheid vom 18. November 1998 erlassen worden sei. Das Landratsamt bittet die Gemeinde um Stellungnahme zum Verlängerungsantrag, ob sich zwischenzeitlich bauplanungsrechtliche Änderungen ergeben haben. Porsch wies darauf hin, dass dieser Bauort die künftige Erweiterung von Wohnbauflächen in diesem Bereich einengen kann. Der Gemeinderat stimmte zum letzten Mal der beantragten Verlängerung zu.
Der Eigentümer eines Anwesens in der Marienbader Straße plant den Neubau eines Nebengebäudes. Es weicht hinsichtlich der Dachneigung von 6 Grad (vorher 30) mit Pultdach und Traufhöhe von 2,45 Meter (vorher 2) von den Bebauungsvorschriften ab. Die Erklärung zur notwendigen Abstandsflächenübernahme für das Anrainergrundstück liegt vor.
Auf einem Grundstück in der Auwaldstraße plant der Besitzer einen Teilabriss einer Scheune mit gleichzeitigem Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garagen. Das Einverständnis der Nachbarn und die Übernahme der Abstandsflächen liegen vor. Beiden Bauvorhaben stimmte der Gemeinderat ohne Gegenstimme zu.
Der TSV Kirchenlaibach/Speichersdorf beantragt die Baugenehmigung für den Umbau und Sanierung seines Betriebsgebäudes in der Jahnstraße. Der Bürgermeister, zugleich TSV-Vorsitzender, erläuterte, dass dieses dringend saniert werden müsse. Es soll das dreigliedrige Dach erneuert und auf zwei Dachflächen zusammengeführt werden. Geplant ist, die ehemalige Turnhalle zu Umkleiden um- und eine neue Heizanlage einzubauen. Das Betriebsgebäude befindet sich auf vereinseigenem Grund. Das geplante Vordach überschreitet die Baugrenze des Bebauungsplanes. Damit ist eine Befreiung von den Bebauungsvorschriften notwendig. Im Inneren werden auch Nutzungsänderungen, wie Ausbau der Sauna, vorgenommen. Das Sportheim bleibt unverändert. Dem Bauantrag wurde einstimmig (ohne TSV-Vorsitzenden und Bürgermeister Porsch) zugestimmt. Die Umbaukosten bezifferte der Rathauschef mit rund 200 000 Euro.














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