14.07.2020 - 13:35 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Neue Kita-Plätze bald fertig

Die Sanitärräume sind gefliest, die Fußböden verlegt. Die Erweiterung des Kindergartens Sankt Franziskus in Speichersdorf wird wohl rechtzeitig zum Ferienende fertig.

von Arnold KochProfil

In seiner zweiten Sitzung überzeugte sich der neue Bauausschuss vom Fortschritt des Anbaues am Kindergarten Sankt Franziskus. Ab September stehen zu Beginn des neuen Kindergartenjahres bis zu 25 weitere Plätze für den Gemeindenachwuchs bis ins Vorschulalter zur Verfügung. Zum Rundgang im Neubau hieß Bürgermeister Christian Porsch neben den Ausschussmitgliedern besonders Kindergartenleiterin Sabine Pöllath und Architekt Wolfgang Schultes willkommen. „Wir liegen gut im Zeitplan. Die neue Kindergartengruppe kann spätestens in zwei Monaten termingerecht einziehen“, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Zum Thema Kindergartenplätze ergänzte er, dass sich am kommenden Montag der Gemeinderat mit der Vergabe der Bauarbeiten für den Anbau von Kinderkrippenräumen an der Einrichtung im Birkenweg befassen wird. Nach Kostenschätzung vom März 2019 waren 890 000 Euro für den Baukörper ermittelt worden. Aktuell sind 738 000 Euro ausgegeben. Die Vergabesummen liegen mit insgesamt 795 000 Euro deutlich unter der Plansumme.

Dazu erläuterte Architekt Schultes, dass man einen günstigen Ausschreibungszeitpunkt traf und ortsübliche Preise der Bieterfirmen erhielt. „In dieser Woche kommen die Türen und kurze Zeit später erfolgen die Endmontage der Sanitärinstallation sowie der Einbau der mobilen Trennwand. In rund drei Wochen werden auch die Außenanlagen durch einen Landschaftsgärtnereibetrieb hergestellt sein“, berichtete er. Er zeigte, dass der rund 60 Quadratmeter große Essensraum durch die mobile Trennwand auf rund 120 Quadratmeter erweitert und als Mehrzweckraum, für Feiern und Gottesdienste genutzt werden kann. Der Blick ins Blätterwerk im Norden bleibt durch eine Glasöffnung erhalten. Die F-30-Decken bestehen zur Schalldämmung aus Akustik-Elementen. Als Bodenbeläge wählte man das Naturprodukt Linoleum, das auch antibakterielle Eigenschaften hat. Die Wände erhielten erdfarbene warme Töne. Der Anbau enthält auch einen Matschraum, eine Wartezone für Eltern, Personalräume und einen Intensivraum. Dieser wurde in Trockenbauweise ausgeführt, um eine erneute spätere Erweiterung zu erleichtern. Die Unisex-Toilette ist barrierefrei. Sabine Pöllath ergänzte, dass der Kindergarten platzmäßig seit fast drei Jahren sehr eingeschränkt war und man sich mit der wachsenden Kinderzahl auf die neuen Räume und Möglichkeiten freut. Zudem steht mit der Fertigstellung der Außenanlage ein weiterer Gartenteil zum Außenaufenthalt und Spielen im Freien zur Verfügung. Bei einem Rundgang überzeugten sich die Bauausschussmitglieder von der gut durchplanten und großzügigen Raumlösung für den Gemeindenachwuchs.

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Info:

Hintergrund

Das Gebäude wurde in Richtung Metzgerei Lehner um rund 29 Meter auf der Nord- und fast 22 Meter auf der Südseite in Bogenform angebaut. Der Eingangs- und Foyerbereich umfasst 47 Quadratmeter. Er kann auch als Spielflur, Kinderwagenabstellfläche und mit dem Essensraum für Feiern und gemeinsame Veranstaltungen genutzt werden. Auf der linken Seite befinden sich das behindertengerechte WC und ein Matschraum (4,3 Quadratmeter). Künftig warten die Eltern zum Abholen in einem 17 Quadratmeter großen Raum auf ihre Kinder. Auf der Nordseite erreicht man über einen 36 Quadratmeter großen Erschließungs- und Bewegungsflur den Wasch- und WC-Raum (21 Quadratmeter), den Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine, Trockner und Ablagebereich sowie den verbundenen Haustechnikraum. Es folgen die beiden Personal-Toiletten (7 Quadratmeter) und der Intensivraum (21 Quadratmeter). Auf der Südseite schließt sich an den behindertengerechten Eingangsbereich der 58 Quadratmeter große Essensraum an, der für alle drei Kindergartengruppen konzipiert ist, um gemeinsam essen zu können. Neben der Stuhl- und Tischmöblierung wird der Raum mit einer Küchenzeile ausgestattet. Das Essen wird angeliefert und von den Erzieherinnen verteilt. Auf Wunsch des Personals erhält der Raum zum Eingangs- und Flurbereich hin eine mobile Trennwand. Sie kann für Veranstaltungen und Feiern entfernt werden und vergrößert mit dem Eingangs- und Flurbereich die dafür zur Verfügung stehende Fläche auf rund 120 Quadratmeter. Dem Essensraum schließen sich eine Speis (4,69 Quadratmeter) und ein Lagerraum (9,61 Quadratmeter) an. Das Raumangebot wird durch den neuen Gruppenraum (51 Quadratmeter) komplettiert.

Das Gebäude wird mittels der vorhandenen Anlage durch Fußbodenheizung erwärmt. Die Fenster auf der Südseite werden beschattet. Nicht erfüllt wurde der Wunsch, einen Sportraum zu schaffen. Dafür gibt es keine Förderung. Dem Wunsch für einen Sportraum konnte mangels Förderung nicht nachgekommen werden. Das erweiterte Gebäude könnte noch einmal Richtung Südosten erweitert werden. Die südöstliche Gebäudewand wurde deshalb als Brandwand ausgeführt, da das Gebäude eine Länge von 40 Metern überschreitet. Das Gebäude erhielt ein versetztes Pultdach, das über Oberlichter Helligkeit in den Flurbereich bringt. In den Räumen ist die Dachuntersicht gleichzeitig die schräge Raumdecke. Die Nassräume sind gefliest, die Gruppen- und Aufenthaltsräume erhielten einen Linoleumboden.

Die Nutzfläche des Anbaues umfasst 298 Quadratmeter. Für die Baumaßnahme wurden rund 480 000 Euro als staatliche Förderung in Aussicht gestellt.

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