29.10.2019 - 14:03 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Wenn die Luft wegbleibt

Dr. Ralf Cronenberg referiert bei VdK Speichersdorf ber Atemnot.

Mit einem Präsent bedankte sich Margit Kaiser als Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes bei Dr. med. Ralf Cronenberg für seinen knapp einstündigen Vortrag zum Thema „Atemnot“.
von Redaktion ONETZProfil

Atemnot oder Luftnot, in der medizinischen Fachsprache "Dyspnoe" genannt, kann mitunter lebensbedrohlich sein. Darauf verwies Dr. Ralf Cronenberg, Allgemeinmediziner der häuslichen Gemeinschaftspraxis im Ärztehaus Kemnath, bei seinem Vortrag zum Thema "Atemnot" beim Monatstreffen des VdK-Ortsverbandes in der Fliegerschänke Strößenreuther. Atemnot, so der Mediziner, sei ein Syndrom, hinter dem sich verschiedene Ursachen verbergen. Nach seinen Worten ist zwischen akuter und chronischer Atemnot zu unterscheiden.

Akute Atemnot sei ein gefährlicher, lebensbedrohlicher Zustand und damit ein Notfall. In dieser Situation sei es wichtig, schnell zu handeln und den Notarzt oder Rettungsdienst zu rufen, um den Betroffenen mit Sauerstoff zu versorgen.

Wie der Allgemeinarzt verdeutlichte, seien Herz und Lunge ganz wichtige Organe im menschlichen Körper, die bei Atemnot belastet werden. Dadurch werde eine Stresssituation hervorgerufen, die zu einem Herzinfarkt führen kann. Eine schnelle ärztliche Versorgung sei hier ein wesentlicher Faktor.

Daher sein Ratschlag an die etwa 60 aufmerksamen Zuhörer, besser einmal zu oft als einmal zu wenig einen Notruf abzusetzen. Nach seinen Worten könne auch eine Lungenembolie die Ursache sein, wenn jemandem im wahrsten Sinne des Wortes "der Atem geraubt" wird.

Auf die chronische Atemnot eingehend bezeichnete er diese als eine immer mehr zunehmende Erkrankung, von der besonders Landwirte betroffen sind. Dazu erläuterte der Arzt, dass sich diese chronische Bronchitis durch eine Entzündung der Schleimhaut entwickelt oder auch durch einen Infekt hervorgerufen wird.

Ursächlich sei dafür mitunter das aktive Rauchen - aber auch das passive Rauchen sei nicht minder gefährlich. Auch eine Herzschwäche, durch die eine geringere Durchblutung der Muskeln hervorgerufen wird, sei eine Ursache für chronische Atemnot, ebenso hoher Blutdruck, wodurch das Herz belastet werde. Ein hoher Blutdruck nach dem Motto "190/50 - der Tod naht" sei dennoch kein Grund zur Panik, so der Mediziner und empfahl, "sich einfach hinzusetzen und den Blutdruck runterzufahren".

Der Facharzt für Allgemeinmedizin streifte in seinem einstündigen Vortrag auch die "physische Atemnot", die zur Panikattacke führt. Hiervon betroffen seien vor allem junge Menschen. Neben dem Spektrum der Ursachen von Atemnot erläuterte er die verschiedenen Methoden und Therapien, wie das Syndrom behandelt werden könne. Abschließend riet der Mediziner eindringlich, bei akuter Atemnot den Notarzt zu rufen und bei chronischer Atemnot den Arzt aufzusuchen.

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