06.05.2020 - 15:41 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Mehr als 100 Jahre politisches Engagement

Ein Bürgermeister, sechs Gemeinderäte und drei Ortssprecher wurden aus dem Speichersdorfer Gremium verabschiedet.

Günther Vogel.
von Arnold KochProfil

Die letzte Gemeinderatssitzung der vergangenen Amtsperiode war geprägt von der Verabschiedung der scheidenden Gemeinderäte und Ortssprecher. Die Kommune würdigte Gemeindeoberhaupt Manfred Porsch, er wiederum mit persönlichen Laudationes das ehrenamtliche kommunale Ehrenamt.

Mit Günther Vogel, Günther Bauer, Hermann Eisenhut, Dominik Fick, Franz Schmidt und Norbert Veigl schieden sechs Gemeinderäte, mit Karl Braun, Heiko Adelhardt und Harald Graf Ortssprecher aus dem Gremium aus. In seinen Ansprachen beschrieb Porsch den Weg der neun scheidenden Ehrenämtler.

Günther Vogel ist mit 36 Dienstjahren ist der dienstälteste Gemeinderat. Er war Mitglied im Finanz- und Haupt- sowie im Rechnungsprüfungsausschuss, von 1984 bis 1990 und von 2003 bis 2008 Dritter Bürgermeister. Vogel gehörte 1978 bis 2014 der CSU-Kreistagsfraktion an. Er stand lange Jahre dem Feuerwehrverein Windischeschenbach vor. Er war Vorsitzender der Flurbereinigungsgenossenschaft Windischeschenbach/Nairitz, ist bis heute Jagdvorsteher der Jagdgenossen Windischlaibach/Nairitz und unterstützte die Landjugend Stockau/Lehen aktiv. Für sein großes ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik erhielt er 1999 die Dankurkunde des Freistaates und 2017 die Bürgermedaille in Gold seiner Heimatkommune.

Das Haidenaaber Urgestein Norbert Veigl wurde 1996 für die CSU in den Gemeinderat gewählt. Als selbstständiger Baumeister und Unternehmer brachte er sein berufliches Wissen im Bauausschuss ein. 2013 wurde sein kommunalpolitisches Engagement mit der Dankurkunde des Freistaates und 2017 mit der Bürgermedaille in Silber gewürdigt. Er ist Vorsitzender des Haidenaaber Obst- und Gartenbauvereins und Förderer örtlicher Vereine.

UBV-Mandatsträger Günter Bauer zog 2002 erstmals in den Gemeinderat. Er war von 1996 bis 2002 Ortssprecher der Ortsteile Nairitz/Kodlitz. Als Angestellter des Energieversorgers Bayernwerk AG war er kompetenter Ansprechpartner für Fragen zur Elektrizitäts- und Gasversorgung und löste viele Probleme. Seine Bescheidenheit zeigt sich darin, dass er bisher alle Ehrungen abgelehnt hat.

Hermann Eisenhut (SPD) wurde 2014 in den Gemeinderat gewählt und gehörte dem Bau- und Umweltausschuss an. Als aktiver Sänger hat er sich seit vielen Jahren dem Chorgesang verschrieben. Er setzt sich als Vorsitzender für die Vereinsbelange der Musikfreunde Speichersdorf und des Zeltlagerplatz- und Jugendheimvereins ein.

Franz Schmidt zog im April 2015 als FWG-Nachrücker für die verstorbene Gemeinderatskollegin Lydia Schlöger ins Gremium ein. Als ehemaliger Mitarbeiter des Rathauses und Personalratsvorsitzender brachte er sein Wissen als Mitglied des Rechnungsprüfungs- und Bauausschusses ein.

Dominik Fick wurde 2014 in den Gemeinderat gewählt. Er gehörte dem Bau- und Umwelt- sowie dem Haupt- und Finanzausschuss an. Als Mitglied der FWG-Fraktion engagierte der sich für die Weiterentwicklung der Kommune und in großem Maße für die Kirchenmusik und in Chören. Für sein kulturelles Engagement erhielt er 2012 dem kommunalen Ehrenkrug.

Porsch erläuterte, dass die Amtszeit von Ortssprechern automatisch mit der Wahlperiode des Gemeinderates endet. Harald Graf vertrat als Ortssprecher von 2014 bis 2020 die Belange für den Bereich der ehemaligen Gemeinde Wirbenz. Er wirkt im Arbeitskreis zum Bau der geplanten Kulturscheune in Wirbenz mit.

Karl Braun gehörte von 2002 bis 2008 sowie ab 2014 als Ortssprecher dem Gemeinderat an. Er war von 1978 bis 2007 Kommandant der Feuerwehr Guttenthau/Rosenhof/Roslas und seit 1990 dessen Vorsitzender. 2017 erhielt er für sein ehrenamtliches Engagement die kommunale Bürgermedaille in Silber.

Nach dem Wegzug von Gemeinderätin Simone Walter vertrat Heiko Adelhardt seit Oktober 2019 die Belange der ehemaligen Gemeinde Plössen. Allen Ortssprechern sprach Porsch seine Anerkennung für deren ehrenamtlichen Leistungen zum Wohl der Kommune aus.

Manfred Porsch wandte sich zu seiner letzten Gemeinderatssitzung an den Gemeinderat. Er dankte allen für die Zusammenarbeit, insbesondere seinen beiden Stellvertretern Rudi Heier und Wolfgang Hübner. "Ein Bürgermeister ist nur dann erfolgreich, wenn der Gemeinderat mit ihm gemeinsam zum Wohl der Gemeinde und Bürgerschaft an einem Strick zieht. Ich war gerne und mit Leidenschaft Bürgermeister", erklärte er. Die Gemeinde sei finanziell gut aufgestellt, aber dunkle Wolken seien durch die Auswirkungen der Pandemie wahrscheinlich.

Info:

"Krisenlösungen"

Zweiter Bürgermeister Rudi Heier verabschiedete Porsch nach 24 Jahren Amtszeit. Er erinnerte daran, dass er 1984 als erster UBV-Gemeinderat ins damalige 16er-Gremium eingezogen war und von 1996 an Erster Bürgermeister war. Sein 36-jähriges Wirken werde zu einem späteren Zeitpunkt durch die Gemeinde gewürdigt. „Du hast vieles mit Konsenslösungen im Gemeinderat für die Kommune erreicht und einen einmütigen Diskussionsstil geprägt. Dafür danken wir Dir.“, schloss Heier und überreichte ihm einen Creußener Krug.

Zum Thema Sonstiges beschloss der Gemeinderat auf Antrag der FWG-Fraktion, für alle über 60 Jahre und mit virusrelevanten Grunderkrankungen eine kostenlose Maske auf Anforderung zuzustellen. Die Aktion fördert der Gewerbeverein mit einer 1000-Euro-Spende.

Norbert Veigl.
Ausscheidende Gemeinderäte und Ortssprecher Günther Bauer
Ausscheidende Gemeinderäte und Ortssprecher von links: Zweiter Bürgermeister Rudi Heier, Bürgermeister Manfred Porsch, Dritter Bürgermeister Wolfgang Hübner
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